Teil eines Werkes 
Erste Abtheilung, Privatrecht : Erster Theil (1809)
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401
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erleiden durch folgende Verfugungen des peiniichen Geſetzbuchs⸗

einige weſentliche Modifikationen:

Art. 336. Der Ehebruch der Fran kann nur durch den Mann denunzirt werden; dieſe Befugniß fallt ſelbſt weg, wenn er ſich in dem von dem urt 339 vorgeſehenen Falle befindet.

urt. 337. Wird die Frau des Ehebruchs uͤberfuͤhrt, ſo ſoll ſie mit einer Gefängnißſtrafe während wenigſtens drei Monaten und laͤngſtens zwei Jahren velegt werden.

Der Mann behält immer die Befugniß, die Wirkung dieſer Perurtheilung zu hemmen, wenn er t ſeine Frau wie⸗ der zu ſich zu nehmen.

Art. 333. Der Mitſchuldige der eteregetin ſoll mit etner

Gefaͤngnißſtrafe von derſelben Dauer, und auſſerdem mit einer

Geldbuße von hundert vis zwei tanſend Franken, belegt werdenz gegen denjenigen, welcher der Mitſchuld des Ehebruchs bezuͤch⸗ tigt iſt, iſt, die Faͤlle ausgenommen, wo er auf der That er⸗ griffen worden, kein anderer Beweiß zulaſſig als derjenige,der ſich aus ſeinen Briefen oder e von ihm b Schriften ergeben mag. 13

Art. 339. Der Ehemann⸗ welcher in dem ehelichen Hauſe ei⸗

ue Konkubine unterhalten bat, und auf die Klage der Frau deſ⸗

ſen uͤberführt worden, ſoll mit einer Geldbuße von hundert Fran⸗ ken bis zweitauſend Franken belegt werden. Aus dieſen Perfützungen laſſen 2 e Folgen ab⸗ leiten: ) findet die Klage auf ctetru auch auſſer dem Falle der Eheſcheidung ſtatt In dieſem Falle wird ſie vor dem Zucht⸗ Polizey Gericht, in der durch das Geſetzbuch uͤber das Ver⸗ fahren im peinlichen Prozeß vorgeſchriebenen Form, ange⸗ bracht. Doch kann dieſe, durchaus verſonlich Klage, nie von Amtswegen erhoben werden; 2) Die zweite Verfuͤgung des Art. 337 findet in dem Falle ihre Anwendung nicht mehr, woun die Scheidung erkannk