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Erste Abtheilung, Privatrecht : Erster Theil (1809)
Entstehung
Seite
398
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Th. I.§. 64. S. 227. Man hat zur Ergänzung der daſelbſt aufgeſtellten Grunz⸗

ſaͤtze folgende Verfuͤgungen des peiulichen Geſetzbuchs nachzu⸗

tragen:

Art. 192. Dle Beamten des Civilſtandes/ welche ihre Akte auf fliegende Blätter etugetragen haben, ſollen mit einer Ge⸗ fungnißſtrafe von einem Monat wenigſtens und koöchſtens drei Monaten, und einer Geldbuſſe von 16 bis 200 Franken belegt werden.

Art 193. So oft, dem Geſeße zufolge, die Einwilligung der

Aeltern oder ſonſtigen Perſonen zur Gültigkeit einer Ehe erfor

derlich iſt, und der Beamte des Civilſtandes ſich uͤber die Eri

ſtenz dieſer Vewilligung nicht verſichert hat, ſoll derſelbe mit einer

Geldſtrafe von 16 bis 300 Franken, und einer Gefängnißſtrafe von

wenigſtens 6 Monaten und höchſtens einem Jahr belegt werden.

Art. 194. Eben ſo ſoll der Beamte des Civilſtandes mit einer Geldbuſſe von 16 bis 300 Frarken belegt werden, wenn er vor Ablauf der durch den Art. 223 des Coder Navoleon vorgeſchrie⸗ benen Friſt den HeurathsArt einer Frau, welche fruher bereits war, aufgenommen hat.

Art. 193 Die durch die vorhergehenden Artikel gegen die Beam⸗ ten des civilſtandes verhaͤngten Strajen ſollen auch dann gegen ſie erkaunt werden, wenn gleich nicht auf Nullität der von ihnen aufgenommenen Akte geklast worden wäre, ſelbſt wenn dieſe Rulität gedeckt ſein ſolltez alles den ſchärfern Strafen ohnbeſcha⸗ det, welche fuͤr den Fall einer Colliſion verhangt ſind, ſo wie auch deu im Litel W des erſten Buchs des Coder Napoleon anthal⸗ tenen PonalPerfügungen ohubeſchadet.

Th. 1.§. 68. S. 245.

Wer in den Banden der Ehe befangen iſt, und vor Auflößung

dieſer Ehe eine zweite eingeht, ſoll mit der Strafe angeſtteng⸗ Ler Arbeit auf eine Zeitlang belegt werden.

Der Beamte des Civilſtandes welcher, von der Eriſtenz der eſten Ehe untetrichtet, ſein Amt kür den Abſchluß der zwelten