Teil eines Werkes 
Erste Abtheilung, Privatrecht : Erster Theil (1809)
Entstehung
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Re 4) Weit eher wäre es daher zu bewundern, daß ſich im llen nördlichen Theile des Landes das alte National Recht wenig⸗ ſtens zum Theil erhalten haben ſoll, wenn die Geſchichte utr 3 uns nicht die Aufloͤſung dieſes Problems lieferte. Die ſud⸗ Pol liche Provinzen, welche ſich fruͤher den roͤmiſchen Waffen un⸗ zſch terwarfen und bereits vorhin in nachbarſchaftlichen Verhaͤlt⸗ ndez niſſen mit Italien geſtanden hatten, nahmen auch das römi⸗ ſche Recht mit den roͤmiſchen Sitten ohne Widerſpruch an. eſl⸗ Mehr Widerſtand fand Caͤſar bei Eroberung der noͤrdlichen, s an Deutſchland angraͤnzenden, Provinzen, und kaum war 6 er damit zu Stande gekommen, als er ſich genoͤthigt ſah, zit die Armee wegzuziehen, und nach Italien zu fuͤhren. Es 3 waͤre daher der Klugheit wenig angemeſſen geweſen, dieſen unkultivirten Volkerſtäͤmmen allſobald eine fremde Geſetzge⸗ . bung aufzudringen. Manche Beweggruͤnde vereinigten ſich e nachher, um dieſe Provinzen mit Schonung zu behandeln, um ſo mehr, da man immer befuͤrchten mußte, daß ſie im , Fall eines Aufſtandes ihre Nachbarn jenſeits des Rheins zu . Huͤlfe rufen möchten. Wenn daher auch das urſpruͤngliche 65 Recht dieſer Gegenden durch den Verkehr mit den roͤmiſchen Beamten und HandelsLeuten, durch die Anſiedlung römiſcher i Familien und die Einfuͤhrung der chriſtlichen Religion, de⸗ uy ren Prieſter ſich um die Verbreitung des von chriſtlichen Kai⸗ ſern erlaſſenen oder beſtätigten römiſchen Rechtes bemuͤhten, ſehr modifizirt worden iſt, ſo ſcheint es doch durch dieſes lezte da nicht, wie in dem ſuͤdlichen Theile Galliens, bis auf die ines lezte Spur vertilgt worden zu ſein. So ſcheint ſich z. B. die Guͤter Gemeinſchaft unter Ehegatten waͤhrend der Herrſchaft ſten der Roͤmer unter den Landes Einwohnern beſtäͤndig erhalten be⸗ zu haben. 3