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6 ungeſchriebene beſteht aus den Vorſchriften des Ratur⸗ 6 rechts, den Gewohuheits Rechten und Herkommen, die 6. das geſchriebene ergänzen.
if Projet du Code civil, Liv. prélim. Tit. I. Art.. Voet ad. P. L. T. es
1) Alles Naturrecht iſt ungeſchriebenes Recht.
2) Das Herkommen oder das GewohnheitsRecht iſt das Reſultat ril einer Reihe öffentlicher, gleichfoͤrmiger(wenn auch auſſerge⸗ 3, richtlicher) durch keine andere, damit im Widerſpruch ſtehen⸗ de, Handlungen unterbrochener Akte, welche durch dieſe Wiederhohlung die Kraft einer ſtillſchweigenden Uebereinkunft en erhalten. Dieſe, nothwendig vernunftgemäße, Refültate, iit können nur in den von dem geſchriebenen Geſetz nicht vorge⸗ and ſehenen Fällen angerufen werden, es ſei denn, daß jene öf⸗ ine fentliche Akte ſeit undenklicher Zeit gegen den beſtimmten Text eines geſchriebenen Geſetzes,(consuetudo abroga- toria) oder indem der Text des geſchriebenen Geſetzes ohne 5 Vollzug blieb(desuetudo), ſtatt gefunden hätten. 3) Jedes Herkommen muß von dem erwieſen werden, der es 3 vorſchuͤzt. 3 4) Nicht ganz richtig behauptet Hr. Prof. Dabelow in ſei⸗ 3 nem Archiv fuͤr den C. N.(I. 65.) in Ländern, wo der 5 C. N. gelte, könne von GewohnheitsRecht gar nicht
3 mehr die Rede ſein, ſondern nur von einem usage, wobei es lediglich auf das Faktiſche, und nicht auf das Rechtliche ankomme; der usage ſei das Herkommen, die consue⸗ tudo aber das wirkliche Gewohnheits Recht. Allerdings hat
e⸗ das Geſetz vom Zoten Ventoſe 12 alle ſogenannte coutu-
⸗ mes,(geſchriebene Land Rechte oder Provin⸗
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