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ſchen im geſellſchaftlichen Zuſtande regulirt. Die
Vorſchriften des franzöſiſchen PrivatRechts finden
wir im Codex Nopoleon, im Geſetzbuch über
das Verfahren im buͤrgerlichen Prozeß
und im Handlungs Codex geſammeit.
Sobald das poſitive Geſetz ſchweigt, muͤſſen die Vor⸗ ſchriften des Naturrechts befolgt werben; iſt es dun⸗ kel, ſo wird es nach der natüͤrlichen Billigkeit ge⸗
deutet. L. 1. 6 1. D. de just. et jur. C1 1.M 5 4. inst. h. t.(I. 2.) Thibaut a. a. O. S. 9, 6 326 u. fſ. Locrs a g. O. chap. VIII, TX. XIII. XV.
¹) Zweite Eintheilung der Geſete, in Hinſicht auf ihren Gegenſtand, Voͤlker Recht, StaatsRecht, Privat⸗
Recht.
2) Die Vorſchriften des Naturtechts, welche nicht ins poſitive Recht aufgenommen worhen ſind, behalten ihre Kraft in
vallen Faͤllen, fur welche keine poſitive Vorſchtift beſteht, d. h. in welchen ſie durch keine poſitive WVorſchrift aufgehoben oder modifizirt worden ſind.
3) Wenn wir das Verhaͤltniß des Naturrechts und des poſiti⸗ ven Rechtes in jeder UnterAbtheilung unterſuchen, ſo finden
wir, daß das Voölkerrecht durchaus natutrochtlich, das
Stauts Recht durchaus poſitiv iſt. Zwar hat man behaup⸗ tet, die Staats Verträge, die Gefandſchaften. ſeien völker⸗ vechtliche Inſtitutionen des poſitiven Rechts; allein da die Polker ſelbſt unteteinander in keinem poſitiven Rechts Ver⸗ haͤltniß ſtehen, indem ſüt keinen Geſetzgeber und kein aͤuſſeres Forum anerkennen, ſo beruht die Kraft der Vertraͤge und die Sicherheit der Geſandtſchaften einzig auf dem öffentlichen Gläuben und dir Gaſtfreiheit, die dem Naturrecht ange⸗


