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Gesetzbuch Napoleons / nach dem officiellen Texte übersetzt von Daniels, Substituten des kaiserlichen General-Procurators bey dem Cassations-Hofe in Paris
Entstehung
Seite
28
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2s I. Buch. Il. Tit. Von den Urkunden des Civil⸗Standes.

behalt ſeines ihm etwa noch zuſtehenden Regreſſes gegen die Urheber beſagter Veraͤnderungen.

2. Jede Veraͤnderung, jede Verfaͤlſchung in den Urkun⸗ 3*

den des Civil⸗Standes, jede Einſchreibung dieſer Urkunden,

die auf ein fliegendes Blatt, und anderſt wohin als in die dazu beſtimmten Regiſter geſchehen iſt, gibt den Parteyen ein Recht auf Schadens⸗Erſatz, mit PVorbehalt der im pein⸗ lichen Geſetzbuche beſtimmten Strafen.

53. Der kaiſerliche Procurator bey dem Gerichte der erſten Inſtanz iſt verbunden, den Zuſtand der Regiſter zur Zeit, als ſie bey der Gerichts⸗Kanzelley deponirt werden, zu unterſuchen. Ueber dieſe Unterſuchung muß er einen ſumma⸗ riſchen Verbal⸗Prozeß aufſetzen, die Uebertretungen oder Ver⸗ gehen, die von den Beamten des Civil⸗Standes begangen worden ſind, denunciren, und auf die Verurtheilung zu den Geldbußen wider ſie antragen.*)

*

* Ne XX. Inſtructivn des Groß⸗Richters, Juſtitz⸗Miniſters, au die kaiſerl. Proeuratoren, vvm 22. Brüm. 14. J.(13. Nov⸗ 1805).

Mehrere von Ihnen haben mir folgende Fragen vorgelegt;

1) Db das Gericht erſter Inſtanz, welches vermöge des 5o. Art. des Geſetzbuches Napoleons uͤber die Uebertretungen des Geſetzes, deren ſich die Beamten des Civil⸗Standes ſchuldig machen, als Correctionnel⸗Gericht nach den durch den 2. Tit. des Geſetzbuches

über Verbrechen und Strafen vorgeſchrichenen Formen, oder bloß

als Civil⸗Gericht nach den Formen des Civil⸗Prozeſſes verfahren müſſe;

2) Ob dieſe Beamten, gegen welche nach dem 53. Art. des nehmlichen Geſetzbuches der kaiſerl. Procurator die Verurtheitung zu requiriren beauftragt iſt; unmirtelbaͤr bey dem Gerichte belangt werden können, oder ob zuvor die Klage gegen ſie von der höhern Obrigkeit erlaubt werden muͤſſe

Der Staats Rath hat uͤber dieſe zwey Fragen ein Eutachten segeben, welches vom Kaiſer den 4 Pluvios 12. J. genehmiget worden iſt.

Ueber die erſte Frage war er der Meinung, daß, da das Erkeuntnß über die Uedertretungen, welche von den Beamten des