1. Buch. II. Tit. Von den urkunden des Civil⸗Standes. 27
40. So oft es noͤthig ſeyn wird, am Rande einer ſchon eingetragenen Urkunde einer andern, die ſich auf den Civil⸗ Stand bezieht, zu erwähnen, ſoll dieſes auf Anſuchen der Intereſſ nten, von dem Beamten des Civil⸗Standes in den lanfenden oder in den im Archive der Gemeinde anfbewahr⸗ ten Regiſtern, und von dem Actuar bey dem Tribunal der erſten Juſtanz iu den bey der Gerichts⸗Kanzelley hinterleg⸗ ten Regiſtern geſchehen. Zu dem Ende ſoll der Beamte des Civil⸗Standes binnen drey Tagen den kaiſerlichen Procurator bey dem beſagten Gerichte davon benachrichtigen, und dieſer hat dafuͤr Sorge zu tragen, daß die Erwaͤhnung in beyden Regiſtern gleichlautend geſchehe.
§o. Jede Uebertretung der vorherigen Artikel von Seiten der darin benannten Beamten wird bey dem Gerichte der erſten Inſtanz eingeklagt, und mit einer Geldbuße beſtraft, die nicht uͤber hundert Francs betragen darf.
§1. Jeder Verwahrer der Regiſter iſt fuͤr die Veraͤnde⸗ rungen, die nachher darin gemacht werden moͤgen, ſo viel den Schadens⸗Erſatz betrifft, verantwortlich, jedoch mit Vor⸗
a. In den Städten von Fo000 Seelen und darüber, für jede Ausſertigung der Geburts“, Sterbe⸗ und Ver⸗ kündigungs Urkunden der Heirath. Fr. 50 C. Rebſidem fuͤr Stempel⸗Gebuͤhr und Friegs⸗ Lare 83
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Für die Ausfertigungen der Heiraths⸗, Adoptions⸗ und Eheſcheidungs⸗Urkunden. S Nebſidem für Stempel⸗Gebühr und RriegoEuy⸗ 83
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3.(Dieſer Artikel beſtimmt die Taxen für Paris.)
4. Es iſt unter der auf die Erpreſſung(Concuſſion) geſetzten Strafe verbothen, andere Taxen und Gebühren zu fordern.
Fuͤr die Verfertigung gedachter urkunden und die Eintragung derſelben in die Regiſter iſt nichts zu entrichten.
5. Gegenwaͤrtiges Deeret ſoll beſtändig mit großer Schrift in allen Büreaux und Orten, wo Erklaͤrungen über den Civil Stand gemacht werden, ſo wie in allen Verwahrungsorten der Rebiſter angeheſtet ſeyn⸗


