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Gesetzbuch Napoleons / nach dem officiellen Texte übersetzt von Daniels, Substituten des kaiserlichen General-Procurators bey dem Cassations-Hofe in Paris
Entstehung
Seite
16
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16 1. Buch. 1 Lit. Von dem Genuſſe und dem Verluſte der Civil⸗Rechte⸗

26. Die Verurtheilungen auf angehoͤrte Vertheidigung des Angeklagten(contradictoriſche Verurtheilungen) ziehen den buͤrgerlichen Tod nur von dem Tage an nach ſich, da ſie wirklich oder im Bildniß vollſtreckt worden ſind.

Contumacial⸗Verurtheilungen(wider nicht erſchie⸗ nene Angeklagte) ziehen den buͤrgerlichen Tod erſt nach den fuͤnf Jahren nach ſich, die auf die Vollſtreckung des Urtheils im Bildniß folgen. In der Zwiſchenzeit kann der Verurtheilte

ſich ſtellen. 28. Nicht erſchienene Angeklagte, die verurtheilt worden

ſind,(in contumaciam Verurtheilte) bleiben waͤhrend der fuͤnf Jahre, oder bis ſie in dieſer Zwiſchenzeit ſich ſtellen, oder in Verhaft genommen werden, von der Ausuͤbung der Civil⸗

Rechte ausgeſchloſſen. Ihre Guͤter werden auf eben die Art verwaltet, und ihre

Rechte ausgeuͤbt, wie dieß bey Abweſenden geſchieht.*)

*) Ne XI. Gutachten des Staats⸗Raths, welches die Wirkun⸗ gen des as. Art. des Geſetzbuches Napoleons in Anſehung der vor oder ſeit der Verkündigung des Geſetzbuches erlaſſenen Contumacial⸗ Verurtheilungen, in Betreff der Verwaltung der Guͤter der Ver⸗ urtheilten, beſtimmt; vom 19. Auguſt 1309, genehmigt vom Kaiſer im kaiſerl. Lager zu Schönbrunn, deu 20. September 1209.

Der Staats⸗Rath, nach Einſicht des vom Groß⸗Richter, Juſtitz⸗Miniſter: gemachten Berichtes und der Bemerkungen des Finanz⸗Miniſters über die Schwierigkeiten, welche ſeit der Bekannt⸗ machung des Geſetzbuches Napoleons in Betreff der Verwaltungs⸗ weiſe der nicht erſchienenen und verurtheilten Angeklagten zugehö⸗ rigen Guͤter, ſich ergeben haben; nach Anhoͤrung der Seetionen der Geſetzgebung und der Finanzen uͤber die vorgelegten Fragen; nehmlich 1) ob der Art. 23 des Geſetzbuches Napoleons bloß über diejenigen nicht erſchienenen Angeklagten verfuͤgt, über welche erſt ein urtheil geſprochen werden ſoll, oder ob er uͤber jene nicht erſchienene Angeklagte Verfügungen getroſfen hat, uͤber die vor der Verkundigung des Geſetzes vom a7. Ventos 11. J. ein Urtheil ergangen iſt; 2) ob den Domainen oder den muthmaßlichen Erben die Verwaltung der Guͤter, wovon der vorerwaͤhnte Art. 23 Mel⸗ dung thut, gebührt, und von welchem Zeitpunete an dieſe Erben ſie verlangen können, iſt der Meinung, daß man zu Folge des z. Art. des Präaͤliminar⸗Titels des Geſetzbuches Rapoleons, welcher

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