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Gesetzbuch Napoleons / nach dem officiellen Texte übersetzt von Daniels, Substituten des kaiserlichen General-Procurators bey dem Cassations-Hofe in Paris
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I. Buch. I. Tit Von dem Senuſſe und dem Verluſte der Civil⸗Rechte. 17

29. Wenn derjenige, der in contumaciam verurtheilt worden, ſich binnen fuͤnf Jahren von dem Tage der Voll⸗ ſtreckung des Urtheils zu rechnen freywillig ſtellt, oder in dieſer wiſchenzeit ergriffen und in Verhaft genommen wird, ſo iſt das Urtheil hiedurch von Rechts wegen vernichtet; der Angeklagte wird in den Beſitz ſeiner Gäter wieder eingeſetzt und aufs neue gerichtet, und wenn er durch dieſen neuen Gerichtsſpruch zu derſelben, oder auch zu einer andern Strafe, die gleichſalls den buͤrgerlichen Tod nach ſich zieht, verur⸗

ſagt, das Geſetz verfügt nur für die Zukunft, und hat keine zurückwirkende Kraft, ſich nach der Verfügung desje⸗ nigen Geſetzes richten muß, unter deſſen Herrſchaft die Verur⸗ theilung ausgeſprochen worden iſt;

Daß man in Anſehung der nicht erſchienenen Angeklagten, öber die vor Verkuͤndigung des Geſetzbuches Napoleons das Urtheil ge⸗ ſprochen worden iſt, die Verfügungen des Geſetzes vom 16. Sept.

179r oder jene des Straß⸗Geſetzbuches vom z. Brümaire. Je befolgen muß;

Daß, was die nach der Veykündigung des Geſetzbuches Nape⸗ lesns geſchehenen Anklagen und Verurtheilungen, die den bürger⸗ lichen Tod nach ſich ziehen, betrifft, da der Art. as verordnet, daß die Güter ſo, wie jene der Abweſenden, verwaltet werden ſolten, und da nach dem Art. 120 die vermuthlichen Erben der Abweſenden befugt ſind, ſich unter der Bedingung Buͤrgſchaft zu leiſten, in den proviſoriſchen Beſitz des Vermoͤgens einſetzen zu laſſen, hier aus hervorgeht, daß die Domainen⸗Berwaltung gehalten iſt, alle noth⸗ wendigen Schritte und Handlungen vorzunehmen, um das Vermögen und die Rechte des nicht erſchienenen Ingeklagten zu ſequeſtriren, und daß ſie ſolche, bis zur Einweiſung der Eyben in den Beſitz, zum Vortheile des Staats verwalten muß;

Daß endlich ſowohl vor als nach der Verkuͤndizung des Geſetz⸗ buches Napoleons die Anſprüche der rechtmäßigen Glaͤubiger geltend gemacht werden können, wenn ſie von den Gerichten anerkannt worden ſind, und daß den Noth leidenden Weibern und Kindern, Vätern und Muͤttern eine Unterſtützung von der Verwaltung zuge⸗ ſtanden werden kann;

Daß gegenwärtiges Gutachten in das Geſetz Bülletin eingeruͤckt werden muß.

6. N. IV. Auft.