I. Buch l. Tit Von dem Genuſſe und dem Verluſte der Civil⸗Rechte. 11
hofe des letzten Wehnitzes des Beſchuldigten conſtatirt werden, daß er, da er ſich im Auslande ohne unſere Erlaubniß hat natu⸗ raliſtren laſſen, ſeine burgerlichen Rechte in Frankreich verloren hat; und dieſem zu Folge ſoll die ihm angekallene Erbſchaft demje⸗ nigen, den es angrhen mag zug ſprochen werden.
s. Diejenigen, deren ohne unſere Erlaubniß im Auslande erfolgte Naturatiſrung auf die im vorhergehenden Artikel beſtimmte Weiſe eouſtatirt worden iſt verlieren die durch den Senats⸗Schluß vom 14. Ruguſt 1506 eingeführten Titel, ſie mögen ſolche unmit⸗ telbar oder durch Pererbung erhalten haben.
9. Dieſe Ti el und die damit verbundenen Guͤter fallen jenem an, der Franzoſe gebſieben und nach dem Geſetze hiezu berufen iſt; der Frau bleiben gleichwohl ihre Anſprüche vorbehalten, die nach den Regeln beurtheilt Fh die im Falle des Abſterbens ihres Mannes eintreten.
10. Haben die von denen im s. Art. die Rede iſt, einen von unſern Hiden erhahen; ſo werden ſie auf den Regi⸗ ſtern und Verzeichniſſen ausgeſtrichen, und es ſoll ihnen verbothen werden, das Ordenzeichen zu ragen.
11. Jene, die im Auslande naturaliſirt ſind, und gegen welche auf die uu den Art. s und 7 angezeigte Weiſe verfahren worden iſt,„Herden, wenn ſte auf dem Gebiethe des Reichs angetroffen werden, tür das erſte Mahl verhaftet und über die Grenzen grführt: im ieeetetnuale werden ſie vor unſere Gerichtshoſe ge. o⸗ gen und zur Hefäugnißſtrafe verurtheilt, welche nicht weuiger als ein Jahr und uicht laͤnger ats zehn Jahre dauern darf.
12. Sie können bloß durch Wiederherſtelungs⸗Briefe(lettres reliet), welche wir, wie die Begandigungs⸗Briefe in einem geheimen Rathe ertheilen, wieder in den vorigen Stand eingeſetzt und von den oben verhaͤngten Strafen befreyt werden.
13. Jeder im Auslande ohne unſere Erlaubniß Naturaliſirter, der die Waffen gegen Frankreich trägt, wird nach den Verfügungen des 75. Art. des Straf⸗Geſetzbuchs beſtraft.
Titel. Von den im Auslande ſchon naturaliſirten Indi⸗ viduen.
14. Die Individuen, welche zur Zeit der Verkuͤndigung des gegenwärtigen Decrets im Auslande naturaliſirt ſind, können binnen einem Jahre, wenn ſie auf dem feſen Lande Europens, vinnen drey Jahren, wenn ſie außer dieſem feſten Laude ſich beſinden, binnen fünf Jahren, m„ön ſie uͤber das Vorgebürge der guten Hoff⸗ nung und Oſtindien hinan? ſich befinden, unſere Erlaubniß in den


