10 1. Buch. 1. Tit. Von dem Genuſſe und dem Verluſte der Civil⸗Rechte.
Aus dieſen Gruͤnden haben wir deecretirt und befohlen, drere⸗ tiren und befehlen wir foigendes:
1. Titel. Von den im Auslande mit unſerer Frlaubniß natu⸗ raliſirten Franzoſen.
Art. 1. Dhue unſere Erlaubniß kann kein Franzoſe im Aus⸗ lande naturaliſirt werden.
2. Unſere Erlaubniß wird in offenen Briefen ertheilt, die unſer Groß⸗Richter abfaſſet, die von uns eigenhändig unterzeichnet, von unſerm Miniſter, Staats⸗Seeretar, eontraſignitt, von unſerm Vetter, dem Fuͤrſten Erzkanzler, viſirt, in das Geſetz⸗Bülletin ein⸗ gerückt, und bey dem kaiſerl. Getichtshofe des letzten Wohnortes deszenigen, den ſie betreffen, in ein Regiſter eingetragen werden.
z. Die auf dieſe Weiſe im Auslande naturaliſirten Franzoſen genießen des Rechts, Eigenthum zu beſitzen, und auf andere zu übertragen, ſo wie auch zu erben, wenn gleich die Umerthanen des Landes, wo ſie naturaliſirt ſind, dieſer Rechte in Frankreich nicht genießen.
4. Die Kinder eines im Auslande naturaliſirten Franzoſen, wenn ſie in dieſem Lande geboren werden, ſind Fremde.— Sie koͤnnen die rechtliche Eigenſchaft eines Franzoſen erhalten, wenn ſte die durch die Art. 9 und 10 des Geſetzbuchs Napoleons vorge⸗ ſchriebenen Förmlichkeiten erfüllen.— Deſſen ungeachtet ſind ſie erbfähig, und üben alle Rechte aus, die ihnen während ihrer Minderjährigkeit, und binnen zehn Jahren, nachdem ſie vollzaͤhrig geworden ſind, anfallen mögen.
5. Die im Auslande naturaliſirten Franzoſen, wenn die Natu⸗ raliſirung ſelbſt mit unſerer Erlaubniß geſchehen waͤre, dürfen nie die Waffen gegen Frankreich tragen, unter Strafe, vor unſere Gerichtshoͤfe gezogen und zu den in dem Art. 75 und den folgen⸗ den des lII. Buches des Straf⸗Geſetzbuches verhäugten Strafen verurtheilt zu werden.
II. Titel. Von den im Auslande ohne unſere Erlaubniß natu⸗ raliſirten Franzoſen.
b. Jeder im Auslande ohne unſere Erlaubniß naturaliſirte Franzoſe verliert ſein Vermoͤgen, das confiseirt wird; er hat nicht mehr das Recht zu erben, und alle Erbſchaften, die ihm anfallen, gehen auf den über, welcher nach ihm zu denſelben berufen iſt; unter der Bedingung jeboch, daß dieſer im Reiche wohnt.
7. Auf Betreiben unſeres Genecral⸗Proeurators oder auf An⸗ ſuchen der dadey intereſſirten Civil⸗Partey ſoll bey dem Gerichts⸗
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