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Gesetzbuch Napoleons / nach dem officiellen Texte übersetzt von Daniels, Substituten des kaiserlichen General-Procurators bey dem Cassations-Hofe in Paris
Entstehung
Seite
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I. Buch. 1. Tit. Von dem Genuſſe und dem Perluſte der Civil⸗Rechte. 7

10. Jedes Kind, das in einem fremden Lande von einem Franzoſen geboren wird, iſt Franzoſe.

Jedes Kind, das in einem fremden Lande von einem Franzoſen geboren iſt, der die rechtliche Eigenſchaft eines Franzoſen verloren hat, kann allezeit durch Erſuͤllung der im 9. Art. vorgeſchriebenen Bedingungen dieſe Eigenſchaft wieder erlangen.

1I. Der Fremde genießt in Frankreich eben der Civil⸗ Rechte, welche die Nation, zu welcher er gehoͤrt, den Franu⸗ zoſen durch Vertrage eingeräumt hat, oder einraͤumen wird⸗

12. Die Fremde, die ſich mit einem Franzoſen verhei⸗ rathet hat, ſolgt dem rechtlichen Zuſtande ihres Mannes.

13. Der Fremde, dem der Kaiſer erlaubt hat, ſeinen Wohnſitz in Frankreich aufzuſchlagen, genießt, ſo lange er daſelbſt wohnen bleibt, aller Civil⸗Rechie.*)

14. Der Fremde, wenn er auch in Frankreich nicht reſi⸗

dirt,(ſich nicht aufhaͤlt,) kann vor die franzoſiſchen Gerichte

Präfecten geſchickt, welcher ſie mit ſeinem Gutachten an unſern Groß Richter, Juſtitz⸗Miniſter ſendet.

z. unſer Groß⸗Richter, Juſtitz⸗Miniſter; iſt mit der Vollziehung unſeres gegenwärtigen Deerets beauftragt.

*) No vh. Gutachten des Staats⸗Raths vom 13. Prairial 11. J.(7. Junius 1803) genehmiget den zoſten(9. Junius).

Der Staats⸗Rath über die Frage ob der Fremde; welcher z. Folge der Conſtitutions⸗Urkunde vom 22. Frimaire s. J. franzoͤ⸗ ſiſcher Staatsbürger werden will, der Verfügung des 13 Art. des Geſetzbuches Napoleons unterworfen ſey, welcher dem Fremden den Genuß der Civil⸗Rechte in Frankreich, ſo lange er da wohnen bleibt, nur dann bewilliget, wenn der Kaiſer ihn ermächtigt hat, da feinen Wohnſitz aufzuſchlagen, iſt der Meinung, daß ein Fremder, der ſich in Frankreich niederlaſſen will, in allen Fällen verbunden iſt, die Erlaubniß der Kaiſers nachzuſuchen, und daß, da dieſe Erlaubniß, nach den Umſtänden, Modifieationen, Beſchraͤnkungen oder ſelbſt dem Widerrufe unterworfen ſeyn kann, es nicht thunlich iſt, durch allgemeine Regeln oder Formen etwas in dieſer Hinſicht zu beſtimmen.