6 1. Buch. 1. Tit. Von dem Genuſſe und dem Verluſte der Civil⸗Rechte.
g. Jeder Franzoſe ſoll der Civil⸗Rechte genießen.
9. Wer in Frankreich von einem Fremden geboren iſt, iſt berechtigt, in dem Jahre, welches auf den Zeitpunct ſeiner Volljaͤhrigkeit folgt, die rechtllche Eigenſchaft eines Franzoſen in Anſpruch zu nehmen; nur muß er alsdann, wenn er in Frankreich ſich aufhaͤlt, erklaͤren, daß er daſelbſt ſeinen Wohnſitz aufzuſchlagen gedenke, und wenn rr in einem fremden Lande ſich aufhält, das Verſprechen von ſich geben, daß er ſeinen Wohnſitz in Frankreich aufſchlagen will, und in einem Jahre nach gemachtem Verſprechen ſich wirklich dort niederlaſſen.*)
No V. Senatus⸗Conſultum vom 19 Februar r808.
Art. 1. Die Fremden welche dem Staate wichtige Dienſte lei⸗ ſten werden, oder geleiſtet haben, oder Talente Erfindungen oder eine nützliche Induſtrie in ſeine Mitte bringen; oder große Etabliſ⸗ ſemente errichten, koͤnnen zum Genuſſe des ſranzöſiſchen Staats⸗ bürger⸗Rechtes zugelaſſen werden, wenn ſie ihren Wohnſitz ein Jahr lang in Frankreich gehabt haben.
z. Dieſes Recht wird ihnen durch ein beſonderes Decret ertheilt, welches auf den Bericht eines Miniſters nach Anhoͤrung des Staats⸗ Rathes erlaſſen wird.
z. Wer dieſes Recht erhaͤlt, dem wird eine Ausſertigung dieſes Decrets, viſirt von dem Groß⸗Richter, Juſtitz⸗Miniſter, ertheilt.
z. Mit dieſer Ausfertigung verſchen, hat ſich der Impettrant vor die Munieipalität ſeines Wohnnhes zu ſellen, um daſelbſt den Eid des Gehorſams den Conſtitutionen des Reichs und der Treue dem Kaiſer zu ſchwören. Ueber dieſe Lidesteiſtung ſoll Regiſter geführt und ein Protokoll aufgenommen werden.
*) Me. vI. Kaiſerl. Deeret, welches in Hinſicht der Natura⸗ liſtrung(Einbürgerung) der Fremden Foͤrmlichkeiten vorſchreibt; im Pallaſte der Tuilerien; den 17. Maͤri 1809.
Art. 1. Wenn ein Fremder die Verfügungen der Reichs⸗Conſii⸗ tutions⸗Urkunde vom 22. Frimaire 3. J befolgt und die Bedin⸗ gungen erfüllt hat, welche vorgeſchrieben ſind, um franzöſiſcher Bürger zu werden, ſo wird ſeine Naturaliſtrung von uns ausge⸗ ſprochen.
2. Das Naturaliſtrungs⸗Geſuch und die Belege dazu werden von dem Maire des Ortes, wo der Biitſteller wohut, au den


