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Napoleons Gesetzbuch : einzig officielle Ausgabe für das Großherzogthum Berg
Entstehung
Seite
460
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460 Anhang.

1) Den in den Art. 2101 und 2102 des Geſetzbuches Napoleons mit einem Vorzugsrecht verſehenen Forderun⸗ gen

2) Den Koſten der perſoͤnlichen Vertheidigung des Ver⸗ urtheilten, welche, im Falle eines Widerſpruchs von der Domaͤnen erwaltung, nach der Natur der Sache von dem Gerichtshofe welcher die Verurtheilung erkannt hat, feſige⸗ ſetzt werden ſollen.

Art. 93. Das Vorzugsrecht des oͤffentlichen Schatzes auf die unbeweglichen Guͤter der Verurtheilten ſoll nur un⸗ ter der Bedingung der binnen zwey Monaten nach dem Tage der Verurtheilung zu verfuͤgenden Eintragung gegen die Verurtheilten Statt haben; nach welcher Friſt die Rechte des oſſentlichen Schatzes nur in Gemaͤßheit des Artikels 2113 des Geſetzbuches Napoleons ausgeuͤbt werden kon⸗ nen.

Art. 94. Das in dem vorſtehenden Art. 93 bemeldte Vorzugsrecht ſoll folgenden privilegirten Forderungen nachſtehen:

1) Den in dem Art. 2101 des Geſetzbuches Napoleons erwaͤhnten privilegirten Forderungen;

2) Den im Art. 2103 erwaͤhnten privilegirten Forde⸗ rungen, vorausgeſetzt, daß die zu deren Erhaltung vorge⸗ ſchriebenen Bedingungen erfullet worden;

3) Den Hypotheken, wenn die Forderungen vor dem Vorzugsrechte des oͤffentlichen Schatzes in das Hypotheken⸗ buch eingetragen ſind, und ſich auf uUrkunden gruͤnden, die ein glaubwuͤrdiges und fruͤheres Datum als die Verhafts⸗ befehle oder Verurtheilungen haben;

4) Den Koſten der perſoͤnlichen Vertheidigung des Ver⸗ urtheilten, mit Vorbehalt der in dem vorſtehenden Art. 92 bemeldten Feſtſetzung.

Art. 95. Das Vorzugsrecht und die Hypothek, welche die Artikel 2098 und 2121 des Geſetzbuches Napoleons fuͤr den oͤffentlichen Schatz auf die beweglichen und unbe⸗ weglichen Guͤter eines mit dem Empfange oder der Ansga⸗