Teil eines Werkes 
Band 2
Seite
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der des

t der ſo⸗ m ſoeben nicht nur ſtver⸗ wei Par⸗ uns. Die in deſer lein ſne rube befin⸗ nicht in miß, ſon⸗ Amehr in der Thal⸗ des Dor⸗ welchem Heimath Lllerdings hier ſein l theurer als der der Wald⸗ allein er c, daß er n Selbſt⸗ einer Kol⸗ mehr er⸗ ſein Ko o. 1, und ich daher ſer Mehr⸗ richt. Ha lich einen nVorrath lenerreugt er in das Lunin Thätigkeit 4 die Pe

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Feierſtunden. 1865.

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ungewöhnlich lange Tagesreiſen zurückzulegen, um ja recht bald die Stadt zu erreichen, in welcher er ſeine Kohlen ab⸗ zuſetzen ſich vorgenommen hat. Kein Wunder alſo, wenn der muntere Braune(eigenthümlicherweiſe ſind nämlich die meiſten Kohlenbauernpferde von ſchwarzbrauner Farbe und Schimmel ſieht man vollends gar keine unter ihnen) ab⸗ ſonderlich gut gefüttert, und nicht wie ein Thier, ſondern eher wie ein menſchlicher Freund behandelt wird! Natürlich ſetzt ſich der Kohlenbauer, ſo lange ſein Roß eine Laſt zu ziehen hat, nie auf den Wagen, ſondern geht immer nebenher und hilft dem Thiere, je nachdem es der Weg nöthig macht, ſchieben oder anhalten. So arbei⸗

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tet alſo der Inhaber des Wagens beſtändig mit, und es fällt ihm nie ein, wenn auch die Tagesreiſe noch ſo lange dauert, unterwegs(natürlich die kurze Raſt in der Nacht⸗ herberge ausgenommen) ein Auge zu ſchließen; ſind aber die Kohlen verkauft und befindet er ſich auf der Rückfahrt, ſo legt er ſich auf einige ausgebreitete Strohbündel in die Mitte ſeines Korbwagens und ſchläft ſowohl bei Tag als bei Nacht, es rein dem Inſtinkte ſeines Thieres überlaſſend, den richtigen Heimweg zu finden. Merkwürdigerweiſe iſt das Roß auch beinahe immer ſo klug, daß es nie von der Straße abweicht, und wenn ihm ein anderes Gefährt be⸗ gegnet, demſelben immer den nöthigen Platz macht.

Wenn die Kohlenbauern zum Handel ausziehen, ſo machen ſie es meiſt mit ein paar Nachbarn ab, daß ſie zu⸗ ſammen reiſen wollen. Daher trifft man es oft, daß man ganzen Reihen ſolcher Kohlenfuhrwerke begegnet, was be⸗ ſonders bei Nacht einen ganz ſonderbaren Eindruck macht. Begegnet man ihnen bei Tag, ſo darf man ſicher ſein, freundlich von ihnen gegrüßt zu werden, denn der Kohlen⸗ bauer zeigt ſich als einen ganz anderen und viel muntere⸗ ren Menſchen, als der oben geſchilderte Gaisführer. Iſt er doch darauf angewieſen, alle Jahre verſchiedene Wochen lang mit anderen Leuten umzugehen! Sieht er doch Städte und Dörfer mit anderen Sitten und Gewohnheiten, als man im Gebirge drin kennt! Muß er doch das Geld un⸗ terſcheiden lernen und die verſchiedenen Geldſorten! Muß

er doch den Handel verſtehen und das Anpreiſen ſeiner

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Waaren! Hiedurch natürlich verändert ſich ſein Benehmen, er ſchleift ſich ab und kehrt nach jeder Handlungstour leut⸗ ſeliger und civiliſirter nach Hauſe. Auch hat, wie man ſich denken kann, dieſe ſeine eigene Kultivirung ebenfalls auf ſeine Familie und auf die Art und Weiſe, wie er mit ihr das Jahr über lebt, Einfluß. Er hat Vieles geſehen und ahmt Vieles nach. Seine Hauseinrichtung wird von Jahr zu Jahr behäbiger, beſonders wenn die Geldkatze, welche er um den Leib geſchnallt trägt, ſich immer mehr füllt, und er gewöhnt ſich an Bedürfniſſe, die er vorher nicht kannte. Mit beſonderer Sorgfalt betreibt er die Er⸗ ziehung ſeiner Kinder, von denen er verlangt, daß ſie nicht blos leſen und ſchreiben, ſondern auch rechnen lernen, und mit der Zeit kommt es ſogar ſo weit, daß ihn die übrigen Dorfbewohner, weil er immer Neuigkeiten nach Hauſe

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