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Feierſtunden. 1865.
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Man ſieht, die Obliegenheiten der Marſchälle waren umfangreich und complicirt genug. Der Schluß der In⸗ ſtrukiion bevollmächtigte ſie,„was nun in dieſen Artikeln nicht begriffen oder ausdrucklich verordnet, das wollen S. Ch. Gn. dem Hoff und Hausmarſchalch nach iren beſten Verſtande hiermit vertrauet habenn oder megen ſich hier⸗ über bei S. Ch. Gn. oder ſoviel die Haußhaltunge in den Hoff Embtern anlanget, bei Sr. Ch. Gn. Gemahele er⸗ holenn.“
Wenn wir bedenken, wie reichlich das Tagesdeputat an Bier und Wein für das allerley volk an der Marſchalls⸗ tafel berechnet war, wennn wir weiter ſehen, mit welchem Nachdruck der Kurfürſt die Aktion ſeinen Beamten gegen unhofflich Balgen, wüſt Geſchrei und Werfen, und gegen andere ſtraffliche Unthat ſeiner Hofjunker in das Feld ruft, ſo kann es kaum etwas Befremdendes für uns haben, wenn wir hören, daß es unter der Dresdener Hofdienerſchaft jener Zeit nicht ohne Schäden, Beulen und Wunden ab⸗ ging, und daß es deßhalb gerade nicht zu den geringſten Sorgen Seiner Gnaden gehörte, tüchtige Aerzte in ſeine Dienſte zu ziehen. Zwar verſtand ſich die Kurfürſtin Anna trefflich auf Chirurgie und„mediciniſche Arcana“, aber die Behandlung aller preßhaften und ſchadhaften Hofdiener ging denn doch über ihre Kräfte. Wir finden daher eine ganze Reihe von Leibärzten, die nach und nach in des Kurfürſten Dienſt ſtanden, u. A. auch einen Dr. Paul Luther, einen Sohn des Reformators. Dieſem,„ſeinem Leibarzt und lieben getreuen Hrn. Paul Luthern, der Arzney Doktorn und weiland ſeines lieben Vaters des Herrn Doktor Mar⸗ tini Luthers ſeliger gedechtniß willen, auch der getreuen Dienſte willen, ſo er Doctor Paul Luther etzliche jahr hero zu gnedigſten guten gefallen geleiſtet und fürder thun kann, ſoll und will,“ verlieh der Kurfürſt die Anwartſchaft auf das einträgliche Kloſtergut Sornzig. Die„Begnadigung“ war eine ganz außerordentliche, denn die Stelle eines Leib⸗ arztes in Dresden war bei dem haushälteriſchen Sinne des Kurfürſten nichts weniger als eine Sinecure. Aus einer Vocation, welche für Franz Müller,„Unſern beſtelleten und angenohmen wund⸗Arzt,“ ausgeſtellt wurde, erſehen wir, wie karg und knapp deſſen Gehalt zugemeſſen war. Nach⸗ dem nämlich die Vocation ſehr detaillirt alle Funktionen und Dienſte aufgeführt, welche der Berufene zu leiſten ver⸗ pflichtet ſei, bis herunter auf das wöchentliche Abwaſchen der Pagen an jedem Sonntage, heißt es ſchließlich:„dar⸗ gegen wollen Wir ihm umb ſolche ſeine Mühe und Dienſte jerlich 100 fl. Münz, 2 lundiſche Kleider(von Leydener Tuch) und freie Herberge geben und verſchaffen, deßgleichen wenn er mit Uns oder ſonſt zu unſern ſachen und bevel⸗ chen reiſen ſol, Pferde zu reiten verordnen.“ Es gereichte der mediciniſchen Fakultät zu abſonderlicher Kränkung, daß ihre Mitglieder in der Schätzung des Kurfürſten Auguſt um ſo Vieles niedriger ſtanden, als die Doctores juris, und gar mancher hitziger Streit entbrannte aus dieſer Ur⸗ ſache zwiſchen den beiden Schweſterfakultäten in Leipzig. Denn während der Kurfürſt ſeinem Leibchirurgen nur jenes ſpärlichen Gehalt bewilligte, erwies er ſich ungleich frei⸗ giebiger gegen die Jünger der Themis. So wurde dem Dr. Ulrich Mordeiſen, dem Ordinarius der Leipziger Ju⸗ riſtenfakultät, bei ſeiner Berufung unterem 24. Juli 1554 an Emolumenten zugebilligt„500 Gulden müntz jerlich Dienſtgehalt, 100 fl. Koſtgeld, er ſpeiſe zu Hoffe oder nicht, deßgleichen auf 3 Pferde gewenliche Beſoldung als nemlich auf jedes Pferd 1 monat 14 fl., ferner jerlich ein Fuder
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60 Scheffel Korn, 50 Klaftern Holz, die ihme auf die Ampts⸗ oder Schloßfur für ſeine Behauſung ſollen gerücket werden, 2 Centner Hecht, 3 Ceutner Karpfen, 2 gemeſt ſchwein, 1 gemeſter Ochſe und 3 Fäſſel eingeſaltzen ſchwei⸗ nen Wildpret.“ Dieſe lang gehegte Eiferſucht unter den Söhnen Aesculaps und den Themisjüngern am Dresdener Hofe ſollte zu vollem Ausbruch kommen, als im Jahre 1583 Kurfürſt Auguſt nach einer längeren Krankheit eine Badereiſe zu unternehmen gedachte.
Man hat nach altem Sprüchwort die Qual, weil die Wahl, wenn man heute eine Badereiſe machen will. Kaum weicht der Schnee, kaum kleidet ſich die Erde in neues Grün, und ſchon laufen zu Dutzenden unter Kreuzband die Pro⸗ ſpekte und Reklamen der verſchiedenen Bäder bei den Aerz⸗ ten ein, in welche ſie ihre Patienten ſchicken ſollen. Keine Zeitung kann man in der Zeit zur Hand nehmen, ohne ganze Spalten mit beredten Empfehlungen von Bädern in aller Herren Ländern, welche alle möglichen und denkbaren Vorzüge und noch einige andere in ſich vereinigen, angefüllt zu finden. Ja, wohin gehen wir, für welchen Ort ſollen wir uns entſcheiden? Das war anders in der guten alten Zeit, von der unſer Artikel handelt! Freilich auch in den früheren Jahrhunderten hatten die Badereiſenden die Qual, aber nicht weil ihnen die Wahl aus der maſſigen Ueber⸗ fülle der einladenden Orte ſchwer fiel; damals fiel die Wahl ſchwer, weil der auszuwählenden Orte ſo wenige waren. Wie ſcherzhaft und kaum glaublich klingt es, und doch wie bezeichnend und charakteriſtiſch für die Kulturverhältniſſe einer abgelaufenen Periode, mit welcher wir uns in dieſer Skizze beſchäftigt haben, iſt es, wenn wir von der förm⸗ lichen Revolution leſen, welche am Dresdener Hofe ent⸗ ſtand, als der Kurfürſt Auguſt den Vorſatz einer Badereiſe ausführen wollte.
Gedrückt von der Laſt der Jahre, auch wohl, weil Seine Liebden es liebten,„die faſtnachtfreude in froligkeit umb mehreren kurtzweil willen volebringen zu helffen,“ war der Kurfüͤrſt um die angegebene Zeit nicht unbedenklich er⸗ krankt. Nach dem Gutachten der Leibärzte ſollte S. Ch. Gnaden einen Heilquell gebrauchen. Kaum aber war das Gutachten abgegeben, als die Autorität der juriſtiſchen Fa⸗ kultät der Autorität der mediciniſchen Fakultät heftig ent⸗ gegentrat. Die kurfürſtlichen Räthe und Rechtsgelehrten ſchüttelten ob der Entſcheidung der Leibchirurgen ſehr ener⸗ giſch den Kovf. Wie? Churfürſtliche Gnaden,„ſonſt des waſſertrinkens nicht gewöhnt,“ ſollte Waſſer trinken? Die getreuen Doktoren beider Rechte bezweifelten,„ob bei des gnedigſten Herrn preßhafter leibesſchwachheit die rayſe räth⸗ lichen geweſt;“ ſie wünſchten vor allen Dingen und zunächſt genaue Auskunft darüber,„ob auch Leute in des Churfür⸗ ſten Alter ſolchen Brunnen zumal nüchtern gebraucht und die ſonſt waſſertrinkens nicht gewöhnt, auch ob man zuvor die Leute nach Nottdurft und genugſam purgiren und rei⸗ nigen müſſe von allerhand überflußigen Feuchtigkeiten, ſo in ihren Leibern hin und wieder ſtecken möchten.“ Um den Getreuen zu genügen, ſchrieb der Kurfürſt im April 1583 an die beiden Landgrafen Wilhelm von Heſſen⸗Caſſel und Philipp von Heſſen⸗Rheinfels, welche ungefähr in gleichem Alter mit dem Kurfürſten von Sachſen im Vorjahre einen Sauerbrunnen gebraucht haben ſollen. Sechs bis ſieben Wochen verſtrichen, ehe die Antwort der befreundeten Für⸗ ſten in Dresden„communicirt“ wurde. Die erbetene Aus⸗ kunft lautete befriedigend. Nun aber entſtand eine neue größere Schwierigkeit, an welchem Orte nämlich im heili⸗
guter Kotzber—. 2 maltz zu zweyen gebreuden Bier,
Feierſtunden
gen römiſchen Reich„ein bequem Loſament, wo die gelegen⸗ 70
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