Teil eines Werkes 
Band 2
Seite
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mit zu folgen. ſein ſchvarzes von dem wilden en der Strand⸗ Alte ſic gerude te. Mt ſeiner die öden Sand⸗ rend das Kind, nehen uns zu m Bett, und ate Wärterin.

Nord⸗Caroling,

der Spitze des

natürlich nicht ntte ihr wenig⸗ den doppelten nerz, zu hören,

ihr Gatte muth⸗

ich von jenen nſchen ermordet

nſei; denn der

nach

mit meinem Hirſchfänger aus dem Leuchtthurme vertreiben

ung richt zwei⸗ daß der Eine

zurückſtoßen Capitän Fair⸗ eſen. end die junge ve den erlittenen iſt beweinte, wo⸗ ſie das Kind voll umſchlang, uncttete ſie, es gverlieren, be⸗ ich die röthigen reitun

Feierſtunden. 1864. 561 -:-4üüüüyyyᷣ 1 geſchnallt, und den anderen im Boote verborgen. Wir zurückkehrte. Wir waren beide, Juba und ich, keine ſehr

waren gerade im Begriffe abzuſtoßen, als mir meine Skiz⸗ zen und Zeichnungen einfielen, die ſich noch im Leuchtthurme befanden, und die ich nicht gerne im Stiche laſſen wollte. Ich lief deßhalb zurück, nahm die Mappe unter den Arm, und hatte bereits wieder den Ausgang erreicht, als mir eine hohe Geſtalt entgegen trat, Japhet Brown!

Sein Geſicht war vom Trunke roth und aufgedunſen, und ſeine ſtechenden Augen ſenkten ſich unwillkürlich, als ſie den meinigen begegneten.

Wohin, Fremder? Ihr ſcheint verteufelte Eile zu haben, brummte er, mir die Hand entgegen ſtreckend. Ich reiſe ab, und habe keine Zeit zur Unterhaltung, antwortete ich kurz.

Verwünſchter, aufgeblaſener, britiſcher Hund! ſchrie er fluchend.Wer ſeid Ihr, daß Ihr es wagt, die Hand eines ehrlichen Mannes zu verſchmähen?

Eines Mörders Hand, wollet Ihr ſagen? entgeg⸗ nete ich empört, aber bereute die Worte, ſobald ſie ge⸗

ſprochen waren.

Japhet wurde leichenblaß vor Wuth. Es ſcheint, Ihr wiſſet zu viel, mein ſchöner Herr; aber ich will Euch den Mund ſtopfen! ſagte er höhniſch und ſtürzte ſich auf mich.

Glücklicher Weiſe war ich bewaffnet und konnte ihn

ausgezeichneten Ruderer, und das Boot trug eine große Laſt, weßhalb unſere Fahrt nur langſam von Statten ging. Ehe wir noch den halben Weg zurückgelegt hatten, wurde ich ein ſchnell ſegelndes Fahrzeug gewahr, das uns folgte. Ohne Zweifel hatte der ſchurkiſche Japhet ſeinen Kameraden Anzeige gemacht, die uns jetzt einzuholen ſuchten. Wäre es ihnen gelungen, ſo würde die Unthat durch Opferung unſeres Lebens unentdeckt geblieben ſein. Allein eine in geringer Entfernung vorüber fahrende Schaluppe, die wir anriefen, nahm uns auf und brachte uns nach dem Feſt⸗ lande. Noch an demſelben Tage konnte ich die unglückliche Frau, mit ihrer kleinen Tochter, dem Schutze der Ver⸗ wandten ihres Gatten übergeben.

Die dankbare Familie wollte mir eine bedeutende Geld⸗ belohnung aufdringen, aber ich lehnte ſie ab. Dagegen nahm ich gern ihre Gönnerſchaft und Empfehlung an, die mich nach zwei Jahren in den Stand ſetzte, mit einer wohl⸗ gefüllten Börſe in die Heimath zurückzukehren.

In Folge unſerer Anzeige wurde ein Gerichtsbeamter, mit bewaffneter Begleitung, nach Cap Hatteras abgeſchickt, um ſich der Verbrecher zu bemächtigen. Allein da die Aus⸗ führung dieſer Maßregel einige Verzögerung erlitt, ſo ge⸗ lang es der Familie Brown, nach dem fernen Texas zu entfliehen, wo Japhet und ſein Vater, wie ich in öffent⸗ lichen Blättern las, mehrere Jahre ſpäter wegen Raub⸗

und eine Strecke weit verfolgen, worauf ich nach dem Boote

mords durch Lynch⸗Juſtiz hingerichtet wurden.

Sitten und geöräuche der Japaneſen.

Fragt man die Japaneſen, zu welcher Raſſe ſie ge⸗ hören oder woher ſie ſtammen, ſo zeigen ſie hinauf nach dem Himmel und ſagen mit Stolz, daß ſie in gerader Linie von den Göttern abſtammen und von Anbeginn der Welt auf der Inſel gelebt hätten, die ſie noch heute be⸗ wohnen. Sie betrachten es für eine Beleidigung, daß es Menſchen gibt, die ihre Abſtammung von den Chineſen herleiten wollen. In der That gehören ſie zu der großen mongoliſchen Raſſe, welche einen bedeutenden Theil des Morgenlandes bevölkert hat und noch heute das unbeſtimmte Land der Tartarei, einen bedeutenden Theil des ruſſiſchen Kaiſerreiches und Mittelaſien bevölkert, ſowie in anderer Linie unter den Turkomanen, den Kalmucken, den Tongu⸗ ſen und dergleichen Stämmen mehr vorkommt. Dieſelbe Raſſe eroberte China, aber in einer viel ſpäteren Periode, als die Unterjochung des japaneſiſchen Volkes ſtattgefun⸗ den hat.

Daiſchen den Chineſen und Japaneſen iſt wenig Gleich⸗ artiges. Ihre Sprachen verrathen keine Verwandtſchaft, und obgleich die Lettern beider denſelben Urſprung haben, ſo ſind ſie jetzt doch total verſchieden. Die alten Religio⸗ nen beider Nationen ſind ebenfalls vollkommen abweichend von einander. Wenn Japan von China koloniſirt wäre, ſo würden die Eingebornen den Glauben und den Gottes⸗ dienſt ihres Vaterlandes beibehalten haben; der urſprüng⸗ liche Gottesdienſt der Japaneſen aber, den ſieSintos nennen, iſt nur ihrem Vaterlande eigen und hat nicht die geringſte Aehnlichkeit mit dem alten Glauben der Chineſen.

Auch der Körperbau der Japaneſen iſt äußerſt ver⸗ ſchieden von dem chineſiſchen, und obgleich der mongoliſche

Typus entſchieden ausgeprägt iſt, ſo ſind die Japaneſen den Europäern doch ungleich ähnlicher, als irgend eine an⸗

Feierſtunden. 1864.

dere der mongoliſcheu Raſſen. In vielen Theilen der Inſel könnten ſogar die untern Volksklaſſen, wenn ſie in euro⸗ päiſche Tracht gekleidet wären, für Portugieſen, Italienef oder Sicilianer gelten. Und nicht nur Gebräuche und Ma nieren der betreffenden Nationen, ſondern auch die hervor⸗ ragenden Züge der Charaktere deuten auf verſchiedenen Ur⸗ ſprung hin. Die Chineſen ſind ein friedliebendes, ſchüch⸗ ternes Volk, das zu ernſtem, nachdenkendem Leben geneigt, dabei ſchlau, argwöhniſch, gierig, betrügeriſch und dem Wucher ergeben iſt; wohingegen die Japaneſen ſchnell und flatterhaft, muthig, freigebig und offenherzig ſind, ein thä⸗ tiges und aufregendes Leben lieben und viele Tugenden nomadiſcher Volksſtämme beſitzen. Obgleich ſie von den Göttern abzuſtammen behaupten und natürlich auf ein Be⸗ ſtehen ſeit grauer Vorzeit Anſpruch machen, ſo ſetzen ihre Schriftſteller den Zeitpunkt ihrer Exiſtenz als ein Volk, ganz im Gegenſatze zu denen deshimmliſchen Reiches, i auf etwa ſechs Jahrhunderte vor Chriſtus feſt, indem ſie die dunkeln früheren Zeiten mit Stillſchweigen übergehen. Nichtsdeſtoweniger iſt es faſt gewiß, daß in früher Zeit vielleicht gleichzeitig mit der Entſtehung der Herr⸗ ſchaft der Chineſen während einer langen Reihe von Jahren ein freier und thätiger Verkehr zwiſchen den beiden Nationen ſtattgefunden hat. Aber im dreizehnten Jahrhun⸗ dert, während die Mongolen in China die Gewalt inne⸗ hatten und verſchiedene Male, wenngleich vergebens, Japan zu erobern ſuchten, brachen die Japaneſen jede Verbindung mit dem himmliſchen Reiche ab und verſchloſſen faſt wäh⸗ rend dieſer ganzen Periode ihre Häfen dem chineſiſchen⸗ Handel, grade ſo ſtreng, wie ſie es bis vor Kurzem dey Europäern gegenüber gethan haben. Erſt als die Miy Dynaſtie die mongoliſche Herrſchaft in China umſtieß, w

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