Teil eines Werkes 
Band 2
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Feierſtunden. 1864.

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Farbe deſſelben, ſowie die der Haare, dunkler war. Das lich entfallen, daß ich ihm befohlen hatte, mir zu folgen. kleine Mädchen ſchlang ihre Arme um den Hals der Mut⸗ Ich war ihm voraus geeilt, und ſah jetzt ſein ſchwarzes ter und küßte ſie unzählige Male. Geſicht vor mir. Der arme Burſche ſchien von dem wilden

Ich mußte jetzt auf Mittel denken, die leidende Frau Geſchrei und den leidenſchaftlichen Bewegungen der Strand⸗ in Sicherheit und unter Obdach zu bringen; allein wie war rügber furchtbar erſchreckt zu ſein, und wollte ſich gerade dies zu bewerkſtelligen? An die Strandräuber durfte ich mich davon machen, als ich ihn beim Kragen faßte. Mit ſeiner natürlich nicht wenden. Glücklicher Weiſe hatten ſie nicht Hülfe gelang es mir, die junge Frau über die öden Sand⸗ geſehen, was fünfzig Schritte weit von ihnen vorging, oder hügel nach dem Leuchtthurme zu tragen, während das Kind, wenn ich von ihnen bemerkt worden war, ſo hatten ſie mich welches ſich inzwiſchen genügend erholt hatte, neben uns zu

muthmaßlich für Einen ihrer Bande gehalten. Allein ſie um Hülfe anzuſprechen wagte ich nicht, denn ſie wollten keine lebenden Zeugen ihrer Miſſethaten haben, und eben ſo wenig diejenigen retten, welche rechtmäßige Anſprüche auf die von ihnen widerrechtlich in Beſitz genommenen Gegenſtände machen konnten.

Während ich mit meiner zweiten Beute zurückſchwamm, war mein Geſicht dem geſcheiterten Fahrzeuge zugewendet geweſen, und ich hatte deutlich zwei menſchliche Köpfe aus dem

Waſſer tauchen, zwei angſtvolle Geſichter und die ausgeſtreckten Arme zweier Ertrinkenden geſehen. Beide waren ohne Kopf⸗ bedeckung, und nach dem kurzen Blicke zu ſchließen, den ich auf ſie warf, würde ich den Einen für einen Matroſen, den Anderen aber für einen Mann von Stande gehalten haben. Verzweifelnd riefen ſie um Hülfe, die ihnen Nie⸗ mand brachte, aber ein großer Mann, deſſen Geſtalt der des Japhet Brown ähnlich war, näherte ſich ihnen und ſtieß Beide mit einer langen Ruderſtange in das tiefe Waſ⸗ ſer zurück, während die übrigen Böſewichter am Ufer Bei⸗ fall riefen. So mußten die Unglücklichen untergehen, ge⸗ mordet um des ſchnöden Gewinnes willen. Ich ſah ein, daß mein eigenes Leben an einem Faden hing; denn wenn einer der Strandräuber mich entdeckte, ſo nahmen ſie gewiß

Fuß ging. Wir legten die Leidende auf mein Bett, und Tante Polly bewies ſich als eine vortreffliche Wärterin. Der Sorge und dem Eifer der gutherzigen Negerin war es zu danken, daß die Dame ſich allmählig erholte. Aus dem Munde der Letzteren erfuhr ich hierauf, daß ſie die Frau eines reichen Mannes, Namens Fairfax, in Nord⸗Carolina, war, deſſen Oheim als Gouverneur an der Spitze des Staates ſtand. Ich konnte der Unglücklichen natürlich nicht verhehlen, daß ſie Wittwe war, aber erſparte ihr wenig⸗ ſtens den doppelten Schmerz, zu hören, daß ihr Gatte muth⸗ maßlich von jenen Unmenſchen ermordet worden ſei; denn der Beſchreibung nach konnte ich nicht zwei⸗ feln, daß der Eine von jenen Beiden, die ich in das Waſ⸗ ſer hatte zurückſtoßen ſehen, Capitän Fair⸗ fax geweſen. Während die junge Wittwe den erlittenen Verluſt beweinte, wo⸗ bei fie das Kind angſtvoll umſchlang, als fürchtete ſie, es auch zu verlieren, be⸗ gann ich die nöthigen Vorbereitungen, um die Inſel am näch⸗ ſten Morgen verlaſ⸗ ſen zu können. Wie bereits erwähnt wor⸗ den, hatte ich glück⸗ Mußeſtunden dazu benützt, das alte Es hatte zwar noch kei⸗

licher Weiſe meine Boot wieder in Stand zu ſetzen. nen Maſt, aber war mindeſtens waſſerdicht und mit guten

Rudern verſehen. Ehe ich mich zur Ruhe legte, zog ich es noch auf den Uferdamm, ſo daß wir mit dem erſten Mor⸗ genlichte abreiſen konnten; denn die Furcht quälte mich, daß die Strandräuber vor unſerem Entkommen die Entdeckung machen möchten, daß ich Augenzeuge ihres Verbrechens ge⸗ weſen war und einige von den Paſſagieren des geſcheiterten Schiffes gerettet hatte. Sobald der Tag graute, ließ ich deßhalb Matratzen und Kiſſen in das Boot legen, und trug die Dame mit Hülfe von Juba und Tante Polly hinunter, da ſie noch zu kraftlos war, um gehen zu können. Das Kind folgte, und die Negerin hüllte die Leidende in wollene

keinen Anſtand, einen neuen Mord zu begehen. Allein was ſollte ich thun? Das Kind konnte ich wohl mit Leichtigkeit tragen, aber wie die Frau fortſchaffen?

Gott ſei Dank, da ſtand Juba. Es war mir gänz⸗

Decken und Mäntel, während ich, mit Juba, die Ruder ergriff. Für den Fall einer Verfolgung, welche mir jedoch nicht wahrſcheinlich erſchien, hatte ich das geladene Gewehr mitgenommen, einen Hirſchfänger unter meinen Rock

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