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iederte nur. zu kommen. nicht ſpäter!“
einmal zurück⸗ e Meile vom dunkel war, vorwärts kam,
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hen Weg nach Mantel flat⸗ r, als wollte n den Sand⸗
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„Dunkelheit durchzuckte?— Ein Blitz?— Nein, denn im
Feierſtunden. 1864. ——n—
meinen Ohren weh. Ueberdies ſtieg meine Unruhe immer mehr, und endlich konnte ich es nicht länger ertragen. Eine Gelegenheit benutzend, ſchlüpfte ich unbemerkt hinaus und trat den Rückweg an.
Als ich ungefähr die Hälfte deſſelben zurückgelegt hatte, begegneten mir zwei Männer, welche, da ſie gegen Regen und Wind kämpfen mußten, den Kopf gebeugt hielten und an mir vorüber eilten, ohne mich zu bemerken. Ich glaubte die beiden jüngeren Söhne des alten Brown in ihnen zu erkennen; allein was konnte ſie nach Cap Hatteras geführt haben, da ihr Vater mir einen ganz anderen Grund für ihre Abweſenheit vom Hauſe angegeben hatte?
Eine dunkle Ahnung ergriff mich und füllte mein Herz mit Schrecken. In welcher Abſicht konnten dieſe beiden jungen Männer gerade während der Feſtlichkeit im elter⸗ lichen Hauſe nach meiner Wohnung gegangen ſein? Ich biß die Zähne zuſammen und eilte ſchneller weiter. Was war das?— der rothe Schein, der eben auf der See die
nächſten Augenblicke ließ ſich der dumpfe Donner einer Kanone hören. Es war ohne Zweifel das Nothzeichen irgend eines von Gefahr bedrohten Schiffes. Ich ſtürzte weiter. Endlich konnte ich den Leuchtthurm ſehen und den freundlichen Schein, den ſein Feuer wie gewöhnlich über die brüllende See warf. Wie gewöhnlich?— Nein; denn mein geübtes Auge erkannte ſogleich die Veränderung. Das rothe Licht brannte allein; das grüne war— erloſchen!
„Gerechter Himmel!“ rief ich laut,„dies iſt entweder ein unglücklicher Zufall, oder Böſewichter ſind hier gewe⸗ ſen! Ha,— jene Buben,— das Schiff,— die Ein— ladung— ich ſehe Alles!“
Mit tiefem Stöhnen rannte ich weiter, ſo ſchnell mich
meine Füße tragen wollten, um wo möglich noch zeitig den Thurm zu erreichen und die verlöſchte Lampe wieder anzu⸗ zünden, ehe das unglückliche Schiff, deſſen Signal ich ge⸗ hört hatte, ſeinem Schickſale erlag; denn augenblicklich durchſchaute ich den ſchändlichen Plan der Strandräuber. Das allein brennende rothe Licht mußte für das Feuer des Leuchtthurmes auf Cap Lookout gehalten werden, und der dadurch getäuſchte Kapitän ſuchte nach einem Canale, wo nur unheilvolle Sandbänke lagen.
Ehe ich jedoch meine Wohnung erreichen konnte, ver⸗ riethen mir die ſchnell auf einander folgenden Schüſſe, daß die armen Seeleute das Geführliche ihrer Lage erſt erkannt hatten, als es zu ſpät war. Der Schall kam immer näher und näher, und das Schiff mußte alſo der Küſte zu treiben. Ich ſtürzte in das Haus. Juba ſchlief ſchnar⸗ chend in einem Winkel der Küche, und die alte Polly ſaß vor dem Feuer und ſang krähend ein Lied ihrer Heimath. Beide wußten augenblicklich nichts von dem, was geſchehen war. Ich eilte zu dem Glaszimmer hinauf, wo ſich die Lampen befanden, zündete ſchleunigſt die verlöſchte an und blickte dann hinaus. das Blitzen der kleinen Kanonen; ſich ein breiter, düſterer Schein, und beim Lichte eines une geheuren Feuers, welches am Ufer von einem aus Theer⸗ fäſſern und Holz beſtehenden Haufen aufſtieg, ſehen, daß das Schiff bereits geſtrandet war.
MWaß auf einer Sandbank feſt, und die Maſte, mit dem
Takelwerk, waren über Bord gefallen und hatten das Ver⸗
deck mit Trümmern überſchüttet, auf das die Wellen wüthend In geringer Entfernung davon konnte ich einen matten Herzſchlag.
niederſchlugen.
Eine Zeit lang ſah ich nichts, als ein, und warf dann aber bald darauf erhob und merhaufen an das Land. zuſammengebundenen Segelſtangen beſtehend, war weit fort konnte ich geſchwommen Der Bug Strömung trieb mich faſt auf das hohe Meer hinaus; aber dennoch zu entziehen. Augen, und hatte kein anderes Lebenszeichen mehr, als
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in dem blutrothen Lichte des Feuers ſcharf abgrenzten, und die am Ufer ſehr beſchäftigt zu ſein ſchienen. Es waren die Strandräuber, welche das Feuer angezündet hatten. Ohne mich zu beſinnen und die Folgen meiner Handlung zu überlegen, ſtieg ich die Leiter hinab, befahl Juba, mir zu folgen, und eilte an die Küſte, um wo möglich noch Einem oder dem Anderen der armen Schiffbrüchigen hülf⸗ reiche Hand zu leiſten. Als ich dahin gelangte, vernahm ich ein lautes Geſchrei. Das Schiff war in der Mitte gebrochen. Die See, gluthroth vom Feuerſchein, war mit ſchwimmenden Maſten, Ballen, Kiſten und menſchlichen Figuren bedeckt, welche gegen die Wellen kämpften. Von den letzteren waren jedoch nur wenige ſichtbar, und ihr Hülferufen blieb unbeachtet von den habſüchtigen Böſewich⸗ tern am Ufer, die unter lautem Gebrüll bis an die Bruſt in das Waſſer ſprangen, um ihre Beute zu ſichern. Kiſten, Fäſſer und andere Gegenſtände wurden eiligſt ergriffen und aus dem Bereiche der Wellen an das Ufer gezogen, wäh⸗ rend die Räuber ſich durch Zurufungen zu ihrem teufliſchen Werke anfeuerten. Es war eine gräßliche Scene, allein ich ſah wenig davon, denn plötzlich fiel mein Auge auf einen Gegenſtand, welcher es von allen anderen abzog. Anfangs ſchien es mir ein Bündel Kleider zu ſein, der, an eine leichte Rohrbank befeſtigt, in meiner Nähe vorüber getrie⸗ ben wurde; allein das weiße Bündel bewegte ſich, und ich konnte deutlich die langen, goldenen Haare und das bleiche, liebliche Geſicht eines Kindes beim düſteren Scheine des Feuers erkennen. Im nüächſten Augenblicke ſtand ich bis an die Bruſt im Waſſer und griff nach dem Gegenſtande, der meine Aufmerkſamkeit erregt hatte. Die heftige Strö⸗ mung riß mich faſt fort, und ich wankte, aber hielt den⸗ noch das Kind feſt, zerſchnitt den Strick, mittelſt deſſen es an die Bank gebunden war, und brachte es in meinen Armen an das Ufer. Ein ſanftes Geſichtchen, ſchön und unſchul⸗ dig, wie das eines Seraphs! Das kleine Mädchen war durchnäßt und von Kälte erſtarrt, aber ihr Geiſt und ihre Gefühle waren dadurch nicht betäubt worden; denn während ſich das eine ihrer ſchwachen Hände an meine Schulter klammerte, deutete ſie mit dem anderen auf das Meer und murmelte matt und leiſe:„Mama! Bitte, hilf Mama! O bitte, bitte, rette Mama!“
Das arme Weſen! Mitleidsvoll blickte ich es an, denn ich zweifelte nicht, daß ſeine Mutter in dem Schiffbruche umgekommen war. Aber das kleine Mädchen— es mochte kaum ſechs Jahre alt ſein— beharrte in ſeinen Bitten, deutete eifrig auf einen Haufen Trümmer, der vom Stru⸗ del vorbei getrieben wurde, und flehte mich angſtvoll an, „die liebe Mama“ zu retten.
Das Kind hatte Recht; an jene Trümmer war wirk⸗ lich eine menſchliche Geſtalt gebunden, welche leblos zu ſein ſchien, und deren langes braunes Haar und Kleidung er⸗ kennen ließen, daß es ein Frauenzimmer war. Ich legte das Kind ſanft auf das ſandige Ufer, ſprach ihm Muth meinen Rock ab, ſprang in die See zog mit großer Anſtrengung den ſchwimmenden Trüm⸗ Das kleine Floß, aus einigen „ehe ich es erreichen konnte, und die heftige gelang es mir, die Unglückliche den Wellen Sie war ganz bewußtlos, mit geſchloſſenen
Das Geſicht war ſehr zart ge⸗
eine Anzahl Perſonen erkennen, deren düſtere Geſtalten ſich formt und dem des ſchönen Kindes ähnlich, obgleich die


