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8 ichen eFenſter ſich wie die große wie ein Id wohn⸗ it ihrem Gewande Beſen, beſtehen⸗
nahm Räumen
indlichen Keller⸗ ber von
Feierſtunden. 1864.
Jedermann„mein Kleiner“, und ſchien freigebiger mit heilige Eliſabeth von Ungarn und die heilige Clotilde von Prahlereien als mit Geld zu ſein, was ſich aus einem Frankreich waren.“
Streite entnehmen ließ, den er mit dem Bootsmann wegen eines Real hatte.
Die Dame, obgleich leidend, wie man an ihrem Schweſter des Schenkwirths, welche war lebhaft, aufgeben wollte, daß die ſoeben an's Land geſtiegene Dame
bleichen, abgemagerten Geſichte ſehen konnte,
„Aber wenn du die Infantin nicht kennſt, Joſé, wo⸗ her weißt du denn, daß dieſe es nicht iſt?“ fragte die den Gedanken nicht
muthwillig, und lächelte fortwährend. Sie trug eine roſa⸗ die Infantin ſei.
farbene Haube auf der äußerſten Spitze des Hinterkopfes
„,„Weil ſie kein Gefolge hat,“ lautete die Antwort. ein hellgrünes Mäntelchen mit vieler Stickerei und langen
„Gefolge?— was iſt denn das?“ fragte das junge
Franſen, und in buntkarrirtes ſeidenes Kleid, nebſt Stie⸗ Mädchen.
felchen von derſelben Farbe; aber Alles, was ſie trug, ob⸗ Sie hatte Joachim. eine glänzende Buſennadel, funkelnde Armbänder, einen
gleich neu, war in vernachläſſigtem Zuſtande.
Fächer, welcher Blitze kleinen Hund.
Vor dem Wirthshauſe befanden ſich mehrere Be⸗ 4 wohner des Dorfes, nebſt aiſſ ihren Weibern, welche bei i der Landung und Ausſchif⸗ fung Hülfe leiſteten und ſämmtlich von dem unge⸗ wohnten Luxus und Glanze geblendet waren.
„Habe ich nicht geſagt, daß die Infantin kommen würde? Das iſt ſie!“ ließ ſich die Mutter des Schenk⸗ wirths Jolchim vernehmen.
„Unmöglich iſt es die, welche den Hut ſo weit zu⸗ rück ſetzt,“ bemerkte ein da⸗ bei ſtehender Mann.„Ihre Hoheit trägt immer nur eine Mantille wie eine ächte Spa⸗ nierin.“
„Gott ſegne ſie!“ riefen alle Weiber.
„Und ihr werdet wiſ⸗ ſen,“ fügte der Mann hinzu, „daß ſie nur vier Gedanken hat.“
„Nur vier?— Iſt cs möglich?“ rief die Schenk— wirthin.
„Zählet ſie!— einen mißr und keinen weniger.“
„Kennſt du denn dieſe Gehnken, Joſé?“
„Ach, wie ſollte der Infantin kennen?“ ſtimme.
„Allerdings kenne ich ſie, und ganz Spanien, Frank⸗ reich und England kennen ſie ſo gut wie ich,“ erwiederte Joſé;„du aber biſt der Dummkopf allein, wenn du ſie nicht kennſt.“
„So nennet ſie doch!“ wiederholten alle Frauen meh⸗ rere Male..
„Dieſe Gedanken,“ fuhr der Mann fort,„ſind Gott, ihr Gemahl, ihre Kinder und die Armen; und das Beſte,
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ſagte der Schenkwirth mit ſeiner Baß⸗
Dummkopf die Gedanken der
„Nun, das ſind die Wagen,“ belehrte ſie ihr Bruder
Der Herr und die Dame, welche mit dem Boote an—
ſchleuderte, und einen laut bellenden gekommen waren, ſtiegen zum Schloſſe hinauf und ließen
ſich darin nieder, indem er ſich in einen Lehnſeſſel warf,
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ſund ſie auf alle Balkone nach der Reihe hinaustrat, Bruch⸗ ſtücke aus modernen Opern ſang, und einmal über das andere mit italieniſchem Accente„Bello, bellissimo!« rief. Es gibt ohne Zweifel keine ſchönere Ausſicht, als die, welche ſich dem Auge von den Balkonen des Schloſſes de Gelves aus bietet, denn das Schöne vereinigt ſich hier mit den ⸗Großartigen. Am Fuße des Schloſſes ſenkt ſich, der mit Gärten und Bäumen bepflanzte Boden und läuft dann eben fort, um eine ſchöne, mit Heerden bedeckte Weide zu bilden. Auf der anderen Seite des Fluſſes, deſſen Ufer mit Baumgruppen und Gebüſchen beſetzt ſind, theilt ſich, die Flur in bebaute Felder, Orangenhaine und Wieſen, welche von grünen Hecken umſchloſſen werden. Zwiſchen
was ihr Alle thun könnet, iſt, dem Beiſpiele der Inſantin den beiden Ufern fließt der Strom ſo ruhig und würde⸗
zu folgen.“
„Und der Infant?“
„Der Infant hat natürlich dieſelben Gedanken, denn er ſoll der Sohn einer ſo frommen Königin ſein, wie die
voll, daß man ſeine Waſſer für ſtillſtehend halten könnte, wenn nicht ein Dampfboot von Zeit zu Zeit die Fluthen heftiger bewegte und ihre Klarheit trübte. Gleich einem ſchwindenden Traume verliert ſich allmälig die Ausſicht,
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