te einen unga⸗ ſich manchmal rbrechend und Haiduken, der Was immer ebietet, hier Maſchine den d Eiſenwalze
deſcheint ein Mätmaſchine,.
nem vitloſen
er Menſchen. ht, Hunderte ragen häuſer⸗ — doch nur ie größte Er⸗ dem Kampf⸗ lt aus oͤens rucht; jetzt. ppen, wohl we de Raſt auer ſtällch treten, ein d S. 5) ir die Fort⸗ ächern, be⸗ gerade die vchopfuagen teer ackerten lug nennen ingsda, an hwenig ge⸗ ht, und wie pflug wühlt —, in einer t Erde nun getation— gen früher. Verhältniſ⸗ dahin, wo⸗ nſere Laſten ob durch ſigen Um⸗ achkommen oß und an ch lange
Sinn, als durch eine Gerxeumun das mich ner ſollt. Stoclwerk⸗ ſehnliches iſchließen. en Dache, lere, chr⸗ wie ihs d, vnben ijm Ge⸗ dr Müir inee, ruft ind Nach⸗
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Feierſtunden. 1864.
„Ein Lied aus alten Zeiten Das kommt mir nicht aus dem Sinn!“
Aber„vorwärts marſch“ rufe ich und ſtoße die Haus⸗ thüre leicht auf. Da ſteht ſie, die liebe Großmutter des Hauſes, dem Haushaiducken vermuthlich Ordre für die Feiertage ertheilend. Von der eifrig Redenden unbemerkt habe ich mich zu ihr geſchlichen und von rückwärts die Hände über ihre Augen gelegt.(Siehe Bild S. 8.)
6 Wer iſt's Großmütterchen?“
„Nun wer anders,“ begann die hübſche alte Frau jetzt, „als jener loſe Junge, der, ſeitdem er uns verlaſſen, ſo ſtolz geworden, daß er uns faſt nie mehr die Ehre ſeines Beſuches gönnt und thut, als wäre er nicht unſer Sändor, ſondern wildfremder Leute Kind!“
»Fuit quondam Ilium— einſt, ja einſt war's der loſe Junge, der da auf dem prächtigen Gute praktizirte und ſein Unweſen trieb— ein wahrer Graſel im Kleinen, der Jeden neckte und quälte, der die tollſten Roſſe des Geſtütes zu Paaren trieb, der, wenn der Schnee funkelte und blitzte, im Mondſchein Nächte lang dem Meiſter Reineke auf dem
Anſtand auflauerte, anſtatt daheim im warmen Bette zu
liegen und aus dicken Bänden die Lehren eines Thaer oder Stöckhardt über Düngerbereitung oder den Werth des Am⸗ moniaks und Phosphors im Geiſte aufzuſaugen! Der war's, der ſchreckliche Junge, an den die Großmutter ihre heilſamſten Lehren fruchtlos verſchwendete über ſein un⸗ ſinniges Toben und Treiben, der ehemalige Ballkönig, deſ⸗ en Lunge Großmama oft als der Tuberkuloſa verfallen erklärte, wenn er nicht wenigſtens täglich ein Quart von ihrem Bruſtthee tränke. Darum hatte ſie mich aber doch immer lieb gehabt, und wenn ich wieder einmal ihre hun⸗ dert wackelnden Gänſe, Hühner und Truthähne lobte, welche ſie täglich wohlgezählt unter Aufſicht einer Wärterin in den Park entließ— oder ſo koloſſalen Appetits in die Speiſen ihrer Küche einhieb und erklärte, nicht einmal der Palatin in der Burg zu Buda(Ofen) äße Schmackhafteres, als
wir, da war ich doch wieder ihr„guter Junge“, ihr„lie⸗
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bes Kind“— obſchon ich eigentlich eine Verwandtſchaft
meines Wiſſens nach nur von Adam aus herzuleiten im Stande war.
Das Alles aber, was ich da meinen vielleicht unge⸗ duldigen Leſern vorplaudere, war ſchneller gedacht, als ge⸗ ſchrieben, und nun, nachdem ich einen herzlichen Schmatz auf die Wangen der lieben Hausmutter gedrückt, begab ich mich in den„Salon“.——„Salon! auf der Puszta?“ höre ich meine geehrten Leſer ausrufen! Und es iſt doch ein Salon; ja noch mehr, ich durchſchreite eine Reihe von Zimmern, deren kein Fürſt ſich zu ſchämen brauchte— Alles modern, Alles nett und komfortabel. Dort auf dem eleganten Schreibtiſche liegen ſie noch, die Dichterkönige, durch deren(und auch eigenen Machwerks) Lektüre ich oft den Frauen den Abend gekürzt, ein Geibel, Lenau, Heine!
Ungarn, lieber Leſer, iſt nun einmal das Land der Gegenſätze. Eine halbe Stunde weit von dieſem Hauſe, wo du Salons findeſt un zu— liegt das ärmliche Dorf mit rohrgedeckten Hi durch deren Thüre der Rauch dringt und mit Menſchen— o ich will's nicht ſagen mit was für, geiſtigen Lebens faſt ganz baren Menſchen. Das iſt im Weſten anders, dieſe Klüfte ſind mehr geeb⸗ net, das iſt, um einen Vergleich zu machen, wie das freund⸗
liche Hügelland gegen die Gletſchergebirge der Alpen!
DDoort aber im letzten Gemach, dort iſt ſie ſelbſt, die
Dame des Hauſes, die junge Fran, wie das Geſinde ſtets eeine ob auch alte Gebieterin anredet awenn noch eine ältere
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Frau im Hauſe iſt. Dieſe aber verdiente den Namen und mit freundlicher Grazie bot ſie mir die weiße Hand, ſich abwendend von dem mächtigen Chriſtbaum, den zu ſchmücken ſie eben bemüht war. Aus dem Nebenzimmer aber ertönte eine helle, liebe Stimme—„Grüß Gott, grüß Gott, Sändor bäcsi«— ein Gruß, den ich erwiedert hätte, wäre er mir nicht in der Kehle ſtecken geblieben, als ich die ſchöne, vollendete Jungfrau an der Thür erblickte. Auch ihre Wangen rötheten ſich, als ſie den mit Urwaldbart ge⸗ ſchmückten Mann erblickte! Hatten wir denn vergeſſen, daß Jahre zwiſchen einſt und jetzt lagen. Ich hatte Viktoria in meinen Armen gewiegt, und jetzt, jetzt trieb mir ihr freundlicher Händedruck das Blut in die Wangen, und froh war ich, in's Nebenzimmer entwiſchen zu können, um die „Kinderln“ zu ſehen, nebenbei geſagt— mich ſelber zu ſammeln!
Dort gab's Leben; Béla, des Hauſes Stammhalter, ſaß hoch zu Roß auf dem Steckenpferde, den Papiertſchacko auf dem Haupte, und exercirte, den Säbel ſchwingend, etwas unſanft die zwei kleinen Schweſtern; bei meinem Eintritt entfloh das zarte Geſchlecht hinter den Ofen, von wo aus es mich mit ſcheuen, neugierigen Blicken betrach⸗ tete, Béla aber zeigte männliche Faſſung, und als ich ein großes Stück Pfefferkuchen hervorgezogen, waren wir bald Alle mit einander gute Freunde! Der Pfefferkuchen war unſere Friedenspfeife!
Nicht lange hatte ich bei den Kindern geſeſſen,— ihre naiven Fragen, ob ich das Chriſtkind draußen geſehen, und dergleichen beantwortend—, da rollte ein Wagen mit präch⸗ tigen Braunen beſpannt am Fenſter vorüber.—»A papa. a papa«(der Vater) riefen die Kleinen, und ſchon trat der Papa herein! Ein Ausruf»Servus Freunderl“, als er mich erblickt hatte, kennzeichnete den jovialen Wiener, der ſeinen ehemaligen Schüler auf's Herzlichſte begrüßte. Die „Wienerfrüchtel“ ſind ſo ein eigenes Volk, überall hin neh⸗ men ſie ihre Gemüthlichkeit mit, und ſelbſt die härteſte Unbill des Schickſals vermag dieſelbe nicht zu zerſtören. Raſch wurde ſich nun der Bunda und des Jagdanzuges entledigt, und ein ungeheuer gemüthlicher Schlafrock ange⸗ zogen, während die Großmutter die Jagdbeute übernahm, welche diesmal durch eine wohl 30 Pfund wiegende Trappe ausgezeichnet wurde, die, vielleicht ein verſpäteter Nachzüg⸗ ler oder allzu früher Ankömmling aus dem Süden, des Hausherrn nie fehlendem Rohre zum Opfer gefallen. Die Trappe iſt in den Ebenen Ungarns ſehr heimiſch, aber ſchwer zu erlegen, weil ſie ſehr vorſichtig iſt und jedes Gebüſch, Alles, was zum Hinterhalte geeignet, ſorgfältig vermeidet.
Kling, kling, läutete es jetzt, es war die Gloete der Großmutter, die Alt und Jung ſeit jeher aus allen Ge⸗ mächern zur Abendtafel rief. Da ſaß ich denn wieder, wie einſt, neben der ſorgenden Großmutter, links von mir aber die, welche meinen Verſtand erſt vor Kurzem alſo aus dem Gleichgewichte gebracht, der Hausfrau ſchöne, liebliche Schweſter. Folgerichtig würde man erwartet haben, daß meine Augen leuchteten, mein Herz pochte, als ſie dem alten Hausgenoſſen ſo freundlich zulächelte, und ich faſt keinen Biſſen gegeſſen, aber weit gefehlt, meine Verehrten, ich war ſelig an Viktoria's Seite, aß aber darum doch, wie Einer, der ſeit früh Morgens nüchtern und im Allgemeinen in excellenten Appetitsverhältniſſen war, und wahrlich Groß⸗ mütterchen ließ es an nichts fehlen, und hätte gerne noche das Doppelte in den tollen Jungen von ehedem hinei geſtopft. Bald verließen die Frauen den Tiſch, es


