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derung erregen, welche ſie wohl damals, als Perfetti ſie improviſirte, erregt haben werden. Auch der be⸗ rühmte Metaſtaſio verſuchte ſich im Extempore⸗ Reimen und erlangte darin einen ziemlichen Ruf, gab aber das„Geſchäft“ in Rückſicht auf ſeine Geſundheit ſchon bald wieder auf, um ſich anderen Studien zu widmen. Weitere berühmte italieniſche Improviſatoren waren Zacco, welcher anno 1764 zu Verona ſtarb, ſowie ſein Schüler, der Abbaté Lorenzi; dann der römiſche Advokat Bernardi und der Neapolitaner Ludovico Roſſi, welcher anno 1799 als Revolu⸗ tionär in Neapel hingerichtet wurde; ferner Fran⸗ cisco Gianni, ein ebenſo glühender Republikaner,
breſer Hut, geſchmückt mit zwei ſtraußartigen Pfauen⸗
ſie ja an Kindesſtatt angenommen, und prozucirt ſie
den die Ruſſen bis zum Jahre 1800 in Cattaro ein-
von wo aus ihn General Buonaparte erlöste, um ihn zugleich mit einer Penſion von 6000 Francs zu beſchenken; ſodann Thommaſo Syricci, wel⸗ cher im Jahre 1823 ein vollſtändiges Trauerſpiel— dieſes iſt unter dem Titel„Hector“ ſpäter im Drucke erſchienen— improviſirte, und endlich der berühmte Ciccani, welcher anno 1829 gar eine ganze Epopöe ohne irgend eine Vorbereitung dichtete. Uebrigens nicht
ſperrten,
ein Pulcinello in Viertels⸗Lebensgröße auf ihrem Schurze
ſche Perſon, welche, ſelbſt wenn ſie nicht im Stande wäre, auch nur den geringſten Witz zu reißen, die Jugend ſchon durch ihren Schlapphut und ihren unge⸗
blos Männern wurde dieſe Gabe zu Theil, ſondern es gab auch Frauen, welche ſich als Improviſatricen
auszeichneten. 1756 zu Lucca geboren wurde, ferner Fortunata Fantaſtici, verehelichte Sulgher aus Livorno, wei⸗ ter Roſa Taddei, die anno 1801 zu Rom das Licht der Welt erblickte, und endlich die ſchöne Maz⸗ zei, eine geborene Lanti, welche ſowohl durch den Wohlklang und die Regelmäßigkeit ihrer Verſe, als auch durch den Reichthum ihrer Phantaſie und die Reinheit ihrer Sprache in den„vierziger“ Jahren ganz
So Tereſa Bandettini, die anno
übernehmen könnte. Iſt nun aber vom Harlequin Alles
Italien elektriſirte. Kurz an hochberühmten weiblichen wie männlichen Improviſatoren fehlte es in jenem ſchö⸗
nen Lande ſeit verſchiedenen Jahrhunderten nicht, allein die von uns Angeführten ſind nur die„Matadore“, und es gibt eine ganze Maſſe von Stggreißdichtern, welche eine größere Aehnlichkeit mit unſern Bänkel— wirklichen Dichtern haben. Dies ſind Volksimproviſatoren“, d. h. Poeta⸗ Jahrmärkten oder bei ſon⸗
en produciren, deren Gewerbe
er mit dem italieniſchen Volks⸗
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leben verwaeſen e,—a man ſich in dem Lande der
Orangen gar kein eigentliches Vergnügen denken kann,
ohne die Gegenwart eines„Improviſatoren“. Erlaube uns daher der Leſer, ihm einen ſolchen Künſtler vor⸗ zuführen, damit er einen Begriff von dem bekomme, was dieſe Klaſſe von Menſchen zu leiſten vermag. Welchen Namen wir unſerem Volksimproviſator geben, iſt ſo ziemlich gleichgültig, und es ſteht alſo dem Leſer vollkommen frei, ihn„Leonardo Manzoni“ oder„Pietro Zaccone“, oder wie er ſonſt will, zu be⸗ nennen. Jedenfalls aber ſtammt er von ächt italieni⸗ ſchem Blute und verſteht es, außer dem Dichten und Singen auch noch die Mandoline zu handhaben, und als Marionettentheater⸗Inhaber aufzutreten. Gewöhn⸗
lich iſt es kein junger Mann, ſondern vielmehr ein
abſchreit, kommt es nicht an,
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Burſche von geſetztem Alter, der ſchon eine ziemliche
Portion Lebenserfahrung beſitzt; unter allen Umſtänden aber müſſen Bart⸗ und Kopfhaare in wilder Unord⸗ nung herabhängen, damit er ein„poetiſches“ Anſehen gewinnt. Das Auge ſieht zerſtört oder gar wild aus und auf dem Kopfe thront ein mächtig breiter Cala⸗
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federn, ſowie mit dem kleineren Bildniſſe der Madonna. Für ſich allein, d. h. als einzelne Perſon, tritt er nie auf, ſondern er hat ſtets eine junge Begleiterin, ſei's nun eine ſchöne Agatha oder eine liebliche Helena, welche ſeine Geſänge mit der Tambouret zu begleiten verſteht. Woher dieſe Agatha oder dieſe Helena ſtammt, iſt ſo ziemlich gleichgültig, und ſelbſt wenn ihr Vater als Räuber des Gebirgs gehangen worden wäre, ſo hätte es nichts zu ſagen, denn der gute Petro⸗Leonardo hat
nie anders, denn als ſeine eigene leibliche Tochter. Auch trägt er Sorge, daß ſie durch ihr Coſtüm das Publikum entzückt, und es darf ihr weder der lange Schleier fehlen, der ihr ein madonnenartiges Anſehen gibt, noch wird ſie je öffentlich erſcheinen, ohne daß
herumbaumelt. Die dritte Perſon, welche ebenfalls nicht fehlen darf, iſt der Harlequin, d. h. jene komi⸗
heuren angeklebten Schnurrbart entzückt. Der Harle⸗ quin nämlich muß den Improviſator dem Publikum ankündigen, und er allein iſt es, der durch ſeine Sprünge und Tollheiten immer eine große Menge von Gaffern und Müßiggängern anlockt, denn der Herr Pietro Zaccone oder Leonardo Manzoni iſt eine viel zu gewichtige Perſon, als daß er das Geſchäft, die Welt von ſeiner Erſcheinung zu benachrichtigen, ſelbſt
gehörig beſorgt, ſo ſtellt ſich der Improviſator an irgend einem Kreuzwege oder öffentlichen Platze auf, macht ſeinen Marionettenkaſten zurecht, nimmt die Mandoline zur Hand, verdreht die abgelebten Augen, öffnet den zahnloſen Mund, und ſingt mit ſchreiender Stimme ein Lied ab, welches ſeine Vorſtellung einzu⸗ leiten beſtimmt iſt, während die ſchöne Agatha das Tambourin ſchlägt, und zugleich ihre tiefen, ſchwarzen Augen gleich einladenden Sternen rund herum gehen läßt. Nun ſammelt ſich das Publikum, zuerſt Kinder, die bekanntlich überall voran ſind, dann müßige Laza⸗ roni's, an welchen es in Italien ebenfalls nirgends fehlt, darauf Leute aus dem Volke, Arbeiter oder Ar⸗ beiterinnen, und endlich Fremde, welche der Spektakel herbeilockt. Auf den Inhalt des Liedes, welches Pietro denn er iſt eben ſo gern bereit, den„König-Pabſt“, oder den liebenswürdigen abgeſetzten„König Franz“, als den„Befreier Gari⸗ baldi“, oder den großen„Galanthuomo Victor Ema⸗ nuel“ zu preiſen; dagegen aber darf man ſtets darauf zählen, daß noch vor Endigung des Geſanges die ſchöne Agatha oder Helena mit ihrem Tambouret unter dem Publikum herumgeht, um die kleine Münze, welche man ihr zuwirft, einzuſammeln. Erſt wenn dieſer Akt vorüber, beginnt das Marionettenſpiel, welches der Abgott aller italieniſchen Lazaroni's iſt, beſonders wenn der Policinell recht derbe Schläge von ſeinem Herrn und Meiſter bekommt. Kaum aber hat auch dieſes Stück ausgeſpielt, ſo wandert der Improviſator wei⸗ ter, und der Harlequin eilt unter grotesken Sprüngen voran, um eine neue Ecke aufzuſuchen, wo abermals Halt gemacht wird.
Auf dieſe Art treten die gegenwärtigen Volks⸗ Improviſatoren Italiens auf, und nie kommt es vor, 4
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