märrathes von 11 Joniern von Seiten des Lord⸗ Oberkommiſſärs, mit welchem er ſelbſt den Verfaſſungs⸗
entwurf der Republik bearbeitete, war nicht geeignet, die Liebe der Jonier zum„Protektorate“ zu ſteigern, das der joniſchen Schifffahrt und dem Handel weder Schutz gegen epirotiſche und mainottiſche Seeräuber zu gewähren vermochte, noch Vorkehrungen gegen die Peſt traf, die bald darauf in Korfu zum Ausbruche kam.
Nach der Verfaſſungsurkunde vom 1. Januar 1818
(2. Mai 1817) paßte der Titel Republik nicht mehr auf die joniſchen Inſeln: denn der Lord⸗Oberkommiſſär ernannte alle Beamte, ſanktionirte alle Regierungs⸗ handlungen, leitete die Finanzverwaltung, alle Polizei⸗ und Sanitätsanſtalten, und übte in der That eine monarchiſche Gewalt, umgeben von ariſtokratiſchen Formen, aus. Dem neu ernannten Senate und der
geſetzgebenden Verſammlung wurden ihre Befugniſſe
ſehr verklauſulirt, und das wichtigſte Recht der Jonier, ſowohl in Körperſchaften, als auch einzeln, Reklama⸗ tionen und Petitionen an die britiſche Krone zu richten, von welchem ſchon mehrmals Gebrauch gemacht wurde, ward nicht immer geachtet. Die dem unpopulären
Sir Th. Maitland folgenden Lord⸗Oberkommiſſäre,
beſonders Lord Nugent, befolgten ein wahrhaft libera⸗ les Verwaltungsſyſtem; als aber im Anfang der drei⸗ ßiger Jahre, nach Griechenlands erlangter Selbſtſtän⸗ digkeit, die Jonier ſich mehr zu Griechenlands politi⸗ ſchen Intereſſen hinneigten, und ſelbſt das Parlament die Trennung von Großbritannien beabſichtigte, erfolgte unerwartet durch den britiſchen Geheimerathsbefehl vom 28. April 1834 die Aufhebung des joniſchen Parla⸗
ments, und es wurden von jetzt an nur ſolche Män⸗
ner in den Senat gezogen, die dem britiſchen Intereſſe ergeben waren. Lord Nugent nahm ſeine Entlaſſung
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und die Jonier ließen auf ihren verdienten Wohlthäter eine Ehrenmedaille prägen. Von da an bis jetzt be⸗ fand ſich die Bevölkerung der Inſeln und das verfaſ⸗ ſungsmäßige Parlament, das unter den nachfolgenden Lord⸗Oberkommiſſären mannigfache Vertagungen erdul⸗ den mußte, in einem Zuſtande der permanenten Auf⸗ lehnung gegen die Schutzmacht, und im Jahre 1859 petitionirte das Parlament vergeblich um Vereinigung mit Griechenland, nachdem ſchon 1855 der damalige Lord⸗Oberkommiſſär, Sir J. Noung, den Vorſchlag gemacht hatte, die Inſeln, jedoch mit Ausnahme von Korfu, an das ſtammverwandte Königreich Griechenland zu überlaſſen.
Die Staatsumwälzung Griechenlands wird nicht verfehlen, eine Aenderung in die politiſchen Verhält⸗ niſſe des joniſchen Inſelſtaats zu bringen. Durch die, obwohl abgelehnte Wahl eines engliſchen Prinzen zum Herrſcher Griechenlands hat Englands Politik in jenem Reiche einen vollſtändigen Triumph errungen. Durch das Anerbieten der freiwilligen Aufgabe des Protekto⸗ rats der joniſchen Inſeln zu Gunſten Griechenlands, kommt es jetzt wenig darauf an, ob Dieſer oder Jener als König oder als Präſident in Athen regieren wird; jedenfalls wird er unter engliſchem Einfluſſe ſtehen. Des Kaiſers Nikolaus von Rußland einſtige Erklärung: „lieber ſeinen letzten Soldaten und ſeinen letzten Rubel zu opfern, als eine Machtvergrößerung der Griechen zuzugeben, da der Schlüſſel von Konſtantinopel in Athen aufgehangen ſei,“ ſcheint verhallt zu ſein; auf keinen Fall aber iſt das zu Allem entſchloſſene und bis an die Zähne gepanzerte, zu Opfern bereitwillige England geneigt, dieſen Schlüſſel herausgeben zu wollen.
Br.
Das Arcanum gegen die Waſſerſcheu.
Aus den Papieren eines Londoner Delectivbeamten.⸗
Ich wohnte einmal einige Monate bei Frau George, einer ältlichen Wittwe, welche eines der geräumigſten neuen Häuſer in der Juddſtraße, New⸗road, beſaß. Dieſe Frau brachte ſich dadurch fort, daß ſie möblirte Zimmer vermiethete. Sie bewohnte mit ihrem Dienſt⸗ mädchen, das ſich zu allen Arbeiten brauchen laſſen mußte, die Souterraingelaſſe; Herr und Frau Fordyce, ein mit der Gicht behafteter Gentleman und ſeine er⸗ ſtaunlich beleibte Ehehälfte, hatten das Erdgeſchoß inne; ein jugendliches Mitglied des K. Chirurgen⸗Colleges, Namens Faulkner, behauptete den erſten, Herr Richard Bellingham aus Worcheſter, immatriculirter Subſtitut bei dem Sachwalter Tartes im Mitre⸗court des Temple, den zweiten, und meine Wenigkeit den dritten Stock. Der Name Faulkner, Wundarzt, war d, dierem Meſ⸗
4 andere Beläſtigung, als das ſchwerfällige Weib, fühlke
ſingſchilde an der Hausthüre zu leſen, uit der wchrift
„Glocke des Arztes“ zierlich zwiſchen den bche des peltn Meſſinggriffen der Glockenzüge angemalt.'ch mit ver⸗
Ungeachtet der verſchiedenen geſellſchaftldipfel ihrer lung lebten alle Bewohner des Hauſes mitedoniens, auf einem ganz. vertraulichen Fuße. Herr verlor ein vom Geſchöft abgetretener Materialienhändle.
ſich nie ſo glücklich, als wenn er den Wundarzt, den immatriculirten Subſtituten und mich bewegen konnte, Abends eine Whiſtparthie mit ihm zu machen. Frei⸗ lich kam es oft vor, daß ich mich nicht in der Lage befand, ſeinem Wunſche zu entſprechen, und in dieſem Falle wurde die Hausfrau aufgegriffen und ſtatt mei⸗ ner in den Dienſt gepreßt, da Frau Fordyce in Be⸗ ziehung auf die Geheimniſſe des Whiſts oder überhaupt jedes anderen Kartenſpiels als eine vollſtändige Null betrachtet werden durfte. Herr Fordyce war für ſeine Stellung ein reicher, durchaus nicht knauſeriger Mann; man fand daher bei ihm Wein, Branntwein, Cigarren, Alles von beſter Qualität, und ein vortreffliches Abend⸗ eſſen. Gelegentlich mußte allerdings das geliebte Whiſt dem Pabſt Johann, Einundzwanzig oder einem ande⸗ ren ſtellvertretenden, ruhigen Spiel Platz machen, und Herr Fordyce pflegte ſich dann ſo zu ärgern, daß in der Regel ein heftiger Gichtanfall darauf folgte, ohne ſolltefel aus dem einfachen Grunde, weil er bei ſolchen untergeor der tröſtenden Portweinflaſche über das ge⸗
ſeine tung der voß zuſprach. Dergleichen Gelegenheiten kamen
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