Heft 
(1859) 11 11
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Volkstrachten in Oeſterreich.

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aneinander gebaut und intereſſant iſt es, daß bei⸗

drei Mal um den Leib gewunden und von Farbe,

In den Dörfern ſind die Hütten ganz dicht V der Stoff in feingeglättete Falten gelegt, zwei oder

nahe alle Dörfer eine Ringmauer haben. Dieſe Befeſtigung, der Ueberreſt einer frühern Zeit, mag wohl einſt als Schutz gegen feindliche Einfälle ge⸗ dient haben.

wie beinahe in ganz Mähren, ſchwarz

Ziegeln) gebaut und die Einwohner beſitzen in der Lehmmanipulation eine ungemeine Fertigkeit.

Das Koſtüm der Bewohner der Hana iſt we⸗ ſentlich, das der Weibe mit geringen Unterſchieden beinahe über⸗ all gleich.

Ein Kopf⸗=1 5 tuch, meiſt ää N von rother W S Farbe, wird mit höchſter Sorgfalt tur⸗ banartig ge⸗ bunden. Die weißleinene, mit Spitzen von unge⸗ bleichter Sei⸗ de verbrämte Halskrauſe iſt das einzige Kleidungs⸗ ſtück, welches zu tragen erſt in ſpäterer Zeit Sitte wurde, denn ſonſt in allem Uebrigen iſt= die Gewan⸗ dung durch⸗ aus im alten Charakter.

Das Weib trägt ein Hemd, das nur bis ge⸗ 2 nau unter die Bruſt reicht und an den Bauſchärmeln beim Anſchluß am Ober⸗ arm und an der Schulter mit ſchwarzer Seide aus⸗ genäht iſt. Von der Bruſt bis zur Hüfte wird ein mit vielen kleinen Krägen, oder auch weißer Leinenſtoff ſo feſt anliegend getragen, daß Boden reichender rother Schafpelz. der Bau des Körpers vollkommen ſichtbar iſt. Dar⸗ über kömmt ein reiches mit Gold oder Silber und

und glänzend.

Die Schuhe ſind ſchwarz, weit ausgeſchnitten und mit weißer Stickerei, die meiſt Blumen oder ein Herz darſtellt, ſchmückt. Im Herbſt und Winter tra⸗ Die Hütten ſind meiſt aus Lehm(egyptiſchen gen die Weiber einen Spenſer, der doch wieder nur bis zur Bruſt reicht, ſo daß der Theil bis zur Linie der Hüfte an Rücken und Bruſt frei bleibt. Bei ſtrengerer Kälte tragen ſie noch ein Tuch mantelartig.

Die Tracht der Männer in dem Theil der Hana von Olmütz nach Proßnitz hat von den übri⸗ gen Trachten in Mähren eine weſent⸗ liche Verſchie⸗ denheit. Ihre Beſtandtheile ſind folgende: Eine Mütze von See⸗ hundsfell mit grünſammte⸗ nem Deckel und Gold⸗ nähten. Ein ſchwarzes, an der Bruſt und den Aermeln reich mit bun⸗ ter Seide ausgenähtes Jäckchen, dar⸗ unter ein mit Silber ver⸗ zierter Gurt von ſchwarzer Farbe und rothlederne kurze Hoſe mit langen

zierlich aus⸗

geſchnittenen Läppchen an

den Knieſeiten und hohe Stiefel. Im Winter kom⸗ men dazu noch Tuchmäntel von altmodiſcher Form

ein bis zum

Das Koſtüm der Männer iſt bei weitem we⸗ niger ſchön als das der Weiber, welches reizend

Seide ausgenähtes Damaſt⸗Mieder von bunter die hier meiſt wohlgebildeten Körper kleidet. Der

Farbe, welches kaum bis über die Bruſt reicht, wo es nur durch einen Knopf zuſammengehalten wird. Der Rock iſt nicht zuſammengenäht, ſondern nur

durch Farbe und Form.

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Charakter der Koſtüme iſt ein durchaus ſüdlicher

Die Männer tragen kurzgeſchornes Haar, blos