Heft 
(1859) 4 04
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Karl Fiſcher: Die Bürgermeiſterw ahl.

Nach dem Volksmunde. Von G. G. .Nun durchſchaue ich die Sache, meinte die Köchin, als ihr der Boden aus dem

Topfe fiel. Süße Frucht der Jugendliebe,

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und meinte Karl zu den Roſinen.

n ſei⸗Ich werde vor Lachen ſterben, ſagte unden der kitzliche Mann, als ihm der Henker den Strick hdas um den Hals legte.

NachNicht die Größe des Geſchenkes ij der macht deſſen Werth aus, ſagte der Mann, Ver⸗ dem ſeine Frau Drillinge gebar.

briebHier ſcheint es etwas feucht zu ſein, älte ſagte der Trunkene, in den Bach fallend. demMan muß die Jugend nicht in Ver⸗ n ei⸗ ſuchung führen, ſagte der Froſch und ſprang Ich in's Waſſer, als er einen Jungen einen Stein Jhrer aufheben ſah.

nachHeiraten müſſen ſein, philoſophirte die⸗ Hans,denn wie hätte einer ſonſt die Wäſche in und Ordnung?

Die Bürgermeiſterwahl. Von Karl Aiſcher.

die Bür⸗ 8 nachbarlichen Sachſenland, amen Im Städtchen N. N. wohlbekannt,

um Wollt' man, ich will es kurz erzählen,

D Einſt einen Bürgermeiſter wählen.

Es war hiezu die Bürgerſchaft

erlin.

5 um Verſammelt, nach Geſetzeskraft

1der Durch Stimmenmehrheit zu entſcheiden, haupt Wer dieſe Würde ſollt' bekleiden.

ihnen

tpor, Da traf es ſich von ungefähr, ſ Daß Dreien ward die hohe Ehr' Der Stimmenmehrheit, gleich an Zahlen,

n ſo Was ſelten wohl ſo trifft bei Wahlen. Vorte. 3 5. Für heute war der Akt nun aus lit Und jeder Bürger ging nach Haus, lnd Um morgen wieder zu erſcheinen, veie Zu wählen aus den Dreien Einen. Nachdem hierzu die Bürgerſchar Des andern Tags verſammelt war, Fehlt' es nur noch an jenen Dreien, kerott Die Wahl des Einen zu erneuen. ihm: Und Da ſprach ein Bürger klug und fein: kurenDie Wahl wird bald entſchieden ſein, Ein Mittel habe ich gefunden,

* Den rechten Mann uns zu erkunden:

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Wißt, Bürger, daß ob unſ'rer Stadt

Es dieſe Nacht geregnet hat, So, daß umher in großen Pfützen Man ſieht das Regenwaſſer ſitzen.

So iſt ja eben auch gleich hier

Vor unſ'rer hohen Rathhausthür Das non plus ultra aller Pfützen, Dieſelbe ſoll hierzu uns nützen.

Was Jeder bei der Pfütze thut,

Hierauf nun unſ're Wahl beruht; Laßt dießmal meinen Rath nur gelten, Und wollt mich keinen Thoren ſchelten.

Die Bürger ſah'n ſich zweifelnd an,

Doch ließen ſie es ſein gethan; Indeß mit gravität'ſchen Tritten Der Erſte kam daher geſchritten.

Er kam zur Pfftze, ſetzte an:

Mit Einem Sprung wasr's abgethan; Doch ach, mit dieſem Sprung war eben Sein Wahlglück hin für's ganze Leben.

Dieß iſt noch nicht der rechte Mann,

Fing jetzt der kluge Sprecher an. Wollt, Bürger, Dieſen nicht erkieſen, Ihr würdet's nur mit Reue büßen.

So wie er bei der Pfütze that,

Würd' er auch thun in unſ'rem Rathh Was ihm nicht leichtlich würd gelingen, Das würd' er gleichfalls überſpre n.