Aus Auslande
uhuies ſich urzen aber militäri⸗ ſie gegen em Lieute⸗ guardia ude; Na⸗ im Prüſi⸗ verfen, die wwandelte) n morali⸗ voll Be⸗ zur Gat⸗ Wort und 1804 zu
niiglichen“ nach Paris mn Gatten hen Depot anzöſiſchen
Ehe genas aben und nahfolgen⸗ eb Frau⸗ rgfalt der d; ebenſo
ſin er ull
en, da er, nheiten in ben ſeiner cten aus⸗ ung, dem e Zuſtim⸗
eine treue Offizier er Söhne, mne Fami⸗ e Tochter erhalten. Gatten, re Bande pini aus franz. geuoſſene die einer Amazone in ſorg⸗
Scana⸗ der Wie⸗ derſelben ug. Dieß urch ſeine ſie gele
—
—,,
Joſef Wenzig: Dalibor.
gentlich der am 20. Juni 1852 feſtlich begangenen Säkularfeier der Wiener⸗Neuſtädter Militär⸗Akade⸗ mie an die löbliche Direktion dieſer berühmten An⸗ ſtalt richtete und welcher, wie folgt, wörtlich lautet: Unterzeichneter Lieutenant Scanagatta hat die Ehre gehabt, unter den Zöglingen der Militär-Akademie zu Wiener-Neuſtadt vom 1. Juli 1794 bis 1797 gezählt zu werden. Da das Jahrhundert der oberwähnten Aka⸗ demieſtiftung gefeiert wird und Unterzeichneter ſei⸗ nes Alters wegen ſich nicht dahin begeben kann, ſo bittet er unterthänig, gnädig die Wünſche auf⸗ nehmen zu wollen, die Unterzeichneter hegt, das i*ſt, daß die obbeſagte Militär⸗Akademie immer⸗ dar dauert und bilde auch in Zukunft, wie ſie bis nun gebildet hat, tüchtige, berühmte Offi⸗ ziers; mögen ſie künftig die Stütze des öſterrei⸗ chiſchen Kaiſerthums ſein und die Fußſtapfen folgen der verſammelten Helden, welche beitru⸗ gen zur Größe und zum Glanze Seiner Maje⸗ ſtät, der ruhmvolle Kaiſer Franz Joſef. Unterzeichneter hat die Ehre mit aller Ach⸗ tung zu ſein
Dero unterthänigſter und ſubordinirter Franz Scanagatta m. p., Lieut., Majors Spini Witwe. Mailand den 16. Juni 1852.
Durch die Gnade Seiner k. k. Hoheit des durchlauchtigſten Herrn Erzherzogs Albrecht wurde es dem Verfaſſer dieſer Skizze möglich, ein in Stahl geſtochenes Porträt*) der Heldin bei Aus⸗ arbeitung dieſes Aufſatzes vor Augen zu haben; es ſtellt donna Franzeska mit kurz verſchnitte⸗ nem Haupthaar und verſchränkten Armen in der Uniform ihres Regiments dar. Es iſt nicht zu läugnen,— eine Bemerkung, die auch der ebenſo geiſtreiche und liebenswürdige als gelehrte erzherzog— liche Bibliothekar Karl M üller**) ausſpricht— daß der Ausdruck der Phyſiognomie ein männlicher iſt und die faſt fabelhaft glückliche Durchführung eines gewagten Planes wahrſcheinlich macht.
Meine liebenswürdigen Leſerinen ſchließen ſich mir gewiß in dem Wunſche an, den ich mir ſchließ⸗ lich auszuſprechen erlaube, daß Oeſterreichs Amazone den Abend ihres wechſelvollen und ſchönen Lebens noch terkeit genießen möge!
*) Dasſelbe befindet ſich in Giacomo Lombr oſo's Pracht⸗ werk:„NVita dei primarj generali ed uffiziali ita- liani che si distinsero nelle guerre napoleoniche dal 1796 al 1815.“ Milane, coi tippi Borroni e
Scotti. 1843.
*) Siehe das ſehr leſenswerthe Werkchen:„Studien zur Geſchichte Oeſterreichs im novelliſtiſchen Gewande. Von Karl Müller.“ Wien. 1857. Druck und Verlag von A. Pichler's Witwe und Sohn. 1
Weich und ſchmelzend aus dem
lange und in ungetrübter Hei⸗
V
Dalibor.”)
Von Joſef Wenzig. 1.
/2—. TGlelche wunderbare Töne ſchweben Durch die ſtille Abendluft dahin? Kommen ſie aus jenem andern Leben, Aus der Heimat ſüßer Melodien? Nein, ſie quellen nicht vom Himmel nieder, Quellen aus des weißen Thurms Geſchoß, Der mit drei und zwanzig ſeiner Brüder
Vor der Königsburg ragt rieſengroß. 8 1
Und es ſammelt ſich vor dem weißen Thurm Das Volk mit lauſchendem Ohr,
Und horchet den Klängen, die aus dem Bau Entzückend ſtrömen hervor.
„Wer ſchafft dort unten,“ ruft es erſtaunt, „Solche Wunder mit zaubernder Hand?
Ward nicht der furchtbare Dalibor
In den Kerker hinab gebannt?“
Und noch ſüßer, als des Baches Welle Rauſcht im grünen Wald vom Felſenhang, Als aus dichtbelaubter Gartenſtelle Quillt im Lenz der Nachtigall Geſang,
Süßer ſtrömt's auf wunderbare Weiſe
Aus des Kerkers Nacht an's Tageslicht, Daß es allem, was im weiten Kreiſe Lebt und fühlt, zur tiefſten Seele ſpricht.
Und es lauſcht das Volk, und mit jedem Ton Die Luſt ſich der Horchenden mehrt. „Wer hat,“ ſo heißt es,„die ſüße Kunſt en wilden Ritter gelehrt? Das Schwert zu führen verſtand er wohl, Und zu ſchrecken im weiten Land; Doch wer hat die Saiten zu ſtreichen ſo zart Gelehrt die eherne Hand?“
D
Und es ſtrömt in immer ſüß'ren Tönen Thurm hervor, Und ein mächtig, ein unendlich Sehnen,
Ein gebrochenes Herz, das Viel verlor,
Dem das Glück der Liebe nicht gegeben,
Und der Freundſchaft Troſt entriſſen ward,
O ein ganzes ſchmerzenreiches Leben
Klagt in Klängen wunderbarer Art.
Da fühlen die Horcher ſich alle gerührt; „O Schade,“ rufen ſie laut, „O drei Mal Schade um Dalibor, Daß bald ihn der Tod umgraut! Nein, was er auch immer frevelnd verbrach, Wer ſolche Künſte verſteht, Der iſt kein böſer, verworfener Wicht, Der ſei zu den Sternen erhöht!“ *) Aus dem Lieder⸗ und Balladeneyklus:„Banase ſch men“ in„Die Umgebungen Prags“. Verlag Bellmann. 19


