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Feuilleton. 61
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Für Porzellan⸗Knopf⸗Fabriken iſt in Frei⸗ burg eine Maſchine erfunden worden, welche die Knöpfe auf die Karten näht. Dieſelben werden auf dem Rücken liegend in einen Behälter gebracht, vertheilen ſich auf beliebige Zahl Karten und werden durch die Maſchine hier befeſtigt. Die Maſchine ſoll in der gleichen Zeit zwölfmal ſoviel Karten fertig bringen, als in jetziger Weiſe für eine erforderlich iſt.
Der Telegrafendienſt wird in Spanien noch ſo vorſündfluthlich betrieben, daß Depeſchen von Bayonne bis Madrid und umgekehrt oft drei Tage gebrauchen, bis ſie an ihre Adreſſe gelangen, und dann ſind ſie mitunter ſogar unterwegs nach und nach in ihr Gegen⸗
Der Ausweis über die Bergwerksproduk⸗ tion Oberöſterreichs bringt unter Anderm auch die nicht unintereſſante Notiz, daß im Jahre 1858 am Inn⸗ fluß Gold gewonnen wurde. Beträgt auch das Quan⸗ tum nur 2 ¾ Loth, ſo bleibt die Thatſache doch immer⸗ hin erwähnenswerth.
Bei dem ſteigenden Mangel an Papiermate⸗ rial empfiehlt man Wieſenwolle oder Wollriet, welches in großer Anzahl in Sumpfwieſen wächſt und häufig zum Ausſtopfen der Betten benützt wird, ferner das Weidenröschen, deſſen Samenkapſeln mit einem weißen, wollartigen Stoffe gefüllt ſind, die Rohrkolben, die eine Menge von Wolle erzeugen, die Diſteln und Weide⸗ kätzchen, welche ſämmtlich Wolle erzeugen, die in der Regel verloren geht. Man nimmt an, daß durch das Sammeln derſelben jährlich mehrere tauſend Zentner Material zur Papierbereitung gewonnen werden können.
In Gent(Belgien) hat ſich ein Verein von Fa⸗
Erfindungen in Schutz zu nehmen und zu verbreiten. Alle Perſonen, welche eine Erfindung gemacht haben, können ſich an den Verein wenden und die Hilfsmittel zur Verbreitung ihrer Erfindung benützen, welche der⸗ ſelbe organiſiren wird.
Statiſtiſches.
Der geſammte Flächenraum der öſterr. Monarchie umfaßt 12,121 geogr. Q.⸗Meilen, welche 11,594 öſterr. Q.⸗Meilen gleichkommen. Von den 116 Millionen Joch entfallen auf den landwirthſchaftlich benützten Boden 99 Millionen Joch, während 17 Mil⸗ lionen Joch die unproduktive Fläche bilden, zu welcher jedoch auch der von Straßen, Seen, Flüſſen und Ka⸗ nälen bedeckte Boden gerechnet wird. Der Werth des produktiven Bodens iſt annähernd auf 10,140 Millio⸗ nen Gulden anzuſchlagen, das Joch(zu 1600 Wiener OQ.⸗Klafter) produktiven Bodens hat in runder Summe einen durchſchnittlichen Werth von 100 Gulden, Der Rohertrag dieſes produktiven Bodens beläuft ſich jähr⸗ lich im Durchſchnitte auf 1,568,100,000 Gulden.
Oeſterreichs Zuckerverbrauch betrug im Jahre 1857 bei 1,200,000 Zentner, von denen bei 5 ½ Millionen Steuern eingingen. Füuf Zwölftel dieſer Menge waren Rohrzucker, ſieben Zwölftel Rübenzucker.
Der Export derk. k. Tabakregie wird ſelbſt bei den ſchwierigen Zeitverhältniſſen von Jahr zu Jahr bedeutender. Nach Rom, Toskana, Parma und Modena werden jährlich bei 40,000 Zentner Aerarial⸗Tabak ab⸗ gegeben; auch für das franzöſiſche Tabak⸗Monopol ſind wieder Sendungen eingeleitet.
Den größten Bücher⸗Abſatz unter allen Buch⸗ handlungen in Oeſterreich dürfte der k. k. Schulbücher⸗
Mit Ende des Jahres 1859 werden ſich in Oeſterreich 543 Meilen Eiſenbahnen im Betriebe befin⸗ den. Im Jahre 1838 waren 30 Meilen Eiſenbahnen im Betriebe, es ſind ſomit binnen 20 Jahren 513 Mei⸗ len zugewachſen. Das Anlagekapital für dieſe Eiſenbah⸗ nen beläuft ſich auf circa 400 Millionen Gulden.
In Peſt wurden vom Jahre 1846 bis 1856, alſo in einem Verlauf von eilf Jahren, 1616 Neubauten mit 5975 Wohnungen aufgeführt. In neuerer Zeit hat dort die Bauluſt jedoch bedeutend abgenommen. Vom Jahre 1856 bis Ende Juli 1858 ſind nur 108 Neu⸗ bauten aufgeführt worden.
Die Geſammtſumme der Steuern in Europa bei einer Einwohnerzahl von 267 Millionen beträgt nahe an 1695 Millionen. Die größte Beſteuerung für je einen Einwohner kommt in England vor, nämlich mit 17 fl. 40 kr., die kleinſte in der Schweiz mit 52 kr. und die nächſt niedrigſte in Rußland mit 1 fl. 37 kr. In Oeſterreich beträgt die Steuer bei einer Einwohner⸗ zahl von ungefähr 40 Millionen für je einen Einwohner über 4 fl., in Frankreich bei einer Einwohnerzahl von nahe an 36 Millionen bei 12 fl., in Hamburg bei einer Einwohnerzahl von mehr als 200,000 Seelen nahe an 14 fl.
Während in den letzten zehn Jahren aus England 2,750,000, aus Deutſchland 1,200,000 Indivi⸗ duen auswanderten, verlor Frankreich weniger als 200,000.
Kleine Damenzeitung.
In Schweden ſind in vielen Buchdruckereien Mädchen und Frauen als Schriſtſetzerinen beſchäftigt. Auch werden mehrere Zeitungen daſelbſt von Damen herausgegeben. Die Regierung beabſichtigt auch in den Telegrafenbureaux junge Mädchen als Telegrafiſten an⸗ zuſtellen.
Die Gründung einer weiblichen Hand⸗ lungsſchule in Wien iſt, wie die„Autografiſche Kor⸗ reſpondenz“ meldet, im Plane. Sie würde Mädchen in der Buchführung und der einfachen gewerblichen Korre⸗ ſpondenz ausbilden.
In Nörreſundby auf Jütland iſt, wie däniſche Blät⸗ ter melden, der erſte Schritt zur Emanzipation der Frauen in bürgerlicher Stellung geſchehen. Es ſind nämlich bei den letzten Wahlen der dortigen Bürger⸗ repräſentation auch zwei Damen, welche über zwei Tha⸗ ler jährlicher direkter Steuer an die Kommune zahlen, auf die Wählerliſte geſetzt worden. Das Regulativ ſpricht nämlich nur von„Einwohnern“, und ſo hielt man es für billig, auch den weiblichen Steuerpflichtigen das Gemeindewahlrecht einzuräumen.
Welche umfangreiche Verbreitung die Krinolin⸗ röcke trotz der Fehde, welche Seitens der Männerwelt gegen dieſelben ausgekämpft wird, erlangt haben, dafür ſpricht unter Anderem der Umſtand, daß ein Berliner Agent einer Fabrik bei Solingen für den Betrieb der Stahlfederreifen in ſechs Monaten eine Proviſion von 1200 Thalern, und ein anderer Agent derſelben Fabrik in Wien für dieſelbe Thätigkeit 1400 Thaler in glei⸗ cher Zeit verdient haben. Die Eigenthümer der gedach⸗ ten Fabrik ſollen ſeit Jahresfriſt ein höchſt bedeutendes Vermögen durch dieſen Fabrikationszweig erworben
haben.
Verſchleiß nachweiſen. In demſelben werden jährlich bei zwei Millionen Lehrbücher abgeſetzt.


