Heft 
(1859) 2 02
Seite
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Wachs⸗

kränze in die Taſche geſchoben, die Laterne ange⸗

zündet, und hinaus geht es in die dunkle kalte Chriſt⸗ nacht. Von oben leuchten ſo klar und ſo feurig die ewigen Sterne, wie Augen, aus denen die Freude ſchimmert. Dieſelben Augen blickten ja auf den ärm⸗ lichen Stall hernieder, in welchem der Heiland ge⸗ boren ward.

Bruder Luftikus und ſein Stern.

Humoriſtiſche Erzählung von W. Ernſt.

(Schluß.)

achthundertſten Theile der erforderlichen Sum⸗ 3 me ſeine Wohnung ver⸗

ließ, um ſchnell die noch

fehlenden 3995 Gulden

aufzutreiben, hörte er Dvom unteren Dorfe her Fdie ſchmetternden Töne =p einer Trompete. Es war das erſte Signal 8 für die reifere Jugend Wurzingens, ſich auf dem Platze um die große

MWC. 72 lh

Erntefeſtzug in das 1 Wirthshaus des Ober⸗ dorfes unternommen wurde. Kaum hatte Fritz dieſes erſte Zei⸗ chen der heutigen Feſt⸗ lichkeit vernommen, ſo waren auch ſchon alle Geldſorgen wie wegge⸗ blaſen. Indem er mit der Zunge und den Fin⸗ gern den Takt ſchnalzte, ſchlug er augenblicklich L die Richtung in's Nie⸗ derdorf ein und ſprang luſtig und guter Dinge, als hätte er ſein Schäfchen längſt im Trockenen, über Hecken und Zäune, um ſo auf dem kürzeſten Wege zum allgemeinen Stelldichein zu gelangen. Da ſich Wurzingen, dem Thale folgend, um einen Hügel zieht, ſo gelangt man auf dem ſchmalen Pfade, der das Birkengebüſch dieſer Anhöhe durchſchneidet, weit raſcher als auf dem Fahrwege im Thale von einem Ende des Dorfes in das andere. Herr Fink ver⸗ folgte den Fußſteig, der, obwohl die Sonne noch nicht geſunken war, doch ſchon von dem abendli⸗

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en Schatten des Laubgehölzes überdämmert wurde. ) geholzes ül

ls Herr Fink mit dem

W. Ernſt: Bruder Luftikus und ſein Stern.

*Linde zu ſchaaren, von wo aus regelmäßig der

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Da brach plötzlich, wenige Schritte vor unſe⸗ rem Wanderer, eine ſeltſame Erſcheinung, die einem

Strauchritter nicht ganz unähnlich ſah, aus dem

Gebüſche und blieb, als ſie des Nahenden anſichtig wurde, unſchlüſſig ſtehen. So viel nahm Fritz

wahr, daß dem Fremden der Hut fehlte und die

Kleider an mehren Stellen ſehr bedenklich zerriſ⸗ ſen waren. Dieſe Zeichen äußerer Verwahrloſung ſtanden mit den Glackhandſchuhen und dem glatt⸗

raſirten Kinne des Unbekannten in einigem Wider⸗ ſpruche, den Fritz aber im Nu zu löſen verſtand.

's iſt ein Bruder Luftikus, dachte er, der irgendwo ſeine Zeche in Ermangelung landesübli⸗ cher Münze mit dem Hute bezahlt hat. Und in übermüthiger Laune rief er, auf den Fremden zu⸗ ſpringend:

Guten Abend, Freund, könnt Ihr mir nicht mit ein paar tauſend Gulden aus der Noth helfen?

Der Fremde fuhr bei dieſer Anrede vor Schre⸗ cken zuſammen und machte Miene, die Flucht zu ergreifen; aber Fritz ſtand bereits vor ihm und lachte ihm ſo friedfertig in's Geſicht, daß er alle Aengſtlichkeit fahren ließ und ſtehen bleibend den Gruß erwiederte:

Es thut mir leid, mein Herr, daß ich Ihnen nicht dienen kann, denn ich befinde mich eben in einer Lage, in welcher ich ſelber verſucht bin, Sie um denſelben Dienſt anzuſprechen. Ich habe keinen rothen Heller bei mir.

Fritz ſtutzte über die gewählte Sprache des Landſtreichers, der ihn zu intereſſiren anſing, konnte jedoch nicht umhin, ihm mit impertinenter Höflich⸗ keit zu ſagen:

Das iſt fatal; aber ich bitte, mein Herr, wollen Sie ſich nicht bedecken?

Der Fremde begnügte ſich, bitter zu lächeln. Er ſchien ſehr ermüdet. Indem er ſich auf einen Stein am Wege niederließ, fragte er:

Können Sie mir nicht ſagen, wo ich mich eigentlich befinde und wie weit es von hier bis Neumarkt iſt?

Das Dorf hier unten heißt Wurzingen und von hier bis Neumarkt ſind zwei Meilen; aber dieſe haben zwei Verliebte gemeſſen.

Zwei Meilen! ſeufzte der Fremde.So weit bin ich alſo in der Irre herumgerannt! Meine Beine tragen mich nicht mehr weiter. Könnte ich nicht hier im Dorfe einen Wagen bekommen, der mich noch heute nach Neumarkt zurückbrächte?

Das wird ſchwer halten, entgegnete Fritz,⸗ der den Sprecher verwundert angeblickt hatte.Sie können doch unmöglich eine gewiſſe unentgelt⸗ liche Rückbeförderung wünſchen, da dieſelbe bei aller Sicherheit doch ihre unangenehme Se und überdieß würden ſich unſere Bauern, da⸗ das Erntefeſt gefeiert wird, nicht um alle Schätze Indiens von dem Tanzboden auf die Straße locken laſſen. Sie thun darum wo b Sie heute hier im Dorfwirt