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daher die Parlamentsrede, Hier am Rheine hebung gegen jenen
den Krieg herbei, Blatt, das zufolge Trimeſter 500 Thaler
teurs Dr. Müller her, Landesverrath u. dgl.,
Profeſſor,
reich mache, einmal von Volkshalle befürwortet oder reclamirt.
werden in der Regel heimgeſucht, die weit Profeſſor ſtehen. zu Düſſeldorf,
Männer über dem
an dem man nun
er weichen muß, iſt zur Zeit noch nicht entſchieden. Da iſt ferner der Abgeordnete Gladbach. von der äußerſten Linken, auch er mußte mit Weib und Kind die Stadt verlaſſen, ſoll jetzt aber wieder Köln bezogen haben. Dann kommt Georg Weerth, eine der erſten Größen der ehemaligen N. Rheiniſchen Ztg., der von Eng⸗ land herüber kam, eine dreimonatliche Gefängniß⸗ ſtrafe abzubüßen, um ſein Bürgerrecht aufrecht zu erhalten. Man ſpann ihn die Friſt ein und bedeutete ihm nun, er möge ſich empfehlen und nicht wiederkommen. In den letzten Tagen er⸗ griff man Baute, den Geſchäftsführer der Weſtdeutſchen Ztg., ſetzte ihn eine Nacht über, transportirte ihn auf ein niederländiſches Dampf⸗ boot, daß er hinabſchwimme zu ſeiner Vaterſtadt Emmerich. Als man ihm den Thaler bot, den man ſonſt auch denen verabfolgen läßt, die den Schub beſteigen müſſen, ſell er dem Policiſten mit Worten gedankt haben, die Alberti nicht in ſein Complimentirbuch aufnahm. Da Baute eine Stunde den Rhein befahren hatte und Mühl⸗ heim ſah, war ſeine unfreiwillige Reiſeluſt ganz geſchwunden, weßhalb er ausſtieg. Schließlich führen wir noch den Chemiker Otto an, einen
ann, der zu den gelehrteſten der Provinz ge⸗ zählt wirdz auch ihn traf die Ausweiſung, die aber zur Zeit noch nicht ausgeführt wurde, weil er ſich wehrte wie Freiligrath. Hand in Hand mit den Ausweiſungen gehen die Hausſuchungen und Confiscationen, deren es in der vorigen Woche noch zwei abſetzte. Dr. Be cker, deſſen Aſſiſen⸗ rede(in Magdeburg mit Beſchlag belegt!1) be⸗ reits zum ſechsten Male aufgelegt wird, hat „Republik und Königthum von J. Mazzini“ ins Deutſche übertragen. Am Tage nach der An⸗ zeige wird das Werk confiscirt und zwei Tage darauf ſchon wieder außer Verfolgung geſetzt.
V
die der Vincke ſchlug. ſchwärmte man für die Er⸗ Staat, der nur eine Schuld von 1000 Millionen zu tilgen hat und der nicht einmal allein Ungarn wieder in ſeine Fugen zu bringen vermochte. Allenthalben alſo ſehnte man nur die Volkshalle nicht, ein der Voſſiſchen Ztg. in jedem aus Oeſterreich bezieht. Das ſollte indeß für dieſes ultramontane Journal nicht ohne Folge bleiben. Die Neue Preuß ſche, die Voſſiſche und andere Zeitungen fuhren der Art über dieſes Friedensgeſchrei des Chef⸗Redac⸗ nannten die Lügenberichte ſo daß die Polizei ſich erinnerte, jener Herr Müller ſei ein Würzburger
den man doch beſſer zur Heimath ſchickte, als daß er weiter Propaganda für Oeſter⸗ — er wurde ausgewieſen und nicht dem Verwaltungsrath der deutſchen Die Aus⸗ weiſungen ſind hier recht im Zuge und leider von derſelben Würzburger Da iſt z. B. F. Freiligrath bereits drei
onate maßregelt, ohne ſeiner losgeworden zu ſein, weil der Dichter ſtets mit Gründen die Geſetzwidrigkeit der Ausweiſung nachweiſ't. Ob
j Behelfe,
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Zur ſelben Zeit ſuchte man bei Zerbſt die Brochüre „Aus dem Landwehrleben in Klüngelheim“, vermit⸗ telſt deren der Verfaſſer, zufolge der Anklage, nach⸗ theilig auf die in dieſen Tagen abgehende Land⸗ wehr einzuwirken verſucht haben ſoll. Außer dieſem erſchien in Düſſeldorf, Aachen und hier an den Straßenecken ein Placat, ein Aufruf an die Landwehr, wachſam zu ſein, ob man nicht einen Zug zur Unterdrückung der Republik in Frankreich bezwecke. Das Flugblatt hat Ver⸗ haftungen und viele Nachforſchungen zur Folge. Sie ſehen, unſere Polizei ißt ihr Brot gegen⸗ wärtig mit Schweiß im Angeſichte.
Literatur.
Ein neues ungariſches Blatt. Nach einer langen Pauſe iſt auch wieder eine wiſſenſchaftliche Zeitſchrift:„U Magyar Muzeum“(Neues un⸗ gariſches Muſeum) vom Stapel gelaufen, von der ſchon zwei Hefte erſchienen. Herausgeber ſind zwölf Mitglieder der ungariſchen Akademie der Wiſſenſchaften: Erdy, Hunfalvh, Jerneh, Lugoſſy, Lukäes, Pauler, Reguly, Repiczly, Szilaſh, Szontagh, Toldy und Wenzel. Die unmittelbare Redaction hat der Secretär der Akademie, Pr. Franz Toldh, übernommen. Die erſten zwei Hefte enthalten einige recht verdienſt⸗ liche Abhandlungen.
Toldy. Eine der bedeutendſten Erſcheinungen iſt die ungariſche Literaturgeſchichte von Toldy, wovon das erſte Heft, die Periode bis zum Er⸗ löſchen des Arpadiſchen Königsſtammes(1300) umfaſſend, erſchienen iſt. Der Verfaſſer, als Secretär der Akademie und als Präfect der Univerſitätsbibliother im Beſitz aller nöthigen
gibt in dieſem Werke in bündiger Kürze, die aber der wiſſenſchaftlichen Gründlich⸗ keit keinen Eintrag thut, und zugleich in ge⸗ fälliger, künſtleriſcher Form und in der ihm be⸗ ſonders eigenen ſihliſtiſchen Reinheit das Reſullat mehr als zwanzigjähriger Forſchungen. Dr. Eepe. Am 24. November ſtarb der be⸗ kannte, langjährige Redacteur des Brockhaus'ſchen Converſations⸗Lexicons, Dr. Carl Espe. 1804 zu Kühren bei Wurzen geboren, war er Anfangs Lehrer in Dresden, ging dann nach Leipzig, be⸗ ſorgte von 1832 bis 1847 die Redaction der Sten und 9. Auflage des Converſations⸗Lexicons, um das er die entſchiedenſten Verdienſte ſich erworben hat, und redigirte daneben das Converſatlons⸗ Lexicon der Gegenwart von 1838—41. Von ſeiner übrigen literariſchen Thätigkeit ſind be⸗ ſonders die Jahresberichte der deutſchen Geſell⸗ ſchaft zur Erforſchung vaterländiſcher Sprache und Alterthümer(Leipzig 1835— 47) zu er⸗ wähnen. Im Frühjahr 1848 ward Espe von einem Schlaganfall betroffen, der bald auch auf ſeinen Geiſt zerſtörend wirkle.. In der Irren⸗ anſtalt zu Stötteritz bei Leipzig wurde er endlich durch einen ſanften Tod von ſeinen Leiden erlöſtt.
Prutſche Abende von Auerbach. Der Dichter der„Dorfgeſchichten“ hat die Winterſaiſon unſerer


