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wentgjen Fitg kugen im Stann Kd und intendirt früher die Beda uur die Lind un in vuitſchritbenn en, ſie u Glhiz die verzwickte Bra⸗ em ez ſind die ge⸗ che Mozarts Anien ſe ſchwierig wachtn, ihn Töne trmuiinn gelang die erſt Ari ismus indeß ſah den ur meiſterhaſt, und nden nichts dagegen n, wohin wir dit und die Papagene, nen, werden noch ng und Präcifin uch ſchon bei der beſſet ward. Ali nir die Execution Senntage, hervol⸗ uſt, ſi in ieſem eit und mit ſolch höun. Inttreſſnt en, beſonder abe anze Huus ſch eGallerie ſo Ke⸗ Kepf gedrängt, 3 velchem hohen A⸗ in deutſches Pul — Des Dram lun ijin Vul⸗ Fedicht in* AMn beltunen, daß vi cnungi kuuu⸗ ſtnm Auhin
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1629 1630
Calvin und Servet, ſind ſo meiſterlich vollendet aratteriſirt und gehalten, daß der Zuhörer, ab⸗ geſehen von ſeinet ſubjectiven Meinung, jedes Princip in ſeinem Repräſentanten als berechtigt anerkennen und die traurigen Conſequenzen dieſes Conflickes um ſo mehr beklagen muß. Dabei zeigt der Verfaſſer eine nicht ungewöhnliche Bühnenkenntniß, was den dramatiſchen Effect helrifft, zumal in den Actſchlüſſen; dabei herrſcht ein ſo friſcher Geiſt, ein ſolcher Gedankenreichthum, eine ſo pbetiſche, ſchwungvolle Sprache durch das Ganze, daß wir neben dem in der That gediege⸗ nen Goldgehalk der Materie auch den Werth der Form ſehr hoch anſchlagen müſſen. Ohne daß der Dichter es gewolli, einzig durch die Kraft der Wahrheit, wird er beziehungsreich für die Gegenwart, namentlich was die Characteriſtik des Volkes betrifft. Trotz der 300 Jahre, die dazwiſchen liegen, mögte der Unterſchied zwiſchen damals und heute noch nicht allzugroß ſein. Und wie das Werk den Meiſter lobt, ſo hat das Pu⸗ blicum ſich ſelbſt nur geehrt, daß es für dieſe ſchöne Dichtüng ſich ſo empfänglich zeigte. Wiederum ein Beiſpiel, daß bei wahrhaft Gutem es weder der Vorherberkündigungen noch der Claque bedarf, um das Urtheil des Zuhörers zu ſen und— irre zu leiten. Wir hoffen, trotz einigen Zweif⸗ lern, daß das Stück allgemeinen und dauernden Anktang finden werde, überzeugt von der Macht der Wahrheit und Poeſie, welche noch immer in dem Herzen des Volkes ungeſchwächt herrſchten. Den Darſtellern ſind wir zu dem beſten Danke verpflichtet, doppelten Dank Herrn Baumeiſter, der uns als Benefiziat dieſes Abends eine ſo ſchöne Geiſtesfrucht bot. Er ſowohl wie Herr Fehringer ſtanden ſich als geiſtige und dramatiſche Rivalen auf das Würdigſie gegenüber; nur hätte der erſte, um dieſen Gegenſatz vollſtändig zu machen, der eiſernen Ruhe und Conſequenz des Fanatismus in Calvin, noch mehr Begeiſterung und Schwärmerci ohne Nachtheil zeigen können. Herr Fehringer war ſelbſt bis auf die Maske durch und durch Wahrheit. Frl. Fuhr als Cal⸗ vins Gattin, freilich eine im Ganzen nur unter⸗ geordnete, aber doch an ſich bedeutſame Rolle, nicht von der Hiſtorie, ſondern von der Poeſie ſo geſchaffen, iſt wohl mit der Auffaſſung der⸗ ſelben noch nicht ganz im Klaren; der Kampf zwiſchen Pflicht, Abſcheu und erwachender Nei⸗ gung läßt noch Vieles in die Rolle hineinlegen, was zur Zett noch nicht erkannt wird. Die ſo fleißig beſchäftigte Darſtellerin, der es offenbar am beſten Willen nicht fehlt, iſt ſichtlich ermattet, zuntal, wenn es gilt, eine Rolle außer ihrer Individualität künſtleriſch zu geſtalten. Ein Anderes iſt es im„Steffen Langer“, wo das Klärchen mehr durch die Natur der Individualität als durch die Kunſt ſo meiſterhaft gelingt. Unter den Nebenrollen verdient Herr v. Gogh, Colbins Famulus, Erwähnung, obgleich auch ihm etwas mehr Feuer ſtatt der Bedächtigkeit zu wünſchen wäre. Die Volksſcenen ſind gut gehalten, und ſo können wir dieſes neue Werk gewiſſenhaft der Theilnahme jedes Freundes der dramatiſchen Poeſie empfehlen, und ſind überzeugt, daß er es uns Dank wiſſen werde, eine ſo treffliche Pro⸗
duetion in ſo trefflicher Darſiellung kennen ge⸗ lernt zu haben.
Concertbericht. 3) Freitags, den 13. Decbr. gab die Pianiſtin Wilhelmine Clauß im Apollo⸗ ſaal ein ſehr zahlreich beſuchtes Concert, oder beſſer eine Soirée musicale, weil wir die mo⸗ dernen Concerte ohne alles Orcheſter mit dem Namen Concert zu belegen uns noch immer nicht entſchließen können. Hier war wiederum Fama, in der Journaliſtik körperliche Geſtalt annehmend, ſehr geſchäftig, gehörig vorzubereiten, und nicht mehr das achte, ſondern das zehnte, zwanzigſte oder hundertſte Wundet der Welt erwarten zu laſſen. Wir ließen uns nicht verleiten, durch die Brille des Referenten des Frankfurter Con⸗ verſationsblattes, in einem hieſigen Journal aus⸗ zugsweiſe mitgetheilt, zu ſehen, ſondern ſetzten unſere eigene Brille auf, oder beſſer, wir hörten mit eigenen Ohren. Wir müſſen der noch ſehr jungen Concertgeberin eine ungemein techniſche Virtuoſität zuerkennen, eine immenſe, wir würden ſagen, wunderbare Fertigkeit, wenn nicht eben das Alltägliche, das Zehn⸗ und Hundertfache ſolcher Erſcheinung das Wunder als ein ſolches aufhebt. Eine beſondere Eigenthümlichkeit, durch welche dieſe Virtuoſin von ihren übrigen Kunſt⸗ genoſſen, die jetzt alle in der Technik faſt das Höchſte leiſten, unterſchiede, wenn es nicht ihre Jugend etwa iſt, haben wir nicht wahrnehmen können. Uns ſieht die Kunſt als die Gottheit in erſter Reihe; die ausübenden Künſtler, als deren Prieſter und Prieſterinnen, können nur in zweiter Reihe erſcheinen. Die erſte Frage bei uns lautet: was für Muſik wird producirt? die zweite: wie wird ſie exeeutirt? und das Ungenügende des Was kann uns nie durch noch ſo treffliches, ſelbſt wunderbares Wie entſchädigen; ja, wir ziehen die treffliche Compoſition ſelbſt bei weniger brillanter Ausführung vor. Es gereicht der Concertgeberin zur Ehre, daß ſie in der Wahl der Piecen beiden Richtungen, der klaſſiſchen wie der modernen, Rechnung tragen wollte. Von der erſten ſpielte ſie Mendelsſohns zweites Trio mit Begleitung der Herren Haffner und Lee, ſo wie die große Sonate von Beethoven in C, solo; die letzte Richtung war durch Dreiſchock und Willmers vertreten; Chopins Nocturno ſollte beide ver⸗ mitteln. Mindeſtens hatten wir die Freude, in einem Concerte einmal Nichts von eigener Com⸗ poſition zu hören. Die Ausführung war, wie geſagt, virtuos, in der jetzt gewöhnlichen Be⸗ deutung des Wortes, die nur die äußere Seite der Künſt in Betracht zieht. Rückſichtlich der inneren Seite, der Seele, der Auffaſſung und des Verſtändniſſes war heut ja wohl Beethoven das Kriterium; und hier müſſen wir bekennen, daß uns der Vortrag ganz und gar nicht befriedigt hat, ohne Ausdruck, ohne Nuance, ohne alle tiefere Bedeutſamkeit des Lichtes und Schattens. Und wie ſollte auch bei ſo zarter Jugend(es heißt 16 oder 17 Jahre) ein wirkliches Verſtändniß Beethovenſcher Compoſition und ein Wiedergeben ſeines Geiſtes in einer Weiſe, wie es Clara Schumann, oder noch mehr, eine Pltyel thut,
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