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zurück verfolgt und über mehrere vormärzlich be⸗ ſtandene politiſche Vereine, ſowie über die ge⸗ heimen Inſtructionen der ehemaligen Cenſoren Auſſchluß gibt. Dr. Frankl hat die Bewilligung erhalten, einige für ſein Werk erforderliche Daten aus den Criminal⸗Acten zu erheben.
Rinkel wird nicht, wie es heißt, nach Torgau gebracht werden, doch wird er auch ſchwerlich ſeine Begnadigung erhalten. Die„Deutſche Reform“ ſagt deßhalb:„Eben jene hohe, geiſtige Bildung und Begabung Kinkels, welche ihn würdig in die Reihe der Koryphäen deutſcher Kunſt und Wiſſenſchaft hätte ſtellen können, iſt ein Grund, keine Gnade walten zu laſſen gegen den Mann, welcher mit vollem Bewußtſein die eiſerne Ge⸗ rechtigkeit gegen ſich herausgefordert, welcher die Grundlagen der bürgerlichen Geſellſchaft viel ſchwerer verletzt hat, als alle die wegen einzelner gemeiner Verbrechen verurtheilten Genoſſen ſeiner Gefangenſchaft. Strafbare Schwäche wäre es von Seiten der Staatsgewalt, wenn ſie einen der gefährlichſten Führer der rothen Demokratie dem verletzten Geſetz zum Hohne begnadigte, wenn ſie dem Genius Kinkels freien Raum geben wollte zu neuer Entfaltung der rothen Fahne.
Der frühere Polizeipräſident von Berlin, Herr von Minutoli, der die unfreiwillige Muße, in die er ſich ſeit dem Jahre 1848 verſetzt ſieht, zu mannigfachen literariſchen Arbeiten, namentlich die Hausgeſchichte der Hohenzollern betreffend, benutzt, hat ſich auf Veranlaſſung des vor meh⸗ reren Monaten verbreitet geweſenen Gerüchts von dem Wiedererſcheinen der„weißen Frau“ im königl. Schloſſe mit einer Unterſuchung des Ur⸗ ſprunges dieſer Sage und der Beobachtungen, die in Bezug auf dieſelbe gemacht ſein wollen, befaßt. Er hat die vorhandenen Traditionen bis zum Jahre 1486 zurück verfolgt. Dieſe Arbeit wird in wenigen Tagen die Preſſe verlaſſen.
Ledru-Bollin's»Le Proscrit«. Die erſte Nummer der neuen Zeitſchrift der Londoner Flücht⸗ linge,»Le Proscrit«, iſt am 6. Jull in Paris mit Beſchlag belegt und der Drucker in Anklagezuſtand verſetzt worden. Die Nummeriſt übrigens inſofern intereſſant, als ſich daraus ergiebt, daß das, was man die„Montagne“ nennt, den Londoner De⸗ mokraten und Herrn Ledru⸗Rollin insbeſondere nur als ein Haufen feiger Verräther erſcheint. Herr Ledru⸗Rollin debütirt nämlich mit einer Anſprache an das Volk, dem er räth, nur auf ſich ſelbſt zu bauen. Die demokratiſche Preſſe habe Furcht. Die letzten Repräſentanten, welche ernannt worden ſeien, hätten kaum Zeit gehabt, ihren Sitz einzunehmen, ſo hätten ſie ſchon die Revolution drei Mal verläugnet gehabt. Die Montagne im Allgemeinen habe ſich des großen Namens unwürdig gezeigt, mit dem ihre Feinde ſie beehrt. Indem ſie bei dem Wahlgeſetz mit⸗ geſtimmt, habe ſie die Majorität rehabilitirt und die Uſurpation legitimirt, und nach dem Votum ſei ſie auf ihren Bänken geblieben. In einem zweiten Artikel deſſelben Journals werden die »républicains de la ville« ehrgeizige Whigs, „im Treibhauſe des National ausgebrütet“, die Journaliſten, welche einen bewaffneten Proteſt gegen das Wahlgeſetz widerriethen,„feige Ver⸗
räther“ genannt; endlich werden die ſpeialiſtiſchen Repräſentanten gebrandmarkt, welche in eigener Perſon das allgemeine Stimmrecht zu Grabe getragen, geleitet aus„Furcht für ihren Handel und ihre parlamentariſchen Diäten.“ Man kann hieraus erſehen, was Frankreich von den Londoner Herren zu erwarten hat.
Theater und Muſik.
Hamburg. Pereinigte Theater. Unſere Gäſte fahren fort, das Repertoir beider Bühnen recht anziehend zu machen, ſie bewirthen uns in gar ſplendider Weiſe und bieten uns manch erfreu⸗ liches Gaſtgeſchenk, ſo daß wir mit der Gegen⸗ wart ſchon recht zufrieden ſein könnten, wenn nicht zugleich, durch dieſelben Gäſte veranlaßt, der Gedanke an die Zukunft ſo manchen Trepfen Wermuth in die Freude des Genuſſes miſchte. Je mehr wir gegen die Fremden uns zum Dank verpflichtet fühlen müſſen, mit deſto größerer Be⸗ ſorgniß blicken wir auf die Tage hin, wenn ſie uns wiederum verlaſſen haben, und, wie wir hören, ihnen mit des Sommers Ende auch noch manche unſerer heimiſchen Künſtler folgen werden, um uns verwaiſ't zurückzulaſſen. Von einem genü⸗ genden Erſatz des bereits erlittenen und noch drohenden Verluſtes will noch immer nichts ver⸗ lauten, und die Zeit der Ernte iſt ſchon nahe, der Sommer wird, wie bald, vorüber und dahin gehen: ſoll uns dann noch immer nicht geholfen ſein?— In der Oper trat Frl. Sulzer noch als Iſabella auf und rechtfertigte unſer in voriger Nummer ausgeſprochenes Urtheil, daß ſie eine talentvolle— Anfängerin iſt. Auch dieſe Partie geht über ihre derzeitige Kraft und Kunſtſtufe, obgleich es nicht zu leugnen iſt, daß ſie eben nach beſter Kraft ſich damit abgefunden hat. Es wird zu einer gerechten Würdigung Alles darauf an⸗ kommen, ob dieſe Partieen ihre freie Wahl, oder ob ſie von der Direction als Probe zur Prüfung ihr vorgeſchrieben waren, denn nur im erſten Fall könnte ſie der gerechte Tadel treffen, daß ſie ſich und ihre Kräfte überſchätze. Die diesmalige Vorſtellung der Meherbeerſchen Oper war über⸗ haupt eine ſehr mangelhafte. Auch Frl. Bhwater, welche die Alice ſang, iſt eine Anfängerin, die ſich an ſolche Partieen noch nicht wagen ſollte, ja, deren Stimme ſogar durch ſolches Wagniß große Gefahr laufen könnte für ihre fernere Entwickelung. Eine Meyerbeerſche Oper aber, in der die weiblichen Partieen von Anfängerin⸗ nen ausgeführt werden ſollen, läßt ſchon von vorn herein einen günſtigen Erfolg nicht voraus⸗ ſehen. Anch Herr Ditt hätte beſſer gethan, eine andere Rolle als den Robert zu ſeinem erſten Wiederauftreten nach der Urlaubsreiſe zu wählen, da der Vergleich mit dem noch in friſchem An⸗ denken lebenden„Robert“ von Sgr. Pardini, in jeder Hinſicht virtuos gegeben, zu ſeinem Nach⸗ theile entſcheiden mußte. Von dem„Bertram“ des Herrn Lindemann könnenßwir Nichts ſagen, da wir nicht mehr als die beiden erſten Acte ab⸗ zuwarten uns veranlaßt fühlten.— Frl. Wil⸗ dauer wiederholte in der verfloſſenen Woche noch


