Jahrgang 
2 (1850)
Seite
917-918
Einzelbild herunterladen

96

achen, wo rfümirten niſterium, ren nach Scheitel e Pi⸗ pie ihren

der Velt n dipfer n zihnten m den zun Vde Pus maht

Schrecken hre Heere in Herzen ſe Roland zt gern din⸗ ſele. U ſizen bei Geiſtes, heit Sie

auf die und ganz Revolution en können, ſe ſu be⸗ Fenſe ihr ſolund ſil ſceun ſe Spytenber⸗ nrihtun. 8 gevolutin

n dn hißen auf Don virs ehri e niht wr

917

facher Geſtalt zieht der Verrath in unſere Thore ein, und Manon Roland iſt die Seele der Verſchwörung.

Lambertine. Ha, mir wird's leichter um's Herz Camille, ich danke dir, denn eine blutige Sonne iſt mir aufgegangen und alle meine Entſchlüſſe reifen.

Camille. Du mußt zu Manon Roland gehn, Lambertine!

Lambertine. Sie ſehn ſie ſehn.

Camille. Das ſollſt du hör' mich an. Ein Mädchen aus der Bretagne wurde unſeren Spionen verrathen. Ihr Name iſt Marie Lambert. Sie bringt einen Bref an Manon Roland, von den Verſchwörern in der Provinz. Der Maire von Rouen iſt mit unterzeichnet. Man bitttet ſie um wei⸗ tere Befehle. Dies Mädchen iſt verhaftet hier iſt der Brief! Du überbringſt ihn Manon Roland als Marie Lambert; ſie kennt dich nicht, ſie wird dir eine Antwort geben, und dieſe Antwort oder alles müßte trügen wird ihr Todesurtheil.

Lambertine. Her mit dem Brief! Ha, Camille göttlicher Teufel! Richt ein Erdbeben hätte mich aufgejagt vom Lager, wie dieſe Botſchaft. Feuer iſt wieder durch meine Adern gegoſſen; ich lebe und fühl's, daß ich lebe und wie Gewitterſtürme zieht's mit dumpfem Frohlocken mir durch die Seele.

6

918

Camille. Ich kannte die Thervigne.

Lambertine. Ich jagte mich mit un⸗ reifen Gedanken; du bringſt den fertigen Plan. Ich fürchtete, nur mich zu rächen du zeigſt mir, daß hinter mir das Volk und die Freiheit ſteht und die verrathene Revo⸗ lution. Ha, die Kraft von Tauſenden in meine Seele! Sie ſpielen mit der Freiheit, ſie ſpielen mit der Liebe komme über ſie furchtbarer Ernſt des rächenden Verhängniſſes.

Camille. An's Werk!

Lambertine. O Madonna von Meri⸗ court ich bitt' um deinen Segen. Ich will heiter ausſehn und ſanft, als lägen Gebete des Friedens auf meinen Lippen und Kinder⸗ ſpiele in meinem Herzen. Noch einmal blüht empor, Roſen meiner Jugend, und bergt die Kreuze, die ich durch's Leben trug und die Schlangen, die ich im Buſen trage. Blumen in's Haar und auf die Wangen! Wie man mit Sonntagsgeläut' zur Kircht geht ſo will ich gehn zu ihr. Komm', Camille.

Camille. So iſt's recht, Brieftäubchen!

Lambertine(plotzlich einhaltend). Ha, und Barbarvux.

Camille. Barbaroux. Lambertine. Er fällt mit ihr? Camille. Er fällt mit ihr.

Lambertine(nach einer Pauſe). Wohlan, es ſei!