Jahrgang 
2 (1850)
Seite
905-906
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Breslauer Wollmarkts⸗Spuk. Sn Wquatellen, von War Waldau.

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(Fortſetzung.)

S Wir finden dieſe Race überall gegen das eigene Intereſſe wütend. Neuerdings ſträubten ſie ſich gegen die Einführung der Gemeindeordnung, die ihnen als nächſtes Bedürfniß die Vereinigung des Dominial⸗ grundbeſitzes mit den Dorfkommunen pro⸗ ponirt, weil es allerdings mehr als wahr⸗ ſcheinlich iſt, daß die bisherigenHerren, die ſich mit und ohne Grund des Vertrauens der Gemeinden nicht zu erfreuen haben, bei den Wahlen der Vorſtände leer ausgehen dürften, und Graf K. und Baron R. doch nicht unter dem Bauer⸗Bürgermeiſter Z. ſtehn können. Ueberlegten die Herrn, daß ſie bei einiger Intelligenz durch das materielle Ueber⸗ gewicht ihres Beſitzes ſehr bald in der Ge⸗

meinde auch das moraliſche Uebergewicht haben

müßten, weil ſie nun, mit den Andern über einen Kamm geſchoren, keinen Grund mehr zu Mißtrauen und Widerwillen mitbringen, ſo würden ſie ihre eigne Sicherheit, ihre politiſche und ſoziale Stellung grade nur durch den Verein mit der Dorfkommune ge⸗ wahrt ſehn. Aber ſie ſehn nicht über die eigne Naſe hinaus, ſie ſchimpfen über die Demokratie, weil ſie einige freche Handwerks⸗ burſchen, die ihnen bettelnd Grobheiten ge⸗ ſagt, für Normaldemokraten halten; ſie

ſchimpfen über Geſchworne, die ſich nicht dazu

hergeben Pflicht und Mannesehre zu ver⸗ letzen; ſie ſchimpfen über Richter, die nicht Staatsanwälte der Regierungsintereſſen und Häſcher des Obertribunals ſein mögen, kurz ſie ſchimpfen ſternbergiſch, kreuz⸗

zeitunglich, das iſt ihre ganze Kunſt, ihr

ganzes Wiſſen. Was ihnen ſelbſt am meiſten notthut wiſſen ſie aber nicht. Sie ruiniren ſich ſelbſt und das iſt nicht zu beklagen, aber ſie helfen auch den durch prettende Thaten undkühne Griffe in's Blaue ohnehin verdorbenen Staat vollends ruiniren. Ein erbauliches Bild. Korruption, Strafdisciplin, freches Verhöhnen der Geſetze durch Reſkripte der Regierung und der oberſten richterlichen Behörde, erbärmliche Sophismen zur Be⸗ ſchönigung von Maßregeln gegen diefreie Preſſe, Demoraliſation aufgeſetzlichem Wege überall. Alles: Mit Gott für König und Vaterland! Stahl und Gerlach ſprechen den Segen drüber und der Same der künftigen Revolution iſt gelegt. Das Stück ſpielt wie nach 1789, aber es kamen nach den Verſailler Feſten, wo man die Trikolore mit Füßen trat und die weiße Kokarde auf⸗ ſteckte, die Tage von 1792 und 93. Tu ras voulu Georges Dandin! Schade nur um die Einſichtigen, die denn doch werden mit herhalten müſſen. II

Das Marſch'ſche MWuſeum.

Die Ohlauerſtraße wird Dem ſcheinen, der verſteinerte Kabinetsordren lieber hat als die Entwickelung nach Zeitverhält⸗ niſſen und Bedürfniſſen. In Berlin gleichen ganze Straßen Kaſernen und der militäriſche Zopf ſieht aus allen Winkeln heraus; in Breslau gibt es viel Plätze, namentlich im Kerne der Stadt, die daran erinnern, baß

häßlich

Breslau durch ſich ſelbſt geworden und ohne