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Der Vorſtand der zu London ſtattfindenden europäiſchen Induſtrieausſtellung hat bekanntlich ſämmtliche Architekten Europas aufgefordert, Pläne zur Erbauung der großen Induſtriehalle einzuſenden. In Folge dieſer Aufforderung ſind von 245 Architekten Riſſe mitgetheilt worden. Es befinden ſich unter dieſen 245, 128 londoner Architekten, 51 aus den Provinzen. Endlich 6 Schotten, 3 Irländer, 27 Franzoſen, 3 Hol⸗ länder, 2 Belgier, 1 Hannoveraner, 1 Neapo⸗ litaner, 2 Schweizer, 1 Preuße, 1 Pole, 1 Oeſter⸗ reicher, 2 Hamburger und 7 Anonyme. Aus dieſen 245 wurden zuerſt 70 und aus dieſen 70 wurden 18 ausgezogen, von welchen letzteren definitiv einer angenommen werden ſoll. Von dieſen 18 ſind dreizehn von Franzoſen, zwei von Engländern, einer von einem Irländer, einer von einem Deutſchen(Sprenger iſt ſein Name), einer von einem Holländer entworfen. Däs Comitee lenkt die Aufmerkſamkeit des großen Collegiums namentlich auf die Pläne des Herrn Hektor Horace zu Paris und des Herrn Turner zu Dublin.
Die Wiege des zu erwartenden ſpaniſchen Sprößlings, welche die Königin Iſabella in Paris anfertigen ließ, iſt jetzt ausgeſtellt, ebenſo das Kinderzeug. Die Wäſche iſt von Batiſt, von dem die Elle 60 Francs koſiet, und mit echten Valen⸗ cienner Spitzen garnirt. Die Wiege mit dem ſpaniſchen Wappen iſt von vergoldetem Silber, eiſelirt von den bedeutendſten Künſtlern und gar⸗ nirt mit meergrünem Damaſi. Sie koſtet 150,000Fr. So viel koſtete ungefähr die Wiege, welche Paris dem König von Rom ſchenkte und welche nach einer Zeichnung Prudhons angefertigt wurde. Letztere Wiege befindet ſich jetzt in der Schatzkammer zu Wien.
Der Prälzer Tabach iſt ein Ausfuhrartikel nach England und Spanien geworden. Man be⸗ zahlt an vielen Orten der Pfalz, wo die beſſeren Sorten wachſen, den Centnerrohen Tabackmit 20 fü⸗ was kaum für die amerikaniſchen Blätter gezahlt wird. Eine neue Induſtrie iſt dort erſtanden, welche im Winter Hunderten von ſonſt unbe⸗ ſchäftigten Händen Arbeit und Brod verſchafft. Die Blätter werden auf beſondere Weiſe ge⸗ glättet, und dadurch zum Verkauf nach England und Spanien zubereitet. Dort wird der Ctr. mit 4 bis 5 Pf. St.(50— 60 fl.) bezahlt. Die Pfälzer Bauern ſind darum auch in dieſem Jahre beſonders darauf aus, ſchönen Taback zu produciren.
Ein neues Wunder zu Fom. Diesmal iſt es das Bild einer heiligen Jungfrau in einer der Kirchen von Torſombrone, welche ebenfalls, wie die von Rimini die Augen verdreht. Eine Com⸗ miſſion von 5 Geiſtlichen hat mit Erlaubniß des Biſchofs dieſer Stadt das Bild unterſucht, ſich von dem Wunder überzeugt() und angeordnet, daß es in der Kathedrale von Torſombrone zur Verehrung der Gläubigen ausgeſtellt werde.
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Ein ſüdamerikaniſches Calikornien ſoll an den Ufern des Yuruarh in dem Bezirk von Upata (Venezuela) entdeckt worden ſein. Man findet Stücke bis zum Gewicht von einer halben Unze. Ein gewiſſer Pedro Monaſterio aus der Provinz Barqueſimeto hatte mit ſeinen Begleitern in wenigen Tagen des Märzes 5000 Peſos, ein Anderer 138 Unzen Gold gewonnen. Proben dieſes Goldes will man ſchon in den Jahren 1833 und 1834 in den Händen von Eingebornen aus Tupuquen erblickt haben. In Ciudad Bo⸗ livar(chemals Angoſtura) und in Puerto d'Espagna, der Hauptſtadt von Trinidad, herrſchte deshalb große Aufregung und beſonders bereiteten ſich auf Trinidad viele junge Leute vor, nach den adiggings« einen Ausflug zu machen. In der Goldgegend ſoll Fiſch und Wildpret reichlich vorhanden uud das Clima nicht ſo heiß ſein, daß ein Europäer die nöthigen Arbeiten nicht unter freiem Himmel verrichten könnte.
Ein ſchlauer Betrüger. Seit längerer Zeit hat ſich ein Gauner, unter dem Namen Fudikar aus Elberfeld, in mehreren Theilen Deutſchlands umhergetrieben und unter Mißbrauch der Firmen achtbarer Verlagsbuchhandlungen, z. B. F. A. Brockhaus in Leipzig, Friedrich Vieweg und Sohn in Braunſchweig u. A. m., Subſcribenten auf ein kaufmänniſches Werk nicht nur geſammelt, ſondern auch 3 Thlr. als Pränumerationspreis für das Ganze oder einen Band erhoben. So unglaublich es auch erſcheinen mag, daß ſich viele Perſonen auf ſo plumpe Weiſe betrügen laſſen ſollten, ſo iſt es doch der Fall geweſen; der Gauner hat im großartigen Maßſtabe gearbeitet und, wie es ſcheint, mehre 1000 Thlr. durch Einziehung der ſogenannten Subſeriptionsgelder erſchwindelt. Er iſt jetzt in Leipzig verhaſtet, ein Mann von etwa 60 Jahren, der zur Zeit den Namen Pappelsdorff aus der Gegend von Elberfeld führt. Geld hat man nicht bei ihm gefunden, wohl aber Weib und Kind und eine Menge Sübſeriptionsliſten, bedeckt mit den acht⸗ barſten kaufmänniſchen Firmen vieler Orte.
Piebswitz. Die Diebe fangen nun auch an, witzig zu werden. Kürzlich ließen ſie in der be⸗ ſtohlenen Pfarrkirche zu Prechtholdsdorf bei Wien einen Zettel zurück, auf dem geſchrieben ſtand, daß ſie nur die Kirche vem Staat(Prunk) ge⸗ trennt haben.
Eine ungeheure Erbſchakt. Vor etwa 14 Tagen erhielt der Pfarrer in Pawlau, in Oberſchleſien, einen Brief, worin ein Schneider Noak einet großen Erbſchaft wegen nähere Nachrichten, be⸗ ſonders aus den Kirchenbüchern zu haben wünſcht. 1820 iſt nämlich ein Schiffscapitain und Gou⸗ verneur, Namens Noak in Amſterdam geſtorben, und hat ſein Vermögen teſtamentariſch ſeinen Geſchwiſtern hinterlaſſen. Aus erwähntem Briefe geht hervor, daß das unermeßliche Vermögen in 5 großen Häuſern, eine Maſſe werthvoller Mo⸗ bilien, Gold⸗ und Silbergeſchirr, Papieren und


