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andern iſt 5 Peuce(reichlich 4 Sgr.), und die Steuer beträgt 1 Penny. Außerdem muß für Zahlung der Avertiſſements⸗Abgaben an die Regierung Bürgſchaft geleiſtet werden auf dem Stempelamt, und die Koſten der Zeitungs⸗Anoncen (Advertisements) zu Gunſten der Regierung ſind enorm und belaufen ſich ohne Unterſchied, d. h. ohne Rückſicht auf ihre Größe, auf 1 Schill. 6 P. Die täglichen Abgaben ſind, wie geſagt, 1 Penny. Das jährliche Gres⸗Einkommen der Morning Poſt iſt zwiſchen 50 und 60,000 Lſtlr. Der Er⸗ trag der vom Publikum bezahlten Anzeigen liefert den größten Theil jener Regierungs⸗Revenüen, im Laufe der Woche manchmal über 500 Lſtrl. Ueberhaupt ſind die Anzeige⸗Koſten in irgend einer Zeitung in England ungeheur, und es koſtet hier eben ſo viel, eine Broſchüre anzuzeigen, deren Ladenpreis 1 Shill. iſt, als ein ganzes Werk zu dem Preiſe von einer Guinee. Die Geſammtzahl der mit Herbeiſchaffung des Stoffs und dem Druck beſchäftigten Perſonen beläuft ſich auf etwa 150 und ihre verſchiedenen Fächer ſind folgende: 1) das der Redacteure(editorial departmenth, wohin gehören der Haupt⸗Redacteur(chief editor), der Redacteur der Parlaments⸗Nachrichten(par- liamentary editor), der Redacteur des Aus⸗ ländiſchen(foreign editor), der zweite Redaecteur Gub editor), der Redacteur des Wiſſenſchaftlichen (literaty editor) und der Redacteur der politi⸗ ſchen Nachrichten(political editor), in allem 6. 2) Die Berichterſtatter der parlamentariſchen De⸗ batten und Vorgänge, 14 bis 16 an der Zahl, welche die in beiden Häuſern des Parlaments gehaltenen Reden niederſchreiben. Dieſe thun ſonſt nichts. Es ſind gemeiniglich junge Leute, die Jura ſtudiren und Advocat werden wollen (tudying for the bar). Das Honorar eines jeden iſt wöchentlich 5 Guineen. 3) Die Bericht⸗ erſtatter der Vorgänge in den verſchiedenen Ge⸗ richtshöfen, S an der Zahl. 4) Die Bericht⸗ erſtatter polizeilicher Vorgänge, in allem 14. 5) Das Fach der Correſpondenz mit verſchiedenen Theilen des Auslandes. Die Zahl ſolcher Cor⸗ reſpondenten iſt 5 bis 6. 6) Das Druckerfach mit zwei Perſonen an der Spitze, von welchen einer die Oberaufſicht über Setzen und Drucken hat und der andere die Arrangirung der Zeitungs⸗ Anzeigen beſorgt. Unter ihnen ſtehen ungefähr 50 Leute. 7) Die Agentſchaften in verſchiedenen Theilen des Continents und den vornehmſten Städten Englands, ſammt dem reſidirenden Correſpondenten zu Dublin und an den engliſchen Univerſitäten zu Cambridge und Oxford. 8) Die bei der Preß⸗Maſchine beſchäftigten Leute, etwa 15. 9) Die penny-aliners, das ſind diejenigen Perſonen, welche allerlei vermiſchte Zeitungskunde in der Stadt ſammeln und für jede gedruckte Zeile 14 Pence erhalten. Ihre Zahl iſt minde⸗ ſtens 30. 10) Die Sammler modiſcher und ſtandesmäßiger Nachrichten, aus dem Leben der vornehmen und adeligen Welt. Drei von ihnen haben ein wöchentliches Honorar von 5 Guineen. Sie erhalten alle Nacht eine Expreſſe von Dover mit den Pariſer Zeitungen und den Mittheilun⸗ gen der Pariſer Correſpondenz, um der Poſt zuvorzukommen. Der Koſtenaufwand dabei be⸗ trägt jährlich 12 bis 1300 Lſtrl. 11) Die Büreau⸗
Abtheilungen(offüce departments), nämlich 2 Secretäre, 1 Herausgeber(publisher), der nichts anderes thut, als die Zeitung verkauſt, und der Hofneuigkeitsmann(court newsman), welcher die Königin und den Hof betreffende officielle Vorgänge berichtet und von jeder Zeitungsnummer bezahlt wird. Die Eigenthümer verkaufen nur en gros und keine einzelne Exemplare. Sie verkaufen die Zeitung an die Zeitungshändler (newsvenders), welche ſie einzeln abſetzen. Dieſer letzte Fall findet nur in London ſtatt. Der Koſtenaufwand der Abendzeitungen iſt vergleichs⸗ weiſe unbedeutend, da ſie ungeſtraft und ohne Vergütung die in den Morgenblättern enthalte⸗ nen Nachrichten entlehnen. Der Stoff der Morgenzeitung wird theuer und mühſam erworben. Die Hauptausgabe einer Abendzeitung fordert, außer dem Druck, die Redacteur⸗Abtheilung oder das editorial department.
Die Gleichheit im Lande der Freiheit. Friedrich Douglas, ein unverſchämter Neger(wir laſſen den New-Vork globe ſprechen), gab jüngſt zu New⸗York ein öffentliches Aergerniß empörender Art, indem er am hellen Tage mit zwei weißen Frauenzimmern Brandwah, die Hauptpromenade, entlang ging. Die Keckheit des farbigen Patrons ſollte indeß ſofort die verdiente Züchtigung er⸗ halten. Verſchiedene gentlemen folgten dem Schwarzen, und auf der haltery angelangt, ver⸗ ſperrte man ihm den Weg. Einer der gentlemen erſuchte hierauf die Damen(es waren zwei leicht⸗ fertige Dirnen), den ſchwarzen Hund zu ver⸗ laſſen und ſich dem Schutze eines der Herren anzuvertrauen, welchem Verlangen dieſelben ſofort nachkamen. Hierauf ergriff der gentleman ſeinen Stock und ertheilte dem Neger eine gehörige Tracht Prügel, damit er, wie er ſagte, für die Folge ſich ſeiner Abſtammung erinnere. Das Geſetz verbietet dieſe Selbſtjuſtiz nicht. In Nordamerika iſt alſo, wie obiges Beiſpiel zeigt, ein ehrlicher Mann, wenn er zufällig ſchwarz ſſt, den gröbſten Beleidigungen ausgeſetzt.
Rnabr oder Mädchen? In Debinghſhire iſt
unter den Landbewehnern folgendes Orakel, um*
das Geſchlecht eines Kindes vor deſſen Geburt zu erfahren, gebräuchlich. Eine eigends zu dieſem Verfahren geeignete Frau löſ't aus einem Hammel⸗ braten das ſogenannte Schulterblatt, hält daſſelbe ſo lange über Feuer, bis es ſo verkohlt iſt, daß ſie die weichen Theile deſſelben mit den Fingern eindrücken kann. Durch die ſo entſtandenen Löcher wird hierauf ein Mannshemd gezogen, welches zuſammengeknotet wird. Sie hängt hierauf Schulterblatt und Hemd über der Hinter⸗ thür auf. Nun achtet man genau darauf, wer zuerſt die Hinterthür paſſirt. Iſt es ein männ⸗ liches Subſect, ſo iſt der erwartete Sprößling ein Knabe, iſt es eine Frauensperſon, ſo iſt ein Mädchen zu erwarten. Es ſei hier bemerkt, daß der die Thür Paſſirende kein Bewohner des Hauſes ſein darf. Darf man den Behauptungen der Bewohner Derbigſhires Glauben ſchenken, ſo iſt das Mittel probat. Wir bitten davon beliebigen Gebrauch zu machen.
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