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Aeuße⸗ hiemer, poetiſche nſtigen⸗ ßt:
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Feuilleton.
Literatur.
Von Kar Waldau iſt ein neues Werk„Aus der Junkerwelt“ unter der Preſſe, welches circa 40 Bogen ſtark ſein wird. Das Buch ſoll des⸗ ſelben Verfaſſers berühmtes Buch„Nach der Natur“ weit überragen. Von demſelben pro⸗ ductiven Dichter erſcheint im September bei Schlodtmann in Bremen ein Märchen in Verſen: Königin Roſe, Tradition einer Nachtigallfamilie. Auch eine epiſche Dichtung, mattea venire, eine venezianiſche Geſchichte in fünf Büchern, iſt zur Hälfte bereits vollendet. Kein Buch der neuern Literatur hat ſolch Aufſehen gemacht, wie Max Waldaus„Nach der Natur.“ Die geſammte Journaliſtik ſprach ſich mit ſeltener Einmüthig⸗ keit anerkennend aus, wir nennen nur die Kölniſche Zeitung, den Hamburger Correſpondent, die norddeutſche freie Preſſe, die Weſerzeitung, das Dresdner Journal, die Blätter für literariſche Unterhaltung, die Europa ꝛc. Der Weſerzeitung gebührt das Verdienſt, ſo indiseret geweſen zu ſein, als dem Träger des Pſeydonym Map Waldau einen Gutsbeſitzer in Oberſchleſien, G. v. H„d, zu bezeichnen, die Neue preußiſche Zeitung, minder rückſichtslos als die Weſerzeitung, begnügt ſich nicht mit Punktation, ſondern nennt den Herrn G. von Hauenſchild als Verfaſſer. Wir für unſern Theil müſſen uns in dieſem Streite paſſiv verhalten, da wir bereits einmal ein Desaveu in dieſer Angelegen⸗ heit abzugeben uns veranlaßt ſahen.
YPoctor Otto Gruppe wird bei Weidmann in Leithit einen deutſchen Muſenalmanach erſcheinen
aſſen. Pie deutſche Beitung wechſelte zum dritten Male ihren Verleger; Herr Baſſermann, der Geſtalten⸗ ſeher, iſt bekanntlich ihr Gründer, aus ſeinen Händen ging ſie in die der Weidmannſſchen Buchhandlung über, jetzt hat ſie Brönner in Frankfurt übernommen. Dieſer öftere Wechſel iſt eben kein Zeichen des Florirens dieſes Organes.
Theater und Muſik.
Hamburg. Vereinigte Theater. Nachdem die italieniſchen Operiſten uns nun wirklich verlaſſen, und einige unſerer beurlaubten heimiſchen Künſtler bereits wieder eingetroffen ſind, beginnt durch die Anweſenheit neuer Gäſte ein friſches Strömen in dem Kunſtleben, und das Repertoir hat ſeit dem Anfang dieſes Monats einen ſo anziehenden, reichhaltigen Wechſel auf beiden Bühnen gezeigt, daß einem armen Referenten oft rathlos zu Muthe
war, wohin er ſich zu wenden habe. Obſchon nun Neugierde uns nicht als Fehler angerechnet werden könnte, ſondern wir ſie um unſerer Leſer willen in den Kreis unſerer Pflichten ziehen dürften, ſo wollten wir doch unter dieſen Um⸗ ſtänden ihr keinen Einfluß geſtatten; bei ſolcher Reichhaltigkeit konnte eine Auswahl nur getroffen werden, und die Perſonen nicht allein, auch die Stücke mußten in die Wage zur Entſcheidung fallen. Unſere Leſer werden daher nur mit einer Ueberſicht, und auch dieſe kaum vollſtändig, ſich begnügen müſſen.— Montags, den 1. Juli: „König René's Tochter“, Frl. Liebich aus Caſſel die Jolanthe. Dieſes kleine lyriſche Schauſpiel iſt ein wahres poetiſches Kleinod, voll Glanz und Duft, voll Reiz und Lieblichkeit, das, je öfter geſehen, wie ein verwandter Seelenfreund, deſto traulicher und gemüthlich wohlthuender auf uns wirkt. Wir hatten es lange nicht geſehen, und es übte wieder den vollen Reiz, den ganzen Zauber auf uns aus, mit dem die Poeſie es ausgeſtattet, wie die Natur, wenn ſie uns das Bild der Reinheit in einem wolkenloſen Himmel, in der eben aufgebrochnen Lilie, in dem friſch gefallenen Schnee oder in dem klaren Kryſtall des Baches auf's Neue zeigt. In dem Gaſte lernten wir ein junges, vielverſprechendes Talent kennen, das, nach dieſer Probe zu urtheilen, zu den ſchönſten Hoffnungen berechtigt. Frl. L. ſprach die Jolanthe ganz natürlich, kindlich, man könnte ſagen, faſt proſaiſch; doch war das Zuwenig hier gewiß richtiger, als der falſche Pathos, zu welchem ſich die meiſten durch dieſen hochpoetiſchen Cha⸗ racter verleiten laſſen. Wo die ächte Poeſie dem Diamanten gleicht, da iſt das ſchlichte Gold die geeignete Faſſung für denſelben, und lauter wie das Gold in Farbe und Klang war ihre Rede. Herrn Köckert als Triſtan hingegen hätten wir etwas mehr poetiſche Begeiſterung gewünſcht; die übrigen Rollen, zum Theil in alter Beſetzung, genügten ebenfalls. Herr Gloh als Mauriſcher Arzt könnte ohne Nachtheil ſeine grelle Maske etwas mildern. Dem poetiſchen Idhll folgten noch zwei proſaiſche Luſtſpiele, in welchem Frl. L. ebenfalls ſehr zur Zufriedenheit der Anweſenden geſpielt haben ſoll, weſſen wir indeß nicht mehr Augenzeuge waren. Iſt die junge Dame, wie verlautet, unſeren Bühnen durch Engagement gewonnen, ſo werden wir Gelegenheit haben, des Rühmlichen, wie wir hoffen, noch recht viel be⸗ richten zu können.— Am Dienstage eröffnete Meiſter La Roche ſein Gaſtſpiel auf der Thalia⸗ bühne und ward von dem Publicum als ein oft und gern geſehener, ja hochwillkommener Gaſt auf das Ehrenvollſte begrüßt. Hier heißt es einmal? biſt Du ſo gut aufgenommen, darſſt Du wahr⸗ lich öfter kommen. Und wie könnte es anders ſein? Der Gaſt gehört zu den Bühnenerſcheie
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