Jahrgang 
2 (1850)
Seite
869-870
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ud ni von Kleidern, die Harwonie und der Ge⸗ zu ſeinem Gunſten zu entſcheiden gewußt. teiſttn ſchmack von Anzügen ſcharf recenſirt und be⸗ Nicht nur die Strenge, mit welcher er die nklnde ſonders die tanzenden Paare entgingen nicht grauſamen Jagdgeſetze gegen jeden Wilddieb ſeidnen liebloſen und beleidigenden Bemerkungen. handhabte, die Rohheit, mit welcher er ſeine vie der Auch erzählte man ſich gefliſſentlich mancherlei Jagden über die Kornfelder der Aermeren Herbſt⸗ Geſchichten, welche dazu beitragen ſollten, den fortſetzte, und die Unerbittlichkeit, mit welcher ten die Gegenſtand ihres Geſpäches auf die eine er den Pachtzins und die Revenuen des Gutes jungen oder andere Weiſe dem Geſpötte der Ge⸗ von den Beſitzloſen eintrieb, hatten ihn zu ig ihren ſellſchaft preiszugeben. Nur in einem Punkte einem Gegenſtande des Haſſes und Abſcheus cbelnden waren ſich faſt Alle einig: in der tieſen Ver⸗ bei Allen gemacht, über die ihm eine gewiſſe nönen achtung der Bourgeviſie, derbürgerlichen Macht verlichen war; ſondern vornehmlich Canaille, und die bitterſten Ausfülle gegen mehre Fabriken, die er auf verſchiedenen irdig die Anmaßung des Proletariats, das nie⸗ ſeiner Güter beſaß, hatten die Armuth des WVirth. mals zufrieden ſei, konnte man hier hören.] Volkes ſo vergrößert, daß wirklich Viele ſelbſt d ſagte Graf Alexander von Blumenthal warſ bei den redlichſten Anſtrengungen nicht das tperbe! ein ſtarkgebauter Mann von 58 Jahren und tägliche Brod für ſich und ihre Familie zu s Dhr, ein vollkommener Diplomat, der die Züge erwerben im Stande waren. ei noch ſeines Geſichtes auf eine ſtaunenswerthe Graf Alexander hatte in ſeinen jüngeren ihre Weiſe zu beherrſchen wußte. Gegen ſeine Jahren ein ausſchweifendes Leben geführt uf dem Untergebenen ein rauher und mitleidsloſer und man erzählte ſich noch manche tolle und e ihr Tyrann, war er doch ein ſehr feiner undſ gottloſe Streiche, die er in ſeiner Jugend ver⸗ Frih⸗ unterhaltender Geſellſchafter und ſo verhaßt übt haben ſollte. In ſeinem einundzwanzigſten trugene er der ärmeren Klaſſe war, ſo gerngeſehen Jahre vermählte er ſich ſchnell, nachdem er Redens⸗ und geſucht war er in den höheren Zirkeln. kaum acht Tage verlobt geweſen war, mit nihts⸗ Er hatte früher einen hohen Poſten bei Hofe einem ſehr ſchönen und adlichen Fräulein, guetten bekleidet und in dieſer Stellung auf's Nach⸗ ſund es kamen mancherlei Gerüchte über den gn biß theiligſte für die untern Sphären der Ge⸗ Grund dieſer Beſchleunigung des Hochzeits⸗ Jige ſellſchaft gewirkt, beſonders verſchuldete er ſtages in Umlauf, die weder dem Grafen, giren großentheils die Armuth, welche das Fabrik⸗ noch ſeiner Gemahlin Ehre machten. Dieſe wonaden weſen über viele Gegenden des Landes ver⸗ Letztere war übrigens gut und mildthätig breitet hatte, indem er durch eine Reihe von und trug offenbar Viel dazu bei, den auf⸗ 6 Jahren das Unrecht der Vornehmen und gebrachten Sinn des Volkes gegen ihren Reichen gegen die gerechten Klagen des armen ſtolzen Gemahl in Schranken zu erhalten, ale Volkes bei Hofe vertrat. Auch jetzt, wo er ſindem ſie durch viele Gutthaten die boshaften ſich von den Staatsgeſchäften zurückgezogen Handlungen deſſelben vergeſſen zu machen tt 5 hatte, unterhielt er noch beſtändig einflußreiche ſuchte. Dagegen war ihre Ehe eine ſehr nen A Verbindungen bei Hofe und da ſein Nach⸗ unglückliche zu nennen und ſie hatte Viel von * 6 folger in dem Poſten, den er ſelbſt früher der Rohheit und dem wilden, verderbten 6 bekleidet hatte, beſonders ihm dieſe Stelle Charakter ihres Gemahls auszuſtehen. Nach e verdankte, ergriff derſelbe ſtets die Partei manchen körperlichen und geiſtigen Leiden ſtarb t ſeines Gönners. ſie wenige Jahre nachher und der Graf trug ſes 3 Seit der Graf auf ſeinen Gütern wohnte, wohl hauptſächlich die Schuld ihres früh⸗ vir wat es ſchon wiederholt zu ernſtlichen Con⸗ zeitigen Todes. verthei ſcten zwiſchen ihm und ſeinen Untergebenen Aus dieſer Ehe blieb ihm ein Sohn, Unir⸗ emmen, aber ſtets hatte der verſchlagene Edmund. Für deſſen Erzichung hatte der Hrnann die Anklagen zu unterdrücken oder Graf wenſg Sorge gragen zud Edrinnd

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