Jahrgang 
2 (1850)
Seite
861-862
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12 Fuß höher, als im Mai 1785, wo eine an einem Felſen angebrachte Inſchrift, die Höhe des damaligen Waſſerſtandes bezeichnet.

Ein Tornado. Die engliſchen Blätter ent⸗ halten die Schilderung eines jener gefürchteten Stürme oder Tornados, wie ſie auf den weſt⸗ indiſchen Inſeln von Zeit zu Zeit vorkommen. Das jüngſie furchtbare Ereigniß dieſer Art ſuchte die Bahamasinſeln heim. Ein Schreiben aus Naſſau auf der Inſel New⸗Providence ſagt:Am 30. März gegen Militag ſtrich ein heftiger Regen, von Donner und ſehr lebhaften Blitzen begleitet, über die Inſel, während der Wind in raſchem Wechſel bald aus dieſer bald aus jener Himmels⸗ gegend wehte. Dann trat eine augenblickliche Ruhe ein, worauf die Elemente, als würden ſie in einem und demſelben Augenblick aus allen Richtungen losgelaſſen, zu toben begannen. Dies waren jedoch nur die Vorzeichen des Tornado ſelbſt, welcher mit ſo entſetzlicher Wuth über die benachbarten Dörfer Grants und Baines Town losbrach, daß er Alles, was er auf ſeinem Wege antraf, Häuſer, Bäume, Mauern u. ſ. w. in das Meer mit fortführte. Innerhalb weniger Minuten wurden 150 Häuſer oder Gärten oder Pflanzungen theils ganz, theils theilweiſe ver⸗ nichtet; acht Perſonen wurden auf der Stelle getödtet, viele verwundet. Merkwürdig war es, daß der Schode ſich auf einen Raum von 1 eng⸗ liſchen Meilen in der Länge und 50 Ellen in der Brelle beſchränkte. Die genannten Dörfer waren von freigelaſſenen Sclaven und Negern hewohnt. Einige der aus Holz gebauten Häuſer wurden im buchſtäblichen Sinne vom Erdboden in die Höhe gehoben und ſammt ihren Inſaſſen (die in einigen Fällen ohne alle Verletzung davon tamen) eine Strecke weit fortgeführt, oder in Stücke zerſchmettert und in entfernte Gegenden der Inſel fortgeſchleudert. Ja, das Dach eines Hauſes wurde auf einer 30 engliſche Meilen entfernten Inſel gefunden. Ein afrikaniſches Weib verlor ihren Mann und alle ihre Kinder, ihr Haus, ihr Geräthe kurz Alles was ſie zu verlieren hatte, außer ihr Leben. Nie ſah ich die ſtumme Qual tiefer Betrübniß ſo ausdrucks⸗ voll abgeſpiegelt als in ihren ruhigen, ergebenen Mienen.

Die ſiameſiſchen Zwillinge, deren Erſcheinen vor mehreren Jahren ganz Europa in Staunen und Bewunderung verſetzte, ſind der medical ümes zufolge, auf ihrem Landſitz in Amerika Ferben. Die Brüder hatten ſich auf ihrer dreiſe ein bedeutendes Vermögen erworben, das ſie hier gemüthlich und abgeſchloſſen ver⸗ zehrten. Die Oeffnung der Körper ergab, daß die Zwillinge alle Lebensorgane, Leber, Herz, Lunge, Magen ꝛc. gemeinſam beſaßen, ihr gleich⸗ zeitig erfolgender Tod, war mithin bedingt.

Friedrich der Einzige und ſein Koch Vosl. Friedrich der Einzige, der in ſeinen ernſtern Geſchäftsſtunden durch die majeſtätiſche Größe

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war in den Stnnden ſeiner Muße der liebens⸗ würdigſte, einnehmendſte Geſellſchafter, und wußte durch die Heiterkeit ſeiner Stimmnng auch den Geringſten zu Frehſinn und Witz zu begeiſtern. Einſt hatte ſein Mundkoch, Noöl, ihm eine vortreffliche Paſitete vorgeſetzt. Der König lobte ihn dafür, aber ſetzte hinzu:Wenn Er mir viel dergleichen macht, ſo fürcht' ich, ich verſündige mich ſo ſehr durch Eſſen, daß wir Beide in die Hölle fahren.Was thät's, antwortete Noöl,weiß doch die ganze Welt von uns, daß wir Beide das Feuer nicht ſcheuen!

Ein kurzes Wort. Der kleine Fluß, welcher das Dorf Aeſtoria in Orega(vereinigte Staaten) beſpült, hat den indiſchen Namen Occunlocegee- cococacuceoadungo, was Trägheit bedeutet. Für einen Trägen namentlich wird es ſehr be⸗ ſchwerlich ſein, dies kurze Wörtchen auszuſprechen.

Pie philantropiſche Geſellſchakt zu London hat jetzt ein unentgeldliches Nachweiſungsbüreau er⸗ richtet. Aus den von ihr aufgeſiellten Tabellen geht hervor, daß ſich in London 160,000 Dienſt⸗ boten befinden, von denen 10,000 beſtändig ohne Platz ſindz Schneiderinnen giebt es 33,500, wo⸗ von 28,500 unter 20 Jahre ſind und von denen der größte Theil täglich 2 bis 4 Pence(circa 3 Sgr.) verdienen. Die Geſellſchaft nährt täg⸗ lich 600, 1000 bis 2000 Perſonen. An den Küchen befinden ſich Säle, wo die Unterſtützten einen Teller Suppe und ein Stäck Brod bekom⸗ men. Andere, welche Billets empfangen, haben das Recht, die Speiſen in ihre Wohnung zu neh⸗ men. Während der Monate December 1849, Januar und Februar 1850 hat die Geſellſchaft 86,809 Perſonen geſpeiſ't. Dieſe Zahlen be⸗ zeugen beſſer als Alles das ungeheure Elend der engliſchen Metropole.

Eine Scene entſetzlicher Art ereignete ſich jüngſt in dem kleinen Dorfe Aiguilſe bei Puy. Ein Kind von vier Jahren hat ſich mit einem Meſſer bewaffnet und einem kleinen, zehn Monat alten Säugling die Naſe abgeſchnitten und barbariſch verſtümmelt. Nachdem es dieſe entſetzliche That vollbracht, macht es aus Aſche und Waſſer einen Brei, den es dem armen Kinde über das Geſicht ſchmiert, um das Blut zu ſtillen. Der kleine Boſewicht entfloh, als die Mutter des Kindes auf deſſen Geſchrei herbeieilte. Man nahm ihn feſt, die Hände noch mit Blut bedeckt.

Der Purchſtich des Ithmus von Punama iſt ſeit 1843 unausgeſetzt in Arbeit. Man berechnet die Koſten dieſes Rieſenwerkes zu 4,000,000 Pf. Sterling, eine Summe, die, nach dem Ausſprnch competenter Perſonen, viel zu hoch angeſchlagen iſt. Man hatberechnet, daß jährlich 900,000 Tonnen den Kanal paſſiren, die, die Tonne zu 5 Dollars, ungefähr 4,500,000 Dollars oder 900,000 Pfund Sterling abgeben werden. Indieſem Calcul iſt noch nicht die vermehrle Communicarion mit Califor⸗

ſeines Geiſies alles zur Ehrfurcht niederdrückte,

nien, Oregon und den Marqueſasinſeln begriffen,