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die blaße Frau an der Todtenbahre ſeines Kindes.
„Brod! Brod!“ ſchrieen mehre Kinder, und die alte Fiſchersfrau erwiderte trotzig:
„Wo ſollten wir Geld dazu hernehmen? Die
Fabrik iſt ja während des Feſtes geſchloſſen und die Rangen ſind noch nicht vom Betteln
nach Hauſe gekommen.“
„Dummes Gewäſch, Alte!“ rief Paul, „Sperr' die Augen auf und ſchaff' Geld für meinen Rehbock!“
„Wer wird ihn uns heute Abend bezahlen?“ entgegnete ſeine Mutter,„Du weißt ja, heute iſt Weihnachten, da ſchwelgen die Reichen alle bei ihren Feſten und ſind vollauf verſorgt mit allen Gaben der Erde und haben nicht Zeit, Unſereinem ein Thier abzukaufen.“
„Schweig'“ ſag ich, Mar ſoll gleich nach Heilbronn.“— Damit winkte er einem funfzehnjährigen blauäugigen Knaben, dem das lange ungekämiute Haar über die Stirn herabhing und der ſich, vor Froſt bebend, näherte.
„Aber es iſt ſo kalt draußen und ich habe ſeit geſtern Nichts gegeſſen,“ flehte der Knabe, indem er ſeine großen blauen Augen mit wehmüthigem Ausdruck auf Paul hoſtete.
„Nicht geräſonnirt!“ tobte Dieſer,„Du nimmſt das Thier und kommſt nicht über die Schwelle, ehe Du Geld bringſt! Und laß Dich nicht beſchuppen, rath' ich Dir! Unter neun Gulden verkäufſt Du ihn nicht. ſtanden?“
„Aber zehn Gulden koſtet er ja nur beim Jäger,“ wandte bittend Chriſtine, ſein junges Weib, ein.
Willſt Du mich den Werth eines fetten Rehbocks ſchätzen lehren?“ verſetzte Paul, und trieb den zitternden Max mit dem Wildpret hinaus in den kalten Abend.
„Du ſollteſt doch Mitleiden haben mit dem Jungen,“ nahm der alte Fiſcher das Wort;„wie leicht kann er den Jägern in vie Hände fallen oder in dem eiſigen Wetter erfrieren, wenn die Kraft ihn verläßt wie
Ver⸗
Deinem Aloys, der geſtern vor Hunger ſtarb.“
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„Narrenspoſſen!“ entgegnete Paul,„krepirt er, ſo habe ich einen Hungerleider weniger zu ernähren!“
„Und er wird ein Engel droben im Himmel und bittet den lieben Gott, daß er ſich Unſerer erbarme,“ fügte Chriſtine mit weicher Stimme hinzu, indeß ſie ihren todten Knaben mit verklärtem Antlitz betrachtete.
„Kriegen wir denn auch ſatt zu eſſen, wenn wir in'n Himmel kommen?“ fragte ein kleiner Junge.
„Für jede bittre Noth, die Ihr auf Erden lechet, lachen Euch die Wonnen des Paradieſes und jede Thräne, die Ihr weint, zählt Euer gütiger Vater im Himmel und ſie giebt Euch ein Anrecht auf jede Selig⸗ keit jenſeit des Erdenſtrandes,“ erwiderte ſie.
„Kindiſcher Aberglauben!“ murmelte Paul, „aber das muß man ihr doch laſſen, ihr Glaube vermag ſie zu tröſten, wo wir Alle verzweifeln.“
„Was haſt Du heute geſchafft, Chriſtine?“ fragte er bald nachher ſein Weib, die un⸗ beweglich am Sarge ihres Lieblings ſaß.
„Was könnte ich wohl vornehmen, Paul?“ erwiderte die Gefragte,„der Schmerz um mein verlornes Kind frißt mir ſchier das Herze ab und zudem ſind meine Finger ſo kalt und ſteif, daß ich ſie nicht regen kann.“
„Faules Geſchöpf, was wimmerſt Du, daß Dein lieber Gott, der uns Alle ver⸗ hungern läßt, uns einen Freſſer mehr ge⸗ nommen hat; wärm' Dir Deine froſtigen Glieder am Feuer, bis ſie glühen, nähe, ſtricke, waſche, und wenn Du anders Nichts verdienen kannſt, ſo ſtiehl, raube, hure, aber ſchaff' Geld! Oder biſt Du zu Nichts nutz', ſo ſtürze Dich in die erſte beſte Wake des beeiſiten Sees, kopfhängeriſche Dirne! und Du, alter Graukopf,“ fuhr er fort indem er ſich an ſeinen Vater wandte,„haſt Du heut' wieder Nichts gefangen?“
„Wir haben Löcher in die fußdicke Eis⸗ rinde gehauen, achtmal zog ich mein Netz auf, aber nur Steine und Schilf hatten ſich darin gefangen. Heut' iſt ein ſtürmiſches


