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dort wieder gegebenen Strophen ſind einem Ge⸗ dichte,„Eisblumen“, entlehnt. Der Winter hat die Blumen des Frühlings all getödtet und be⸗ graben, aber:
„Sie wiſſen es, die Kleinen, Wie weh ihr Tod uns thue. Sie kommen, uns zu erſcheinen, Und haben im Grab nicht Ruhe.
Der Schmuck, den unſerer Fenſter Befrorne Scheiben tragen,
Das ſind der Blumen Geſpenſter, Die ihren Mörder verklagen.
Das ſind der Blumen Geiſter, Die duftlos, farblos ſprießen, Und wenn der Tag wird Meiſter, In Thränenthau zerfließen.“
Die„Oſideutſche Poſt“ vergleicht die obige Stelle mit den Liedern Lenaus und ſchließt mit Recht aus dem originellen Einzelnen auf ein bedeutendes Ganze.
Schöne neue Lieder hat Herr A. Punker, königl. Hofbuchhändler, erſcheinen laſſen. Die Verfaſſer dieſer, von der widerlichſten Kriecherei ründenden, ſogenannten Gedichte ſind George Heſekiel, der bekannte Vielſchreiber und weiland Redacteur der„Roſen“, W. v. Merkel, Fontane und— A. Dunker ſelbſt. Herr A. Dunker beſingt im„braven Reitersmann“ den„Vater Drauf.“ Es iſt dies der zweite peetiſche Erguß des königl. Hofbuchhändlers. Gut, daß er ſelbſt Buchhändler iſt, für ſeine Poeſien fände er ſicherlich keinen Verleger.
Amerikaniſche Beitungstitel. Wir geben zu unſerer heutigen Zuſammenſtellung deutſcher Journaltitel einige Titel amerikaniſcher Blätter. In Ohio erſcheint eine literariſche Zeitung unter der Firma„Wilde Blüthen.“ In Kentuckh er⸗ ſcheint„die Roſe des Thales.“ In New⸗Jerſeh „der Apoll von Belvedere.“ In Marhland„die farbige Glaskoralle.“ In Ohio„der Eſelskinn⸗ backen“ und in Miſſiſſippi„das ſchartige Meſſer.“
gerr Patzac, welcher ſich in ſeinem Hotel in den elyſäiſchen Feldern mit ſeiner ruſſiſchen Galtin einquartirt hat, iſt mit der Bearbeitung der Memoiren Lola Montez beſchäftigt.
Ponſards Ode Horaz und Uydia, welche am 19. Juni zur Aufführung kam, war noch ehe ſie in Paris veröffentlicht wurde, bereits in Brüſſel nachgedruckt.
Theater und Muſik.
Lamburg. Vereinigte Theater.„La Somnam- pulä« ven Bellini, die vierte Gaſtvorſtellung der italieniſchen Gäſte, fand am Montage, den 17. de, ſtatt; ſie war, wenn auch keine beſonders glän⸗ zende, doch im Ganzen ſehr befriedigende zu nennen. Sgra. Fiorentini vermogte in der Titel⸗ rolle eben ſo wenig wie in der Norma den höhe⸗ ren Anſorderungen zu entſprechen, die wir auch
an dieſe Rolle, nach dem, was Andere geleiſtet, zu machen berechtigt ſind. Der ganze Theil des ſomnambulen Zuſtandes, alſo der ganze zweite und der größte Theil des dritten Actes, war ohne alle Farbe, ohne irgend eine pſychologiſche Wahr⸗ heit; es blieb demnach nur der erſte Act, ſowie der Schluß, wo für den natürlichen Zuſtand des unſchuldigen und durch ihre Liebe ſo glücklichen Landmädchens hinſichtlich des Ausdrucks ebenfalls mehr hätte gethan werden können. Wir werden daher, nach den bisherigen Erfahrungen, bei dieſer Sängerin von dem Spiele, d. h. von der Auf⸗ faſſung und Charakteriſtik einer Rolle nach deut⸗ ſcher Künſtler Weiſe ganz abzuſehen und uns ledig⸗ lich an den Geſang derſelben zu halten haben. Dieſer aber iſt auch gar köſtlicher Art; ihre Stimme hat eine Reinheit, einen Wohllaut, die uns tief in die Seele dringen und zu Herzen gehen, während wir mit Luſt, ja mit Entzücken der Vollendung lauſchen, in welcher die Kunſt der Schule ſich der Natur des Inſtrumentes zugeſellt. Es muß der Sgra. F. zum höchſten Lobe ange⸗ rechnet werden, daß ſie durchaus nicht auf Effect ſingt, was ihr bei ihrer Ausbildung ſehr leicht werden müßte; hier iſt Alles natürlicher Geſang, dem einfachen und doch ſo kunſtvollen Liede Philomelens gleich. Dies zeigte ſich beſonders im Schluß⸗Couplet der Oper, wo ſelbſt die Ver⸗ zierungen, bei der Wiederholung angebracht, dieſe Einfachheit und Natürlichkeit nicht verlengneten und daher um ſo geſchmackvoller und hinreißender waren, je mehr dieſes Geſangſtöck gerade von den meiſten nur als Paradeſtück, das Furore machen ſoll, verwendet wird⸗ Dieſes Finale, ſewie die verſchiedenen Duette mit Elvino(es ſind deren dreih waren wirkliche Glanzpunkte des muſikaliſchen Vortrages, die bei uns noch lange nachklingen werden. Wo waren diesmal unſere alle Zeit fertigen Klatſcher mit ihrem Da capo- Ruf? Wir hätten es diesmal ihnen ſicher Dank gewußt, wenn ſie uns den Genuß einer Wieder⸗ holung verſchafft hätten. Noch vorzüglicher ſang Sgr. Labocetta den Elvino, für den dieſe Partie wie geſchaffen ſcheint. Dieſer Tenor zeigt eine Ausbildung der Stimme, eine Volubilität und Kehlfertigkeit für Rouladen, Coloraturen und Paſſagen, wie ſie nur noch bei Italienern an⸗ getroffen werden kann. Deutſche Tenoriſten, ob⸗ ſchon ſie meiſt italieniſche Muſik ſingen, haben dieſen weſentlichen Theil gar nicht cultivirt; von früher her erinnern wir uns nur, bei Julius Miller etwas dem Aehnliches, doch bei weitem nicht in ſolcher Virtuoſität, angetroffen zu haben. Die Stimme an ſich ſelbſt iſt bei dem italieni⸗ ſchen Sänger weich, biegſam und für den zärt⸗ lichen, auch elegiſchen Geſang ſehr einnehmend und herzgewinnend, die Verbindung mit dem Falſettunmerklich undleicht anſprechend; Geſchmack und Vortragsweiſe ganz der beſſern Schule an⸗ gehörend. Schade, daß die Höhe etwas gedrückt iſt und den Sänger zu geniren, oft anzuſtrengen ſcheint; ebenſo iſt das Spiel nur mittelmäßig. Da war es denn nun wirklich ein hoher Genuß, ihn im Zweigeſang mit dieſer Amina zu hören, allzumal am Schluß des erſten Artes; dieſes Duett war uns obenein in ſeiner heutigen Aus⸗ dehnung ganz neu und ließ uns erſt die Ver⸗
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