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dem letzten Geleite Judith's auch Breslau's Mauern auf Niewiederſehen verließ. Der Mord der Geliebten hatte des Jünglings Herz zum Tode getroffen und eine große Thräne thaute auf den Koller des Reiſeferti⸗ gen nieder, als er ſtumm an der Kirchhof⸗ wand ſtand, während der Leichnam Judith's ohne alle üblichen Ceremonien, mit einer Schnelligkeit, deren der Tod ſonſt nicht bedarf, der mütterlichen Erde anvertraut wurde. Dann warf er unter einem ſtillen Gebete drei Hände voll Erde, dem alten, frommen Gebrauche treu, in das Grab, das ſich bald füllend, ihm den Anblick der Freundin auf immer entzog, und wandte ſich zu ſeinem Roſſe, um Schle⸗ ſiens Fluren für immer zu verlaſſen, als plötzlich Schwabau, von ſeinem Unſtern her⸗
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geführt, um die Ecke bog und mit freund⸗ lichem:
„Gott zum Gruß, Wohlehrſamen! ei, ei, ſo früh auf? die Morgenluft wird Euch ſchaden!“ den Jüngling grüßte.
Da riß Lohmayr von dem Sattelknopf die Armbruſt, die ſonſt mehr zur Zier als zum Schirm ihn begleitete, und mit einem gräßlichen:„Zur Hölle mit Dir, Du Gift⸗ miſcher!“ bohrte ſich ſein Bolzen tief in des Hirn. Dann ſchwang er ſich auf's emärſchen aus
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Roß, das ihn in kurzen Te den gräßlichen Erlebniſſen in Prag brachte, wo er bald in den erneueten Hußitenaufſtänden den geſuchten und gewünſch⸗ ten Tod und ſeine Wiedervereinigung mit Judith fand.
Breslau nach
Der Ghreupreis. Won SEhr. Pelomann.
We hilft uns durch die engen Wege,
Wo überall nur Felſen ſtehn,
Und links und rechts wir vom Gehege
Von Dornen uns umſchlungen ſehn?
Man ſagt:„Der Dornenſtrauch trug Roſen!“ Doch längſt verging die Roſenzeit,
Zur zweiten Blüthe iſt's noch weit,
Und dann— gibt's keine dornenloſen!
Die ſchönſte Blüth' in unſerm Garten Entſprüht doch nie dem Ideal,
Und wenn wir auf die ſchön're warten, Wird uns die ſchöne ſelbſt zur Qual. Dann ſcheint der Kampf mit Dornenhecken Willkomm'ner noch, als Blumenzucht:
Er ſchlägt den Mißmuth in die Flucht Und weiß verborg'ne Kraft zu wecken.
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Fahraszeiten I.(Nro. 26. Den 26. Juni.)
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Wohlan denn! ſei der Kampf begonnen! Der Ritter nimmt den Handſchuh auf! Denn gleich vertheilt ſind ſchon die Sonnen Und das Gefecht hat ſeinen Lauf.
Es hängen ehrenvolle Preiſe
An allen Zweigen rings umber;
Sie zu errin gen, iſt nicht ſchwer,
Zeigt ſich, wer kühn iſt, ſtels auch weiſe!—
Was ſcheint Dir von den ſchönen Gaben, Womit man hier den Sieger ehrt,
Mein Freund! den höchſten Reiz zu haben?— Mir ſei dort jener Kranz beſcheert!
Denn all' die Blumen, die ihn ſchmücken, Mit ſeiner Auswahl aufgeſtellt,
Sind Blumen einer edlern Welt,
Die kühlen lind die Stirn, nicht drücken!


