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8¹3 Ride Lohmahr an, boch Jakob erhob ſich von ſeinem Sitze und ſprach?
Frage mich nicht weiter, dringe nicht in meine Geheimniſſe, die ich dem höchſten Gbtt vertraut habe. Jetzt gehe, die Gebetsſtunde naht, daß meine Stimme aus dem Staube töne für mich und meine Brüder!“
„Abrt, geliebter Vater, ſo muß ich Euch nennen, kann Euch nichts bewegen.“
„Nichts, mein Sohn! Geh' zu meiner Tochter und bringe ihr meinen Segen, den Segen der Verheißung. Was auch mit mir vorgehe, ich habe ſie Gott und Dir vertraut! Sire ſoll nicht zagen! Und nun— lebe wohl!“
Im ſchmerzlichen Seelenkampfe, den das Beben ſeiner Stimme bezeichnete, reichte Jakob abgewandt dem Freunde die Hand und dieſer ſchritt ſchweigend zur Thüre. An dieſer aber rief ihn Jakob noch einmal zurück, Thränen entſtürzten ſtromweiſe ſeinen Augen, er brei⸗ tete die Arme über Lohmayr und begann mit Begeiſterung eines Propheten:
„Ja, geliebter Sohn, der Gott Iſaaks Abrahams und Jakobs ſegne auch Dich für und für! Nimm das letzte Gebet eines Sterbenden, den Dein Glauben verflucht. Lebe wohl und hüte meine Judith!“
„Hofft auf mich! Lebt wohl!“ ſprach weich Lohmahr und entzog ſich raſch der erſchüttern⸗ den Stene. Der eintretende Kerkermeiſter, welcher Jnkbb ſein kärgliches Abendbrot brachte, fand ihn emſig betend und in ſeinem Talär ganz verhüllt! Als ſich darauf dieſer wieder entfernt und die Pforte feſt verriegelt und verſchloſſen hatte, erhob ſich der Rabbi und rief, indem er den Gurt ſeines Talars los⸗ riß, entſchloſſen:
„So ſei es denn, Herr! ich thue, wie Du gebeutſt, daß die Ungläubigen nicht kommen und ihren Spott treiben mit dem Gerechten! Ich habe gewandelt im Fleiſche vor Dir und Freude gehabt am Geſetz, ſo erbarme Dich meiner in der letzten Noth. Halleluja, Halle⸗ luja!“
Dann ſtieg er auf den Tiſch, ſchlang den Gurt um das Gitter ſeines Kerkerfenſters,
dann um ſeinen Hals, ſtieß den Tiſch von ſich, daß der freie Körper in der Luft ſchwebte, und mit dem leiſen, ſterbenden Rufe: Halle⸗ luja! hatte er vollendet. Wenige krampfhafte Zuckungen begleiteten den Tod des Märthrers ſeines Glaubens.—
Lohmahr's Herz war erſchüttert, da er des Greiſes Heldentod vernommen hatte, doch konnte er ſich einer geheimen Billigung dieſer That nicht erwehren, da jede Ausſicht zu einer Rettung der Juden von der grauſamen Ver⸗ folgung immer mehr verſchwand. Das Verhör über die Unglücklichen?) war geſchloſſen und der grauſame Kapiſtrano, von König Ladis⸗ laus mit unbeſchränkter Vollmacht verſehen, hatte das Todesurtheil über 40 derſelben, welche die gräuliche Unthat eingeſtanden hatten, geſprochen, die übrigen wurden verbrannt⸗ Herzerſchütternd war der Anblick, als unter dem beſtändigen Jauchzen und Frohlocken des zahlreichen Pöbels am 10. September des Morgens um 5 Uhr die Unglücklichen, paar⸗ weiſe gefeſſelt, auf den Salzeing geführt wur⸗ den, nachdem man die Leiche Jakobs ſtill auf der Richtſtätte begraben hatte, um hier den Feuertod zu erleiden. Ein großer Scheiter⸗ haufen nahm ſie alle auf und nach einem gegebenen Wink Kapiſtrano's, der mit dem verſammelten Wagiſtrate und der hohen Kle⸗ riſei auf einer erhöhten Tribüne ſaß, entzog bald dicker Rauch den neugierigen Blicken der Menge die unglücklichen Opfer, deren Jammer⸗ geſchrei nach wenigen Minuten mit dem um⸗ ſtürzenden Holze erſtarb..
Dann hielt Kapiſtrano eine lange Rede an das Volk, und die Henkersknechte ſammel⸗
ten, nachdem ſich die Menge zerſtreut hatte,
die Aſche der Gemordeten und warfen ſie in die Oder. Die übrigen Juden, welche Zeugen dieſes Gerichtsmordes ſein mußten, wurden unmittelbar darauf geſtäubt und aus der Stadt gebracht.
*) 80 an der Zahl.


