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am Boden und ſchnürte unſern Mantelſack feſter zu. Mit aller meiner Kraft warf ich die Alte zurück und flog dann im angeſtreng⸗ teſten Laufe dem Ausgang eines Holzes zu, über Felder, Gräben und ſtundenlange ein- ſame Haide, bis ich endlich eine Landſtraße erreichte. Ich vrientirte mich leicht, fand überall freundlichen Beſcheid und manchmal eine gaſtfreie Erquickung, und ſo bin ich mit Gottes Hilfe glücklich hier.
Gewiß war Theone die Einzige von den vielen Gäſten, die der kleine Ort beherbergte, die Aurora's erſtem frühen Sonnenſtrahl einen freundlichen Morgengruß am folgenden Tage zuwarf. Ein glänzendes Feſt hatte Alt und Jung bis ſpät in die Nacht wach erhalten, und Morpheus ſanfter Arm umſchlang erſt ſpät gegen Morgen die aufgeregten Gemüther.
gelix ſchien ihrer zu harren und freudig lief ſie ihm nähek; doch mit einer Wehmuth, mit einem Schmerz, der ihr ſogleich ſichtbar ward, drückte ey ſie heftig in ſeine Arme.
„Mani oder Theone, wie auch ich Dich jetzt nennen will,“ ſagte er weich, indem er ſie neben ſich zog und ihre beiden Hände feſt ergriff.
„Höre mich ruhig an, meine theure Theone, und werde nicht betrübt durch meine Worte. Ich kann Deiner Mutter Vorſchlag, bei Euch zu bleiben, den Deine Liebe ihr abgeſchmei⸗ chelt, nicht annehmen; unterbrich mich nicht,
mein Mädchen, und höre mich erſt weiter.
Deiner Mutter kleine Einnahme wird kaum hinreichen, Deinem Bruder und nun auch Dir eine ihr für euch wünſchenswerthe Erziehung zu geben, und nicht ohne Sorge wird ſie bei ihrer großen Schwäche ſchon jetzt der immer mehr Koſten erfordernden kommenden Jahre gedenken. Auch gehört der Sohn einer laſter⸗ haften, umherſtreichenden Gaunerfamilie nicht in Euren achtbaren Kreis.
So höre mich doch weiter, mein ſüßes Mädchen,“ bat Felir die ſchluchzende Theone und hauchte aus ſeiner eigenen beklommenen Bruſt ſanfte Troſtworte ihr zu.„Du erin⸗ nerſt Dich gewiß noch,“ fuhr er nach einer
ihm.
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Pauſe fort,„des vornehmen Mannes, der am franzöſiſchen Hof einen hohen Poſten bekleidete und den unſere Künſte, unſer Tanz während unſeres längeren Aufenthaltes in Paris oft Vergnügen machte. Du weißt, wie lieb er mich gewann, doch nicht, wie ſehr er mich dazu aufforderte, ihn bei ſeiner Abreiſe nach Berlin zu begleiten, da er beſſer für mich ſorgen könnte, als unſere Eltern, denn dafür hielt er die Alten. Ich konnte Dich nicht zurücklaſſen und ich hatte damals keine Ge⸗ legenheit, mich Dir zu vertrauen, Du weißt, wir wurden ſcharf bewacht. Erſt ſpäter ge⸗ lang unſere Flucht, und wäre ſie geglückt, ich hätte auch Dich zu den Füßen jenes Mannes gebracht und vereint mit Dir auch für Dich um Schutz und Aufnahme gefleht. Die nächſte Stunde ſchon ſieht mich auf dem Wege zu Mein ganzes Leben will ich ihm genau beſchreiben, jede auch noch ſo dunkle Erinne⸗ rung aus meinen früheſten Jahren ihm klar zu machen ſuchen, auch Deine Schickſale ihm mittheilen, und gewiß, er kann und wird mir helfen. Deshalb verzage nicht, mein Mädchen, bleibe immer gut und ſanft wie bisher und vergiß Deinen Felir nicht. Wenn ich einen makelloſen Namen erhalten, mir tüchtige Kenntniſſe erworben habe, kehre ich zurück, und nicht wahr, meine Theone, Du eilſt mir treu dann, liebend in die Arme?“
„Du fragſt noch, Felir?“ fragte Theone, indem ſie lebhaft ſich emporrichtete.„Auch ich werde mich bemühen, alles, was mir ge⸗ lehrt werden kann, zu erlernen, werde heiter jeden Tag verleben und denken, gottlob, daß er vollbracht, wieder einen Tag weniger, der von den vielen, die Dir vielleicht noch beſtimmt ſind, ohne Deinen Felix zu leben, entſchwun⸗ den iſt. Ich will meiner Mutter folgen und ein recht braves Mädchen werden; kehrſt Du dann zurück und ich hoffe recht bald, dann trennen wir uns nie wieder, mein Felix.“
So plauderten Beide noch eine Weile, und die roſige Hoffnung, die ihnen ſo freund⸗ lich die Zukunft ausmalte, ließ ſie die ſchmerz⸗ liche Gegenwart faſt vergeſſen. Raſch, als


