iteei e rthen Ztze.
(Ende 1847 geſchrieben.)
——————
A uf, ihr ſchwarzen Spießgeſellen, Popanzſchaar, gewalt'ge Lettern, In die Schlacht will ich euch fübren, ſchier zu Blitz und Donnerwettern. Denn es ruft die Zeit um Hilfe gegen Satan und Genoſſen, Die ob ihrem Schwangeſieder Schlamm und Moder ausgegoſſen.
Mög't, als ſchwarze Gard' des Zeitgeiſt's, derb aus Hyppoecrene naſchen, Praſſelnd, wie Niag'ras Fluthen, glatz'ge Schädel blank zu waſchen. Köpſe, die ſich Häupter dünken, weil ja Kopf nicht ihr Bedarf, Da der Zufall paarweiſ' immer, kreißend, Glück und Dummheit warf.
Möcht' wohl ſchier mit Löwenkrallen ſtürmend in die Harfe greifen, Wie die alten Bundspropheten jungen Frevel auszukeifen. An Pallaſt und Kirchenmauern des Gottſeibeiuns Getreuen, Ihre glattgeſchornen Fratzen feuerfarben konterſeyen.
Daß ſie durch die rappenſchwarze Nacht, an der ſie emſig bauen,
Wie's Geſpenſtern ziemt, ganz deutlich, ſchenſalartig anzuſchauen. Räth man gleichwohl nicht zu malen an die Wand den Böſewicht: Unſre Zeit, die illuſtrirte, ſcheut ſich vor dem Teufel nicht.
Ueberdem:— in einer Kammer ſitz' ich, bin ein Deputirter,
Ein geſchickter— und gewählter, folglich ein privilegirter, Zu vertreten das Zertret'ne;— das Erkrankte zu beſprechen, Mit dem alten Zaubermittel, heilend menſchliches Gebrechen.
Eine ſchöne Kunſt!— von Hirten, Schäfern und von alten Weibern Lernte man ſeit grauer Zeit ſchon üben ſie an kranken Leibern.
Da ſich böſer Geiſter Rotten eingeniſtet als Dämonen,
In dem Werk des heil'gen Gottes plagegeiſteriſch zu wohnen.
Die Beſeſſ'enen und Gelähmten, Taub' und Blinde und Verrenkte,
Allem was da preßhaſt, ſpricht man Zauberſprüchlein, buntgemengte, Solchem lacht zwar wohl das Böſe, iſt am Ruder auch geblieben, Doch man hat mit Sprechen glücklich ſich ein Weilchen Zeit vertrieben.
Lang ſchon— Zucken in den Fäuſten— lauſcht das Volk dem ſchier verwundert; Zeitgeiſt! weck' doch Grenadiere, für den Rathsſaal der Fünfhundert!
Kitzl' einmal mit Bärenmützen und mit Kolben all' die Sprecher,
Eiſen ſteck' in ihre Hände ſtatt beſpruchte Silberbecher.
Wahrlich, als der Herr in Oſten ſprach: wenn Du gedenkſt zu beten,
Magſt Du zu dem frommen Werke ſtill Dein Kämmerlein betreten: Da gedacht er, ſollt' man meinen, fromme Deutſche, wohlgelitten, Die beſcheiden ſtets in Kammern um verſchied'ne Gnaden bitten.


