Jahrgang 
1861
Seite
163
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low and high life, ſo wie ſein Affe und Katze ſind höchſt ergötzlich, wogegen ſein random shot, dar⸗ ſtellend, wie ein zuſälliger Schuß die Hirſchkuh ge⸗ tödtet hat und das hülfloſe Junge nun dem Ver⸗ hungern preisgegeben iſt, unwillkührlich das Mitleid in Anſpruch nimmt. Seine Bilder aus Schottland geben die genaueſte Kenntniß des dortigen Lebens

und Treibens. Auch hat er Antheil an den Fresco⸗

bildern in Bukingham⸗Houſe, welche Darſtellungen

aus engliſchen Dichtern, beſonders aus Milton, enthalten. Ch. Lewis ätzte nach ſeiner Federzeich⸗ nung eine Reihe von Blättern, the mothers, ſäu⸗ gende Thiermütter vorſtellend. Seine Arbeiten ſind ſehr häufig geſtochen worden. Er ſelbſt radirte ſiebenzehn Blätter mit allerlei Thieren. Im Jahre 1831 wurde er Mitglied der Londoner und im Jahre

1846 der Brüſſeler Akademie.. (Nach Müller's Künſtlerlexikon.)

Lady Neßby.

Eine Erzählung aus dem Aufſtand Schottlands vom Jahre 1745.

XI. Alick Campbells Antergang.

Alick Campbell hatte die Kräfte ſeines Roſſes nicht geſchont, als er dem Dorfe zuritt, in welchem der Herzog von Cumberland mit ſeiner Suite Halt gemacht hatte. blicklich vorgelaſſen, denn der Herzog hatte, wie es

ſchien, nur auf ſeine Rückkehr gewartet, um ſelbſt

nach Schloß Neßby aufzubrechen.

Es iſt ſo, referirte Alick Campbell,wie ich es Eurer Hoheit vorausgeſagt habe. hat die Thore vor mir verſchloſſen gehalten und mir den Eintritt verweigert, obwohl ich ausdrücklich er⸗ klärte, ich käme im Namen ihrer Hoheit, um Dero Ankunft zu melden.

Dann, beim Himmel, ſoll es die alte Jakobitin büßen, rief der Herzog von Cumberland.Vor⸗ wärts, meine Herren, wir brechen ſogleich ſelbſt nach Neßby auf, und werden uns den Eingang zu er⸗ zwingen wiſſen.

(Fortſetzung von Seite 176.)

waren, und gerade dieſe Herren waren es, welche er bei dem Ritt an ſeine Seite rief. Mylords Derby und Binton, ſagte er zu ihnen,

ich fordere Sie auf, dem jetzigen Fall Ihre be⸗

Er wurde, dort angekommen, augen⸗

Lady Neßby

der Brücke hell erleuchtet zu ſehen.

und hiezu gibt es für Eure Hoheit einen ge V doppelten Grund, flüſterte Alick, hart auf den

Herzog zutretend,denn ich habe Urſache zu glau⸗ ben, daß einige flüchtige Lairds dort verborgen ſind, und darunter auch jener ſchurkiſche Allan Glencairn, durch deſſen Dazwiſchenkunft der ſo klug entworfene Anſchlag auf den jungen Prinzen Georg und ſeine Mutter vereitelt worden iſt.

Ha! rief der Herzog mit einem wilden Fluche. Wenn dem ſo iſt, ſo ſoll die Gräfin gefangen ge⸗

ſetzt und ihre Grafſchaft zu deinen Gunſten confis⸗ cirt werden, ſo wahr ich Cumberland heiße und der Sohn meines Vaters bin.

zu bewirthen.

Augenblicklich wurden nun die Pferde vorgeführt

und der Herzog ſetzte ſich mit ſeind auizen Suite

zu Roſſe. Zu der Letzteren gehörten übrigens nicht blos ſeine Adjutanten, ſo wie eine bte Abtheilung Dragoner mit ihren Offtzieren, ſondern auch einige Herren vom Civil, Mitglieder des Staatsrathes, welche dem Herzoge und Oberfeldherrit, zum Behufe der ſchnelleren Abmachung der Geſchäfte und um ſeinen oft nur allzu abſoluten Befehleen die Form der Geſetzlichkeit zu verleihen, beigeggeben worden

Feierſtunden. 1861.

V V V

ſondere Aufmerkſamkeit zu ſchenken, denn es iſt mir gar wohl bekannt, daß die heuchleriſche alte Dame der Finten und Ränke eine Menge hat, und ſich auch diesmal wieder aus der Klemme herauszuhelfen ſuchen wird. Aber es liegt mir beſonders viel daran, ihr die Maske vom Geſicht zu reißen und zu be weiſen, daß ſie kein beſſeres Loos verdient, als alle die, welche dem Aufruhr offen und ohne Scheu bei getreten ſind.

Die beiden Lords verbeugten ſich, erwiederten aber keine Silbe. Inzwiſchen näherten ſie ſich ſchnell dem Schloſſe, waren aber nicht wenig erſtaunt, einen Theil deſſelben, ſo wie den Hof und das Thor nebſt Noch mehr wuchs ihr Erſtaunen, als ſie bemerkten, daß die Zug⸗ brücke niedergelaſſen war und ſich die Domeſtiken in zwei langen Reihen in vollſtändiger Galla daſelbſt aufgeſtellt hatten.

Das ſind ſonderbare Zurüſtungen für die Ver theidigung einer Veſte, bemerkte Lord Binton nicht ohne einigen Sarkasmus.

Der Herzog erwiederte nichts, ſondern ſprengte, gefolgt von den Andern, in den innern Hof, wo die Gräfin Neßby in eigener Perſon, ihre beiden Nichten zur Seite, bereit ſtand, den hohen Gaſt zu empfangen. Der Letztere biß ſich auf die Lippen und ließ ſich von der Gräfin in den großen Saal führen, wo eine üppige Tafel parat ſtand, den Her⸗ zog mit dem ganzen vornehmeren Theil ſeiner Suite Die Lords Binton und Derby ſahen ſich lächelnd an.

Es ſcheint, Mylady, ſagte jetzt der Herzog von Cumberland,Sie haben ſich auf meine Ankunft vorbereitet.

Gewiß that ich dies, mein Herr Herzog, er⸗ wiederte die Gräfin, ſich tief verneigend.Eure

Hoheit ließen ſich mir ja ſchon vor einer Stunde

anſagen, und man wird von einer getreuen Unter⸗ thanin, wie ich bin, erwarten dürfen, daß ſie den Sohn ihres Souveräns ſo empfängt, wie es ſich für die Wittwe des Grafen Neßby geziemt. Sonderbar! meinte nun der Herzog.Es 23

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