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letzte Verband angelegt iſt,
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lichen Stelle, auf welcher er niedergeſtürzt war; aber die Stille und Oede, die vorher hier geherrſcht, hatte einer merkwürdigen Belebtheit Platz gemacht. Standen doch eine Menge Jäger und Jägerburſche im Kreiſe herum, und ſah ſich doch Chriſtoph ſe lbſt von Vieren oder Fünfen von ihnen umringt, wäh⸗ rend ihn ſein Pathe, der Förſter von der Windeck, auf dem Schooße hielt! Im erſten Momente war der junge Burſche verwirrt; dänn aber kam ihm eine dunkle Erinnerung deſſen, war, und unwillkührlich machte er eine Bewegung, um nach ſeiner Schulter, die ihn ſehr zu ſchmerzen begann, zu greifen. eiſerner Hand feſt. „Halt, mein Junge, halt,“ ſprach der alte Mann in raſch befehlendem, aber doch überaus freundlichem Tone.„Nur noch ein klein wenig Geduld, bis der denn bei einer Wunde, die von einem Wolfe herkommt, kann man nicht vor⸗ ſichtig genug ſein. Sollte man) faſt meinen, die Beſtien hätten Gift in ihren Aühhen, ſo eiterig und langwierig wird ein Wolfsbiß, wenn man nicht mit der Sache umzugehen verſteht! Aber ſei ohne Sorgen, mein Burſch, ganz ohne Sorgen; d dir iſt Alles geſchehen, was nur irgend geſchehen kann, um das Gift gleich im erſten Momente aus⸗
doch
zuziehen, und ich ſtehe dir dafür, in vier Wochen
gehſt du wieder ſo geſund herum, wie du warſt.“
Jetzt erſt kam Chriſtoph zum vollſtändigen Be— wußtſein und nun natürlich war ſein erſter Gedanke der an ſeine Geſchwiſter.
„Marie, Martin,“ Stimme und ſuchte
je vorher
rief er mit angſterfüllter ſich mit aller Gewalt(obwohl um ſich nach ihnen um⸗ zuſchauen. Allein ſeiner Angſt ſollte er gleich ent— hoben werden.
„Da ſind wir, Chriſtoph,“ dentgecdele ihm alſo⸗ bald der kleine Martin, der das Schweſterchen an der Hand hielt und hart hinter ihm ſtand.„Da ſind wir und ganz geſund, denn der Wolf, den du todtgeſchlagen haſt, hat uns gar nichts gethan.“
„Gott ſei Dank, Gott ſei Dank,“ hauchte Chri⸗ „ich habe der Mutter mein Verſprechen ge— halten; den Geſchwiſtern iſt kein Leid geſchehen.“
Nunmehr ließ er ſich ruhig vollends verbinden, und gab auch nicht einen einzigen Schmerzenslaut obwohl das Gefühl offenbar kein wohl⸗ thuendes ſein mußte. Im Gegentheil, ſein Auge blickte wie dankerfüllt gen Himmel, und in ſeiner Miene lag ein Lächeln der Zufriedenheit! Doch jetzt waren die Jäger, die ſich bisher mit ihm beſchäftigt hatten, fertig, und ſein Pathe wollte ihn nun ſachte emporrichten.
„Wir wollen's probiren, mein Junge,“ ſprach „ob du ſtark genug biſt, auf deinen Füßen zu ſtehen, d
ſchwer verletzt worden. Aber die Kraft wird ſchon
wieder kommen und bälder, als du jetzt glaubſt.“
Doch der Junge ſchien keineswegs ſo ſchwach zu
ſein, als der Förſter vorausſetzte, denn kaum fühlte
ſich derſelbe nicht mehr von den ſtarken Armen ſei⸗ nes Pathen feſtgehalten, als er mit Blitzesſchnelle aufſprang und mit Einem Satze neben ſeinen Ge⸗ 4
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was vorgegangen nach einem hohen Herrn,
Allein ſein Pathe hielt ihn mit V
denn bei
denn du haſt viel Blut verloren und biſt
ſchwiſtern ſtand,
und gärzlich unverletzt.
die er nun nach einander mit ſei⸗ ner Linken umfaßte und nach Herzensluſt liebkoste.
„Geſund, geſund,“ jubelte er,„alle Beide geſund Aber jetzt kommt, Marie und Martin; laßt uns ſchnell nach Hauſe eilen, da⸗ mit die Mutter nicht vor uns dort eintrifft und über unſere Abweſenheit in Aengſten geräth.“
Ohne Zweifel war es ihm ernſt, mit ſeinen Ge⸗ ſchwiſtern ſchnellſtens fortzueilen; allein ſein Bruder Martin zupfte ihn am Wams und deutete ſtumm welcher der ganzen Scene bisher ſtilllächelnd zugeſehen hatte. Es war dies ein gar ſtattlicher Mann, in feiner Waidmannstracht, dem die übrigen Jäger mit aroher Ehrerbietung be⸗ gegneten, in deſſen Geſicht aber das größte Wohi⸗ wollen lag. Deſſenungeachtet hatte Chriſtoph kaum in der bezeichneten Richtung hingeſehen, ſo ſchlug er ſein Auge wieder zu Boden und blieb nun in der tiefſten Verlegenheit ſtehen.
„Hierher, mein junger Freund,“ ergriff nun der hohe Herr das Wort und winkte zugleich dem Chri⸗ ſtoph in äußerſt gewinnender Weiſe.„Komm nur ungeſcheut ganz hart zu mir her, denn ein Burſche, der ſolchen Heldenmuth beſitzt, wie du, und der mit der Kühnheit noch ein vortreffliches Herz verbindet, ein ſolcher Burſche dürfte keck vor einen König oder Kaiſer treten, und wenn er zehnmal kein hochzeitlich Kleid anhätte. Gib mir deine Hand, mein Junge, und ſchau mir voll in's Geſicht, denn ich liebe ſolche Kameraden, wie du einer zu werden verſprichſt. Nun, meine Herren,“ fuhr er nach einer Pauſe fort, indem er ſich an die ſämmtlichen anweſenden Förſter und Jäger wandte,„wer hat nach ihrer innerſten Ueberzeugung das Schußgeld, welches auf die Er⸗ legung des Wolfes ausgeſetzt war, verdient? Der⸗ jenige, welcher das Thier nur allein mit einem Hackmeſſer bewaffnet angriff und mit dieſer geringen Waffe ſo verwundete, daß daſſelbe ohne Zweifel an den Folgen dieſer Wunden drauf gegangen wäre, oder derjenige, welcher die paar Schüſſe losknallte, durch welche der Wolf zu Falle gebracht worden iſt? Sprechen ſie ſich aus, meine Herren, und zwar un⸗ genirt und unverholen, denn nach ihrem Entſcheid ſoll verfahren werden.“
„Herr Graf,“ erwiederte alſobald der alte Förſter von der Windeck,„da iſt der Entſcheid leicht zu geben und ich bin gewiß, daß alle meine Kamera⸗ den in dieſem Punkte denken, wie ich. Die zwei Kugeln, die ich dem Wolfe aus meinem Zwieling in den Leib jagte, haben blos zur Folge gehabt, daß derſelbe eines ſchnelleren Todes verſtarb, als er ſonſt verſtorben wäre, wenn ich nicht geſchoſſen hätte; der wirkliche Bekämpfer und Erleger des Thieres iſt aber ſicherlich der junge Burſch da, der Chriſtoph, mein Pathe, auf den ich ganz hochmüthig bin, und ſomit kann wohl nicht der geringſte Zweifel darüber obwalten, wem das von Eurer Erlaucht und von
den drei Thalgemeinden ausgeſetzte Schußgeld zu⸗ kommt. Oder iſt vielleicht Einer da, der anderer
Meinung wäre? Der trete hervor und ſag's frei heraus, dann will ich ihn gleich widerlegen.“
Aber es gab keinen Einzigen, der anderer An⸗ ſicht geweſen wäre, ſondern Alle ſtimmten unbedingt dem bei, was der Förſter von der Windeck ſagte.
„Gut alſo,“ erklärte jetzt der Graf, welcher über
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