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derte der Förſter.„Von den menſchlichen Wohnun⸗ gen bleibt der große Schafdieb ſo fern als möglich, wie er denn überhaupt eine große Schen vor dem Menſchen hat, wenn er nicht gerade ſehr hungrig iſt oder durch eine lange Hetzjagd gereizt wurde. Gewöhnlich zieht er ſich bei Tage in das verborgenſte Geſtrüpp zurück und geht nur bei Nacht auf Raub aus; aber dann ſucht er die Thäler auf, da er nur in dieſen hoffen kann, ſeine Beute zu finden. Ihr braucht euch alſo, ſo lange die Sonne ſcheint, nicht im Geringſten um den Wolf zu kümmern; wenn's aber anfängt, dunkel zu werden, ſo könnt ihr ja, um ganz ſicher zu gehen, eure Thür zuſchließen und in euren vier Wänden bleiben. Uebrigens bin ich ſicher, daß Einer von uns, die wir dieſe Nacht ſtrei— fen, Kunde von dem Thiere bekömmt, und dann wird's morgen weggeſchoſſen, ehe die Sonne am Die zweihundertundfünfzig Gulden will halt Jeder verdienen!“
So ging nun der Herr Gevatter ſeines Weges in die dunkle Nacht hinein, die Bewohner des klei⸗ nen Häuschens aber löſchten gleich darauf das Licht und waren bald in tiefem Schlafe verſunken, worin ſie auch weder ein Wolf noch ein anderes Ungeheuer ſtörte. Den andern Morgen freilich war wieder viel von dem Wolfe die Rede, und trotz der Verſicherung
— des Förſters, daß das Thier ſich nicht in die Nähe
der menſchlichen Wohnungen wage, litt es Frau Martha doch nicht, daß Eins ihrer Kinder vor die Hausthür trat. Sie gab vielmehr Allen ſtrengen Stubenarreſt, ſo ſehr ſich auch die beiden Jüngſten, die gewohnt waren, im Freien zu ſpielen, dagegen ſträubten. 3
„Da ſeht auf euren Bruder Chriſtoph,“ pflegte dann die Wittwe bei ſolchen Auflehnungsverſuchen zu ſagen.„Der ſitzt ſeit heute früh unverrückt an ſeiner Schnitzelbank, und es gibt ihm ein Stück, daß es eine wahre Freude iſt, ihm nur zuzuſehen; ich ſelbſt aber, nun ich ſtehe auch nicht von meiner Kunkel auf, obwohl ich's nöthig hätte, meine Schnel— ter zuſammenzuzählen und herzurichten, da ich in den nächſten Tagen zur Frau Bürgermeiſtzrin nach Bühl hinab muß, um abzuliefern. Wahr md wahr⸗ haftig, ich wäre heute ſchon gegangen, penn nur der leidige Wolf nicht wäre, denn ich inb's ſehr nöthig, das Geld für das Geſpinnſt zu, ſekommen. Geht uns doch ſo Mauches in der Hausii tung ab, was wir gar nothwendig brauchen! A ich muß mich eben gedulden und Geduld überwuſdet Alles. Somit ſeid auch ihr geduldig und ſetzt, kuch ruhig hin, die Marie zu ihrem Strickzeug und ſu Martin zu deinen Sprüchen, die du für die Sre auswen⸗
dig zu lernen haſt. Beſonders aber ſtört curen Bruder nicht immer in der Arbeit, ſondern lernt lieber von ihm, wie man gehorſam und fleißig ſein kann, ohne deshalb mißmuthig und maßleidig zu werden.“—
So ging es den ganzen Tag fort, ohne daß irgend etwas Beſonderes vorgefallen wäre. Gegen Abend aber kam der Knecht des Waldbauern war der Name, den man einem Hof⸗ und Wald⸗ beſitzer gab, deſſen Behauſung eine halbe) Stunde
weiter oben in einer Bergmulde lag— voerbei und theilte der Mutter Martha mit, daß er üße andern
Tag in aller Frühe mit einer Lad a nach
—
dies
Bühl hinunter und von da weiter nach Raſtatt hin— auf zu fahren habe. Solche Gelegenheit pflegte nämlich die Wittwe nicht ſelten zu benützen, um ihre Geſchäfte in Bühl abzumachen, und darum verſäumte es der Knecht auch nie, ſie jedesmal vorher zu be— nachrichtigen, wenn er eine ſolche Fahrt zu machen hatte. Iſt man doch auf dem Schwarzwald gewohnt, eine Gefälligkeit und Zuvorkommenheit gegen einan— der zu haben, wovon man in den Unterlanden und beſonders in den Städten lediglich keinen Begriff hat! Frau Martha wäre nun auch diesmal von Her⸗ zen gern bereit geweſen, von der morgenden Fahrt zu profitiren, aber auf einmal fiel ihr der Wolf ein, denn wenn ſie auch für ſich, da ſie auf einem Wa⸗ gen fuhr und jedenfalls bei hellem Tage wieder nach Hauſe kehrte, keine Angſt hatte, ſo fürchtete ſie ſich doch davor, ihre Kinder allein zu laſſen. Man konnte ja nicht wiſſen, was paſſirte, und ſie hätte den ganzen Tag lang vor Angſt keine Ruhe gehabt.
„Ach Gott,“ verſetzte ſie daher nach einigem Be⸗ ſinnen,„es wäre mir ein rechter Gefallen, mitfahren zu können, denn ich hätte nothwendig im Städtchen unten zu thun. Aber der Wolf, der Wolf; ich kann doch wahrhaftig meine Kinder nicht allein zu Hauſe laſſen, ſo lange ein ſolches Unthier in der Nachbar⸗ ſchaft herumſtreift!“
„Der Wolf?“ rief der Knecht.„Ei, ſo wißt ihr's denn noch nicht? Der iſt ja bis nach Aller⸗ heiligen hinübergeſtreift, und dort heut' Vormittag vom ſelbigen Förſter richtig erſchoſſen worden. Es ſoll ein Kapitalsthier geweſen ſein.“
„Aber iſt's denn auch ſicher und gewiß?« erwie⸗ derte die Wittwe.
„Ihr könnt euch drauf verlaſſen,“ verſetzte der Knecht;„ich hab' in der Krone im Thal unten ein— gekehrt, und da hab' ich Einen geſprochen, der die Nachricht von Einem hatte, welcher ſelbſt dabei war, als es Einer erzählte, der heute Morgen von Aller⸗ heiligen her kam und es in eigener Perſon und mit den eigenen Augen mitangeſehen hatte, wie man den Wolf in's Forſthaus hinauf ſchaffte. Es iſt alſo gerade ſo gewiß und verbürgt, als wenn wir ſelbſt dabei geweſen wären, und für Eure Kinder dürft Ihr demnach keine Sorge mehr tragen. Alſo— ja ſo, daß ich das Wichtigſte nicht vergeſſe, der Kro⸗ nenwirth unten hat mir aufgetragen, Euch zu ſagen, daß die alte Schmidthuberin in Bühl geſtorben und geſtern beerdigt worden ſei. Ja, er hat mir's eigentlich auf die Seele gebunden, nicht vorbeizu⸗ gehen, ohne Euch dieſe Nachricht gebracht zu haben, denn ſie werde von Wichtigkeit für Euch ſein.“
Von Wichtigkeit ſchien nun allerdings dieſe Nach— richt für Frau Martha zu ſein, und zwar von ſehr großer, denn ſie erſchrack ſichtlich bis in ihr Inner⸗ ſtes hinein.
„Was ſagſt du?“ rief ſie zitternd vor Aufregung. „Die alte Schmidthuberin iſt geſtorben? Iſt das wirklich wahr und keine Täuſchung?“
„Der Kronenwirth geht nicht mit Lügen um,“ meinte der Knecht, der über die Worte faſt böſe wurde,„ſo weit ſolltet Ihr ihn doch kennen. Auch meint er es gewiß gut mit euch, denn er läßt Euch noch weiter ſagen, daß der einzige Erbe der Schmidt⸗ huberin, der Aſſeſſor in Karlsruhe, bereits in Bühl
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