Heft 
(1861) 10 10
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Feuilleton. 319

Lenné zu ſich kommen und ſagte zu ihm: Ich habe Sie rufen laſſen, damit Sie mir einen Plan entwerfen. Der Herzog von Deſſau hat aus ſeinem ganzen Lande einen großen Garten gemacht, das kann ich ihm nicht nach⸗ machen, dazu iſt mein Land zu groß, aber aus der Um⸗ gegend von Berlin und Potsdam könnte ich nach und nach einen Garten machen, ich kann vielleicht noch zwanzig Jahre leben, in einem ſolchen Zeitraum kann man ſchon was vor ſich bringen, entwerfen Sie mir einen Plan in Berückſichtigung der Worte, die ich eben zu Ihnen ge⸗ ſprochen. Wie es jetzt in Potsdam ausſieht, iſt jedem Gartenfreunde hinlänglich bekannt.

Aus Mans wird folgende Kaspar⸗Hauſeriade be⸗ richtet: In der Nacht vom 6. auf den 7. Oktober habe man vor der Thüre des dortigen Hoſpitals ein ungefähr ſiebzehn Jahre altes Mädchen geknebelt gefunden, welches kaum ſprechen konnte und ſich im elendeſten Zuſtande be⸗ fand. Auf alle Fragen, welche man an ſie richtete, habe ſie in unartikulirten Lauten geantwortet, von welchen man nichts als das Wort:Charette verſtand. Sie kann ſich kaum ihrer Glieder bedienen und aufrecht ſtehen, ihr Körper iſt mit Narben bedeckt, im Geſicht, an den Händen und am rechten Knie hat ſie große Brandwunden, ihre linke Hand iſt entſetzlich verſtümmelt und unförmlich. Die gute Stadt Mans iſt darüber fürchterlich aufgeregt und die Polizei hat Alles in Bewegung geſetzt, um zu er⸗ fahren, wer das unglückliche Geſchöpf iſt und wie es an die Thüre des Hoſpitals gekommmen.

Die Japaneſen beſitzen, wie ſich neuerdings ergeben hat, einen vollſtändigen geographiſchen Atlas ihres Reichs, aus 74 Karten in Querfolio beſtehend. Auf feſtem, aber ungemein leichtem, etwas grünlichem Papier, wie es ſcheink, lithographiſch gedruckt, haben ſie durch Anwendung der blauen Farbe für das Waſſer, der grünen für Berge und Wald, der rothen für Straßen, der gelben und weißen für verſchiedene Klaſſen von Ortſchaften, ein ziemlich bun⸗ tes Anſehen erhalten. Nach Petermann's Verſicherung kann ſich hinſichtlich des Details, welches auf den Karten nieder⸗ gelegt erſcheint, keine bisher in Europa gefertigte Karte von Japan mit jenen meſſen.

Am Morgen des Krönungstages trat in Königs⸗ berg ein alter Invalide an die zum Schloßhofe führende Pforte. Da er keine Einlaßkarte hatte, ſo rief ihm die Wache einZurück entgegen. Der alte Graubart richtete ſich hoch empor und rief:Zurück? Heute iſt der 18. vor 48 Jahren hieß es an dieſem Tage: Voörwärts! Und vorwärts ſchritt der Alte und betrat unangefochten den Schloßhof.

Ddie engliſche Krone zählt folgende Iuwelen: einen großen unregelmäßig geſchliffenen Rubin(den der ſchwarze Prinz von Don Pedro, König von Kaſtilien, im Jahre 1367 zum Geſchenk erhalten haben ſoll), einen großen und 16 kleinere Saphire, 11 Smaragde, 4 Rubine, 1393 Diamanten, 1273 Roſetten, 147 Tafelſteine, 8 große und 273 kleinere Perlen. Die Krone, die im Jahre 1838 für die Königin Viktoria aus den vorhandenen Juwelen angefertigt worden war, wiegt 39 ½ Unzen..

Bis vor drei Jahren kam es in Lievland(und wohl auch in Großrußland) häufig vor, daß Edelleute Jagdhunde für Leibeigene eintauſchten und junge Wind⸗ ſpiele durch leibeigene Frauen groß ſäugen ließen.

Im Tower in London zeigt man eine große Kanone, von welcher der Aufſeher ſagt, daß ſie von Gold und anderm koſtbaren Metall gemacht ſei. Man behauptet, daß die Juden 20.000 Pfd. St. dafür geboten hätten, während zwölf davon abgeſchnittene Zoll, die nach Birmingham zum Schmelzen geſchickt wurden, einen Werth von 8000 Pfd. St. auswieſen. Die Inſchrift auf der Kanone ſagt aus, daß ſie im Jahre 1530 gegoſſen und bei der Einnahme von Aden im Jahre 1839 durch die Expedition unter dem Kommando des Kapitän H. Smith, Kommandeurs des königlichen SchiffesVoyages, erobert wurde.

In Neiſſe hat ſich ein Vorfall ereignet, der allge⸗ meinen Abſcheu erregt und jedenfalls für ſolche Hand⸗ werker, die ihre Lehrlinge in der brutalſten Weiſe zu miß⸗ handeln gewohnt ſind, eine bedeutende Warnung enthält. Man fand nämlich in dem Keller eines Gelbgießers ſeinen Lehrling erhängt. Den Grund zu dieſer That ſprachen auf's Deutlichſte mehre Löcher im Kopfe und ein faſt herausgeſchlagenes Auge aus. Die allgemeine Entrüſtung über eine derartige Beſtialität will ſogar vermuthen, daß hier ein ſchlimmeres Verbrechen vorliegt. Jedenfalls wird die gerichtliche Unterſuchung den wahren Thatbeſtand auf⸗ klären.

Ein neuer Vorfall in der Strafanſtalt zu Moabit wirft ein eigenthümliches Streiflicht auf dieſes Inſtitut. Kürzlich war ein als Heizer beſchäftigter Sträfling, als er eine kurze Zeit allein in einem Zimmer geblieben war, durch den Genuß von reinem Spiritus aus einer offen⸗ ſtehenden Flaſche in einen ſo hohen Grad der Trunkenheit oder Erregung gerathen, daß der Beamte der Anſtalt, welcher ihn in dieſem Zuſtande vorfand, ſofort dem der Brüderſchaft angehörigen Polizeiinſpektor der Anſtalt den Vorfall meldete. Statt nun, wie man erwarten durfte, den Sträfling in's Lazareth zu ſenden, wurde derſelbe ſofort auf Latten in den Souterrain des Gefängniſſes gelegt, wo er noch in derſelben Nacht am Gehirnſchlage verſtarb..

Die Mopſe ausgeſtorben. Der Wiener Thier⸗ händler Hr. J. Staudinger hat von Paris aus den Auf⸗ trag erhalten, ein Paar Mopſe bis zu einem Preiſe von 600 Frc. anzukaufen. Hr. Staudinger hat ſich deßhalb mit ſeinen Geſchäftsfreunden in allen Weltgegenden, ſelbſt bis in das nördliche Rußland hin in Korreſpondenz ge⸗ ſetzt, ja einen Preis von 100 Frc.auf die Entdeckung von Mopſen ausgeſchrieben. Alles vergebens. Die Gat⸗ tung Hunde, mit denen Mitteleuropa vor 40 Jahren noch überſchwemmt war, da Hundemütter deren ſechs bis ſieben nachwatſcheln hatten(vom Laufen war bei dieſen Thieren keine Rede) und faſt kein Penſioniſt ohne Mops war wäre alſo ausgeſtorben.

Eine merkwürdige Anwendung der Photographie findet jetzt in Nordamerika ſtatt. Die gefangenen Se⸗ ceſſioniſten werden bekanntlich von den Unioniſten ent⸗ laſſen, ſobald ſie der Union einen Eid der Treue ablegen. Man photographirt ſie aber vorher, um ſie im Falle eines Eidbruchs wieder zu erkennen und zur Rechenſchaft zu ziehen.

Eine der größten Schildkröten, welche jemals nach Hamburg gelangte, wurde neulich in einer dortigen Reſtauration geſchlachtet. Das Thier wog über 300 Pfund. Der abgeſchlagene Kopf wurde auf einer Schüſſel ins Schaufenſter geſtellt und erregte noch den ganzen Tag. die Aufmerkſamkeit der Vorübergehenden, indem er durcht Oeffnen und Schließen des Mundes noch bis Abends Spuren des Lebens zeigte.

Stockholm wird nicht mit Unurecht das Paradies des Nordens genannt, wenn man die ſchöne Gruppirung der Gegend nimmt. Man kann es vielleicht kaum eine Stadt nennen, denn man merkt nirgend, daß man ein geſchloſſen iſt. Ueberall hat man die Ausſicht in's Freie. Stockholm iſt einer der lieblichſten Plätze der Erde, und würde, wenn der Mälar die Sonne des Arno hätte, mehr Elyſium ſein, als Florenz.

Wie in der Schweiz der Telegraph theilweiſe von Frauen bedient wird, ſo hat nun auch die bairiſche Oſt⸗ bahn angefangen, zwei Expeditionsämter an Frauen zu übergeben. Werden ſich dieſelben gut qualificiren, ſo ſollen noch mehre Oſtbahn⸗Expeditionen mit Frauen beſetzt werden.

DemMonde geht aus Rom folgende Schil⸗ derung von dem furchtbaren Unwetter zu, welches am 30. Oktober die ewige Stadt heimſuchte: Seit zwei Tagen blies der Sirokkon Bo Pocht; große ſchwarze Wolken nes Jer. Suf àd Heßen at hinite ſichemerkte Alexander lachend. d ieheng.en Abend 41 Form