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Louiſe Meunier. 227
Stimmen waren mehr oder weniger heiſer, die Füße ſchon etwas ſchwerfällig; die einzelnen Schüſſeln waren mit weniger Sorgfalt und Zierlichkeit hergerichtet, wenn auch wieder reich wie Tags zuvor. In den letzten Stun⸗ den des Nachmittags bereiteten ſich dann diejenigen Gäſte, die nicht Luſt hatten, noch einmal eine„tolle Nacht mitzumachen“, zur Heimkehr vor.
Herr Meunier hatte ſeine Nichte nicht zu Klär⸗ chens Hochzeit begleitet; er wohnte nur der Einſegnung und dem durch Doktor Renoult veranſtalteten Feſt⸗ eſſen bei. Der gute Mann hatte ſich's nun einmal zur Norm gemacht, nie anderswo als zu Hauſe in ſeinem Bette zu ſchlafen; und er hätte um keinen Preis eine Reiſe, und wäre ſie noch ſo kurz geweſen, unternommen, wenn ſie ihn vorausſichtlich hinderte, zur beſtimmten Minute zu Bette zu gehen, die gewohnte Abendglocke zu hören und den Poſtwagen paſſiren zu ſehen.
René hatte den Befehl gegeben, die Kaleſche ſeiner Mutter ihm zu ſchicken; er bot Louiſen einen Platz darin an, und der Doktor, der zu ſeinen Kranken eilte, nahm es noch einmal an, die beiden Verliebten, wenn auch ungern, zu ſtören. Dieſe Tour war für René und Louiſe nicht weniger angenehm als die am vor⸗ hergehenden Abend; was letztere an Ueberraſchung ge⸗ boten, bot dieſe an Innigkeit und Zärtlichkeit.
Die Ankunft Louiſens erfolgte vor der unge⸗ bührlichen Stunde, das heißt, bevor Veronika Thür und Fenſter verſchloſſen hatte. Gleich nach ihrer Ankunft überreichte letztere ihr eine Karte, die für ſie hinterlaſſen worden war.
„Ein ſchöner junger Herr war heute hier und wollte Sie beſuchen; dieſe Karte hat er für Sie zurück⸗ gelaſſen.“
Louiſe las dieſelbe; ſie trug in ganz kleinen Buchſtaben den Namen Moriz Dornet. In demſel⸗ ben Augenblicke ſenkte ſie ihr Haupt in ihre Hände und ſtieß dabei einen Angſtſchrei aus.
„Ach, ich habe zu lange gewartet,“ ſagte ſie zu ſich, als ſie wieder zur Beſinnung kam;„falſche Scham hat mein Vertrauen zu René, ja ſelbſt zu Klärchen zurückgehalten. In einigen Tagen werde ich vielleicht in ihren Augen nicht mehr ſein, als eine durch einen Kom⸗ plicen entlarvte Schuldige, nicht eine reine Seele, die ſtark in dem Bewußtſein ihrer Unſchuld und Tugend ihre Qualen ruhig trägt. Durch ihre Zuneigung und Liebe gerechtfertigt, hätte ich ohne Furcht dieſen Beſuch erwarten können, den ich empfangen muß und den ich nun ohne es zu wollen fürchte. Aber was mag denn eigentlich Moriz Dornet hier wollen? Iſt das etwa derſelbe, der uns in der letzten Nacht in dem Wa⸗ gen begegnete! Er ging zu Madame S audour. Was für ein Band mag denn zwiſchen dieſen Beiden beſte⸗ hen? Er hat mir oft von einer Schweſter geſprochen, ſollte er ihr Bruder ſein? Wenn dem ſo iſt, ſo bin ich verloren; alles kömmt zuſammen, um mich zu verderben.“
Auch in der Nacht legte ſich die Aufregung nicht; Louiſe ſchlief jenen Schlaf, der in Folge der Fieber⸗
zu einem Gange nach Tany vorbereitete, wo an dieſem Tage großer Markt war. Alle Bauern und Bäuerinnen, drei bis vier Meilen im Umkreiſe, fanden ſich dort zu⸗ ſammen. Gewiß traf Veronika dort Frau Tierce⸗ lin oder doch irgend eine ihrer Mägde. Louiſe war entſchloſſen, ihr Tagebuch an Klärchen abgehen zu laſſen. Sie legte ein Briefchen bei, in welchem ſie Klär⸗ chen erſuchte, ſie möchte, ſo bald ſie das Tagebuch durch⸗ geleſen, dasſelbe an René ſchicken.„Die Redlichkeit,“ ſagte Louiſe,„fordert dieſes Vertrauen; nimmt er es an, ſo wird er beſſer begreifen, daß es nicht darauf be⸗ rechnet war, ihn zu rühren und daß die Reinheit meiner Geſinnung dadurch nicht alterirt wurde.“
Indeß an dem Beſchluß war's nicht genug; um ihn auszuführen, mußte ſie ſich der Beihilfe Vero⸗ nikas verſichern. Mit der ruhigen und kalten Miene, die eine Folge ihrer Muthloſigkeit war, theilte ſie der rebelliſchen Alten den Auftrag mit, zu deſſen Ausfüh⸗ rung ſie auserſehen ſei. Veronika betrachtete Louiſe und die ſorgfältig eingewickelte Papierrolle, welche die⸗ ſelbe ihr gereicht, mit Mißtrauen.
„Was geben Sie mir da?“ ſagte ſie.„Das ver⸗ ſtehe ich nicht.“ „Thut nichts!“ erwiederte Louiſe.„Wirſt Du
mir einen ſo kleinen Gefallen nicht erweiſen?“
„Aber vielleicht kann ich es nicht, ohne mein Ge⸗ wiſſen zu beſchweren.“
„Brauchſt nichts zu fürchten! Und vor Allem bitte ich, dem Onkel davon nichts zu ſagen; der ſoll nichts davon erfahren.“
Dieſes Wort war mit einem Male für Veronika entſcheidend; ſie war immer einverſtanden, wenn man auf den Mangel an Takt und Delikateſſe ihres Herrn hindeutete. Sie errieth übrigens, daß Louiſe unglück⸗ licher ſei als ſie es verdiene; ja ſie fühlte ſich im Stande, für dieſelbe einige Jahre im Fegefeuer auszuhalten; freilich wußte ſie, daß ein ſolches Opfer doch nie von ihr würde verlangt werden.
VI.
Der Auftrag Louiſens wurde noch am Vor⸗ mittage desſelben Tages erledigt. Während Jerome auf dem Felde war, las ſeine allerliebſte Gemalin, in ihr zierlich möblirtes Zimmer eingeſchloſſen, mit dem höchſten Intereſſe das Tagebuch Louiſens, in wel⸗ chem es unter Anderem ſo hieß:
„Ich ſagte Dir, liebes Klärchen, daß Fräulein Delphine Savenany und ich an einem und dem⸗ ſelben Uebel krankten, an Mangel an Vertrauen und Liebe; daß unſere Herzen für einander ganz verſchloſſen blieben. Ja, nur Antipathie herrſchte zwiſchen uns, und Du kannſt nicht glauben, wie tief dieſe allmälig wird bei Weſen, die tagtäglich dabei auf einander angewieſen
ſind. Die ſogenannte Civiliſation hatte meine Natur
verdorben und die Kunſt bot dafür keinen Erſatz. In Ins Denken nicht hindert. Den andern Morgen der Malerei und Muſik hatte ich mir einen ſehr hohen af Uhr Früh bemerkte ſie, wie Veronika ſich Grad von Fertigkeit erworben. Aber, ich habe Dir's
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