Heft 
(1861) 6 06
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Gemeinnütziges.

Einzelne Gemeinden Belgiens haben den Gebrauch der Hunde zum Ziehen, der in Belgien ſehr verbreitet iſt, ganz verboten, andere, wie Brüſſel, den Gebrauch auf einen Hund auf ein Gefährt beſchränkt. Wenn es auch

nicht unwahrſcheinlich iſt, daß die Tollheit der Hunde eine ihnen eigenthümliche, von ſelbſt entſtehende Krankheit

iſt und nur durch Anſteckung verbreitet wird, ſo iſt doch

thatſächlich, daß, wo die Hunde zum Ziehen benutzt wer

den, Ausbrüche der Tollheit weit häufiger vorkommen. Die Wiener Polizeidirektion hat eine Kundmachung

erlaſſen, welche die allgemeinſte Nachahmung verdient:

ſie hat nämlich das Fenſterputzen bei eingehängten Fen ſtern in Halb⸗ oder höheren Stockwerken ſtreng unterſagt. Zum Behufe des Putzens müſſen die Fenſter immer von verläßlichen männlichen Perſonen erſt ausgehängt werden.

Lebensquelle. In Ivanda(tarantaler Komitat

Ungarns) iſt eine Quelle von Bitterwaſſer, die als ſpeci

fiſches Heilmittel gegen Milzanſchwellungen nach Wechſel⸗

fiebern mit Erfolg gebraucht wird. Dieſe Krankheitsform tritt in jenen Gegenden häufig auf und wohlthätig hat die Natur auch die Arznei dagegen unmittelbar nahe gelegt. Aerzte von Ruf in Wien und Peſt verordnen jetzt dieſes Waſſer häufig bei ſolchen Leiden.

Statiſtiſches.

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Vom Jahre 1800 bis 1849 ſind in Spanien von ſogenannten poliſchen Verbrechern 188 gehängt, 206 er⸗ droſſelt, 30 erſchoſſen und 36 auf martervolle Weiſe hin⸗ gerichtet worden, zuſammen 460.

Der Verbrauch der Melonen war in dieſem Jahre in Frankreich ein außerordentlich großer. So hat ein ein⸗ ziger Ort, das Städtchen Cavaillon im Departement Vaucluſe, heuer 1,063.093 rothe Melonen, 4,205.776 grüne und 168.828 Waſſermelonen verkauft. Da dieſelben im Durchſchnitt 2 ½ Fres. das Dutzend verkauft werden, gibt dies eine Summe von 1,132.847 Fres.

Profeſſor Anſted hat eine Statiſtik der Erdbeben herausgegeben, in welcher er nachweiſt, daß die Zahl der Erderſchütterungen ſeit dem ſechzehnten Jahrhundert das Vierfache von dem beträgt, was für die früheren Jahr⸗

hunderte feſtgeſtellt iſt. In den jüngſten Jahren hat man 320 Erdbeben beobachtet, ſo daß allemal eins auf den neunten Tag fällt. Dabei iſt es jedoch tröſtlich, daß die Heftigkeit dieſer Naturerſcheinung abgenommen hat, wäh rend die Häufigkeit größer geworden iſt.

Die erſte deutſche Sprachlehre ſchrieb Valentin Ickelſamer im ſechzehnten Jahrhundert unter dem Titel: Deutſche Grammatika, daraus einer von ihm ſelbſt mag leſen lernen.

Die erſte deutſche Monatsſchrift erſchien durch Chriſtian Thomaſius unter dem Titel: Freimüthige, jedoch vernunft⸗ und geſetzmäßige Gedanken über Allerhand, fürnehmlich über neue Bücher auf die Jahre 1688 bis 1690. Halle 1690.

Auflagezahl der Wiener Zeitungen. Die in Wien erſcheinenden Zeitungen haben dermal folgende Auflagen: Preſſe 29.000, Morgenpoſt 12.600, Fremdenblatt 10.000, Vorſtadt⸗Zeitung 9800, Wiener Zeitung 6000, Neueſte Nachrichten 4000, Wanderer 3400, Allgemeine mediciniſche Zeitung 3000, Oſtdeutſche Poſt 2800, Volksfreund 2800, Mediciniſche Wochenſchrift 2400, Gerichtshalle 1900, Fort⸗ ſchritt 1800, Gegenwart 1600, Militärzeitung 1100, Tri⸗ büne 1000, Donau⸗Zeitung 750, Kirchenzeitung 700, Au⸗ ſtria 610, Oſt und Weſt 550, Theaterzeitung 300, Volks⸗ wirth 280.

Die größte aller Reſidenzen dieſer Welt muß ohne Zweifel der Vatikan in Rom ſein, der nach Angabe faſt aller Quellen nicht weniger denn 11.000 Säle, Zim⸗

mer cz enthält. Eun wahrer Gegenſtand des Neides für jeden eifrigen Bibliothekar muß die Bibliothek des britiſchen Muſeum ein. Ihr jährlicher Zuwachs an Büchern be⸗ trägt 2030 Tauſend Bände. Rings um den Leſeſaal iſt ein eiſernes Gehäuſe aufgeführt, welches 1,400.000 Bücher jeden Formats aufnehmen kann. Im heurigen Jahre ſind für Anſchaffungen von Büchern 10.000 Pfd. St., von Handſchriften 2600 Pfd. St., für das Einbinden von Büchern 7500 Pfd., für das Einbinden von Hand⸗ ſchriften 900 Pfd., für Bücherkäſten 6030, für Handſchrif⸗ tenkäſten 190 Pfd., für den Druck von Bücher⸗ und Hand⸗ ſchriftenkatalogen 500 Pfd. ausgeſetzt. Abgeſehen von dieſen rieſigen Dotationen, wie ſie wohl keine zweite Bibliothek der Welt beſitzt, erhält das Muſeum noch beſondere Sum⸗ men, ſo oft ſich Gelegenheit bietet, irgend eine werthvolle Sammlung zu kaufen. Die Bücher, alle ſolid, mitunter

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